Server-Transfers als Testlauf für Serverzusammenlegungen?
90 Kartellmünzen für einen Server-Transfer sind ein grandioses Angebot und ich kann die Nutzung nur empfehlen, sofern man Bedarf danach hat. Doch warum ist BioWare plötzlich so großzügig und bietet uns fast Gratis-Servertransfers? Da steckt doch etwas dahinter.

Der Preis von 90 KM ist lächerlich gering und steht nur noch eine Spur über Gratis-Transfers. Wer bisher schon einen Transfer in Betracht zog hat nun eine Chance dazu. Die spannende Frage ist aber, wie viele Spieler diese Gelegenheit nutzen werden. Bis zum Massen-Exodus der letzten Spieler von Geisterservern ist alles möglich.

Die Migrationsbewegungen werden jedoch vermutlich aufgezeichnet. BioWare drückt sich seit einem halben Jahr um eine Erklärung, was besser als Cross-Server sein sollte. Ende 2014 klang die Antwort nach Server-Zusammenlegungen, auch wenn das zuletzt 2012 der Fall war. Seit der Stilllegung von Shadow Realms dürften einige führende Köpfe aus SWTORs Release-Zeiten wieder am Spiel mitarbeiten, nachdem sie es 2012/13 zu Gunsten von Shadow Realms verließen. Basierend darauf vermute ich auch mal, dass sich das Vorgehen bei den Zusammenlegungswellen 2012 wiederholen könnte.

2012 gab es vor der Schließung der Kleinserver eine Welle von Gratis-Transfers. Man konnte selbst wählen, wen man auf den neuen Server mitnimmt usw. Die alten Server wurden daraufhin geschlossen. Damals gab es jedoch klare Anweisungen welche Server übrig bleiben würden und das ganze wurde mit Ursprungs- und Zielservern bezeichnet. Derzeit könnte man auch von einem bevölkerrungsreichen auf einen Geisterserver wechseln. Auf jeden Fall erhält BioWare aus der ganzen Affäre wichtige Daten wohin sich die Leute bewegen, wie viele Chars sie mitnehmen und welche Auswirkungen das auf die Infrastruktur hat.

Die Wartungsarbeiten am Transfer-System im Mai (mit mehrwöchigen Ausfällen) ergeben nun Sinn, man hat sich wohl auf einen möglichen Ansturm vorbereitet.

Wenn es zu Serverzusammenlegungen käme, dann wohl erst mit Fallen Empire im Oktober. Bis dahin wird man Daten sammeln und vermutlich weitere überlange Wartungsarbeiten wie heute (12 Stunden) durchführen. Zunächst will man aber wohl erst einmal wissen, was die Hotspots in Sachen Migration sind. Welche Server und Servercommunities sind anziehend, welche sind Absiedlungsgemeinden?

Wie 2012 würde man uns nicht schon Monate im Voraus den bösen Masterplan bekannt geben, sondern erst wenn es an der Zeit ist. Das PVP-Update 3.3 und das PVE-Upgrade in 4.0 wirken ganz danach, als würden sie die Rahmenbedingungen für einen Bevölkerungszuwachs bzw. eine Revitalisierung der verbliebenen Community schaffen. Es fehlt nur eines: die größere Bevölkerung und diese könnte man durch Zusammenlegungen schaffen. Das ganze hat nur ein PR-Problem, die notwendigen Server-Schließungen lassen sich unter keinen Umständen gut verkaufen. Man muss meiner Ansicht nach einen Weg finden den für die Zusammenlegungen notwendigen Schließungen den passenden Spin zu geben.

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