Stealth Schiffe im Star Wars Universum
Meine Gründe immer wieder mal ein Stealthschiff für GSF einzufordern (das ja schon mal in Entwicklung war) liegt in der Lore begründet und geht bis in die Thrawn-Trilogie eines Timothy Zahn zurück.


Thrawn und die Tarnfeldgeneratoren

Großadmiral Thrawn besaß eine vergleichsweise bescheidene Flotte als er seine Kampagne gegen die Neue Republik begann. Doch der Großadmiral wusste aufgrund seines ehemals hohen Ranges ja über so manche Geheimnisse des Imperators Bescheid. Thrawn erstürmte etwa die einstige Schatzkammer des Imperators auf Wayland und sicherte sich neben Klonzylinder auch einen Tarnfeldgenerator. Eine Klonarmee, Stealth-Technologie und einige dutzende Dreadnaughts machten Thrawn dann doch zu einer erheblichen Bedrohung.

Thrawns Tarnfeldgeneratoren waren jedoch ziemlich unperfekt. War der Generator einmal aktiviert konnten die Schiffe nicht mehr miteinander oder der Flotte kommunizieren. Auch die schiffseigenen Sensoren waren größtenteils blockiert. Man war also sehr stark auf visuelle Zielerfassung oder bereits vorher abgestimmte Ziele angewiesen. Angriffe mussten genau geplant sein und quasi mit dem Navicomputer vorgezeichnet werden. Was Thrawn half war der dunkle Jedi Joruus C'baoth, der mit Hilfe von Kampfmeditation koordinierend eingreifen konnte.

Thrawns fehlerhaftes Tarnfeldsystem basierte darauf, dass man einen Prototypen rekonstruiert hatte, der außerdem suboptimale Kristalle verwendet. Doch das konnte man nicht wissen und auch nicht einfach so bereinigen. Thrawn nutzte seine Tarnfeldgeneratoren dann doch sehr kreativ, als er eine handvoll Asteroiden damit ausstattete und im Orbit Coruscants freisetzte. Die von diesen unsichtbaren Killern ausgelöste Panik legte die Hauptwelt der Neuen Republik auf Wochen lahm und setzte praktisch das gesamte hochrangige Personal auf Coruscant fest. Langfristig hätte sich eine Vorsorgungsproblematik ergeben.

Der TIE Phantom

Das Imperium versuchte so einiges um die Rebellion zu vernichten. Der TIE Phantom war ein solches Projekt, das gedacht war die Rebellen praktisch mit ihren eigenen Mitteln zu schlagen. Getarnte TIE Fighter sollten sich Rebellen-Außenposten nähern können, ohne entdeckt zu werden und diese schließlich vernichten.

Der TIE Phantom wurde jedoch bereits sehr früh von den Rebellen aus dem Verkehr gezogen. Doch das Schiff hatte so einiges was andere TIE Fighter vermissen ließen, so etwa Schilde, einen Hyperraumantrieb und die Eignung für Kurz- und Mittelstrecken-Einsätze.

The Clone Wars

The Clone Wars ist Kanon, die Thrawn-Trilogie und die alte Lore sind es nicht. Doch bereits zum Beginn des neuen Kanons sind Stealthschiffe ein fixer Bestandteil davon.

In der Schlacht um Christophsis nutzte die Republik ein Stealthschiff, um die Belagerung des Separatisten-Admirals Trench zu durchbrechen. Eigentlich war das Schiff jedoch dafür gedacht gewesen Hilfsgüter auf die Planeten-Oberfläche zu liefern.

Stealthschiffe mit funktionierenden Sensoren im Stealth Mode sind also Teil des Kanons, Thrawns "blinde" Stealth-Armada hingegen nicht. Doch wie man der entsprechenden TCW Folge entnehmen kann war das republikanische Stealthschiff nicht das erste seiner Art. Admiral Trench war derartigen Schiffen sogar bereits vorher begegnet. Und so hat sich wohl etwas alte Lore erhalten, denn Stealthschiffe soll es ja auch schon früher gegeben haben. Sie waren wegen der teuren Stygium-Kristalle nur selten finanzierbar. In den Klonkriegen ist das Stealthschiff von Christophsis sicher ein Prestigeprojekt gewesen, das sich vielleicht mit dem B-2 Stealth Bomber der USA vergleichen lässt. Das teuerste Flugzeug der Welt kostete umgerechnet eine Milliarde pro Stück und kann im Grunde auch nicht mehr als eine B-52 oder B-1. Doch er hat eben die Stealth-Eigenschaften die seiner Konkurrenz fehlt und das ist auch im Fall der Stealth Schiffe in Star Wars so.

Kleines Detail am Rande. Um ihre Waffen einsetzen zu können müssen Stealthschiffe sich enttarnen und die Tarnung wieder hoch zu fahren dauert immer etwas, man will ja die immens teuren Tarnfeldgeneratoren nicht überhitzen und beschädigen.

Stealthschiffe in The Old Republic

Tarnkappen-Technologie war eine imperiale Entwicklung. Persönliche Tarnfeldgeneratoren sind allgegenwärtig, Schurken nutzen sie genauso wie Saboteure und auf Dromund Kaas trifft man bereits einige Dutzend Kubaz Spione die sich auch einsetzen. Das erste Stealthschiff erleben Imperiale Agenten gegen Ende von Akt I im Einsatz und es ist ihr eigenes, das mit einem Tarnfeld nachgerüstet wurde. Das Tarnfeld wird einem zwar wieder abgenommen, doch es zeigt, dass diese Technologie für Sonderfälle bereits verfügbar wäre.

Einer der Gründe für den imperialen Entwicklungs-Vorsprung ist natürlich das Tarnfeld der Raumstation des Imperators. Doch gegen Ende von Akt II der Story des Jedi-Ritters gelangt die Republik in den Besitz der Baupläne dieses Tarnfeldes und hat diese sicher auch schon weitergereicht.

Nach dem dritten Akt verschlägt es alle Klassen noch Ilum, wo das Imperium eine ergiebige Quelle für tarnkappentaugliche Kristalle gefunden hat. Mit Minen auf Ilum hofft man seine nun nicht mehr ganz so geheime Tarnkappen-Technologie in Massenproduktion bringen zu können. Es gelingt dem Imperium sogar eine ganze Flotte mit Prototypen auszustatten. Doch Darth Malgus kaperte die Flotte, startet seinen Aufstand und stiehlt sich sogar mit der Raumstation des Imperators davon. Gegen Ende der Schlacht um Ilum gelangen Stealthschiffe in die Hände beider Seiten und Malgus Flotte wird zerschlagen. Es wird jedoch ingame nie geklärt was aus den Stelthschiffen wurde und wie das Imperium seine Stealth-Technologie entwickeln konnte.

Die Hintergrundgeschichte zu den stornierten Infiltratoren für GSF beleuchtet allerdings was passiert ist. Die Allianz des Imperiums mit den Chiss hat seinerzeit nie wirklich große Vorteile für das Imperium zum Vorschein gebracht. Fakt ist allerdings, insgeheim haben Chiss und Imperiale Tarnkappenschiffe entwickelt. Die Infiltratoren wären also ein Joint Venture. Und über den SIS (wohl aber auch die bereits erwähnten Kanäle in der Story) gelangte auch die Republik an die Baupläne dieser Tarnfelder.

Infiltratoren hätten das GSF-Getümmel nur oberflächlich verändert. Sie wurden mit einem vermeintlich übermächtigen Tarnfeld ausgestattet, das allerdings auch kein Schießen ohne Enttarnen erlaubte. Dafür wurde ihnen eine mächtige Nahkampfwaffe zugedacht, die sie zu Kampfschiff und Verteidigerkiller machen könnte. Spätestens wenn man sich enttarnt ist man jedoch auch für Minen erreichbar und ob man Minenfelder ungehindert durchfliegen könnte ist aus meiner Sicht zweifelhaft. Infiltratoren wären mit ihrer imba Bewaffung allerdings auch nicht anders aufgestellt als Flashfire und Sting. Burst-Laser und unschlagbare Cluster Raketen, die alle paar Sekunden abgefeuert werden können... man muss mit ihnen ja auch nur nahe genug rankommen und kann schon seinen Abschuss kassieren. GSF wo drei von vier Klassen imba sind und man sich als Kampfbomber aka Strike Fighter eigentlich nur ärgern kann. Aber vielleicht bufft 3.0 ja ausgerechnet den Striker.

Kommentieren