Status-Update: Der Aufstand gegen Zakuul
Was haben wir seit Kapitel III überhaupt schon erreicht? Wie groß ist der Schaden, den die Allianz bis dato anrichten konnte? Fragen die ziemlich wichtig sind, wenn man sich Hoffnungen macht, dass man irgendwann tatkräftige Schützenhilfe von den alten Fraktionen erhalten wird.

Bis Kapitel IX

Lana Benikos Befreiungsaktion auf Zakuul ist politisch höchst brisant und hatte eine planetenweite Fahndung zur Folge. Auch Zakuuls Statthalter in den entlegenen Winkeln der Galaxis aka der eigentlichen Galaxis, dürften über die Flucht des Outlanders informiert sein. In Kapitel VII wurde sogar die Öffentlichkeit via Arcanns Holoansprache über die Gegenwart des Outlanders informiert. Man scheint also sehr genau zu wissen wer der Outlander ist oder zumindest was dieser getan hat. Für die Welt ist der Outlander vor allem der vermeintliche oder tatsächliche Mörder Valkorions und wenn man auf seiner Flucht auch einen Sonnenreaktor explodieren lässt, dann wird man auch wegen dieses terroristischen Verbrechens gesucht. Der Mörder Valkorions muss aber noch keine politische Führungsgestalt sein und auch seine Fähigkeiten als Kommandant sind völlig offen. Die Flucht macht einen noch kaum zum Hoffnungsträger einer Galaxis. Der Besitz der Gravestone und das Durchbrechen der Ewigen Flotte geschieht abseits des Auges der Öffentlichkeit und kann sehr gut verschwiegen worden sein.

Die Rückkehr nach Zakuul in Kapitel VII beweist, dass der Outlander wirklich mutig ist. Arcann intensiviert die Fahndungsmaßnahmen auf Zakuul und spannt dazu auch die Heralde von Zildrog als Hilfspolizei ein. Offiziell wird man immer noch als Terrorist verfolgt und als Mörder des guten Kaisers Valkorion darf man nicht auf die Kooperationsbereitschaft der Bevölkerung hoffen. Der Kampf mit den Heralden mag den Outlander kurzfristig zu einer Heldenfigur gemacht haben, doch das ganze führt auch nur einem Machtwechsel bei den Heralden.

Die Schlacht in Kapitel VIII ist ein Rückzugsgefecht für die künftige Allianz. Man wehrt Arcann allerdings erfolgreich ab und dieser Erfolg wird laut Lana zum Grund, warum sich in Kapitel IX plötzlich zahlreiche ehemalige Imperiale und Republikaner zu einer Allianz formieren. Tatsächlich bietet man Arcann die Stirn und je nach Entscheidung kommt es zu einem Unentschieden. Offiziell wurde der Outlander zwar vertrieben, aber die Ritter von Zakuul mussten einen hohen Blutzoll entrichten.

Kapitel IX handelt davon, wie die ersten Abenteurer sich entschlossen haben nach Odessen zu kommen und für die Allianz zu kämpfen. Dass man willig ist gegen Arcann zu kämpfen und das bewiesen hat ist bereits Grund genug einige Todesmutige anzuziehen. Erfolgsversprechend ist die Allianz noch nicht. Man hat eine Widerstandszelle gegründet, doch die Großmächte sehen diese wohl eher als etwas an, das bald ausgelöscht werden könnte.

Kapitel IX+

Nach Kapitel IX beginnt man den durchaus optionalen Sternenfestungs-Story Arc und das Sammeln von neuen Gefährten. Man rekrutiert allerdings noch außerhalb der ehemaligen Fraktionsgrenzen. Die sechs befreiten Planeten sind hinsichtlich ihrer politischen Bedeutung jedoch sehr unterschiedlich. Auf Hoth waren Truppen beider Fraktionen stationiert, wie auch ein Kontingent der Sith und zahllose Piraten. Belsavis war ein Gefängnis der Republik, das ich auch als republikanische Welt gezählt hätte. Alderaan war einmal eine republikanische Welt und beide Großmächte unterhielten hier eine Garnison, um ihren Kandidaten in der Thronnachfolge zu unterstützen. Tatooine besaß zwar keine ausgeprägte Präsenz der Republik, aber es gab zumindest einen imperialen Außenposten, da der Planet wegen seiner Abgeschiedenheit und Beschaffenheit als Waffentestgelände höchst interessant war. Auf Voss unterhielten beide Fraktionen Botschaften, doch da man sich hauptsächlich mit den Gormak einlässt bedeutet der Erfolg hier so gut wie gar nichts. Nar Shaddaa war ebenfalls eine Welt auf der beide Fraktionen auch militärische Präsenz zeigten. Shadow Town war ein imperiales Gefängnis, doch nach Makeb wechselten die Hutten in das Lager der Republik. Die Frage ist wohl was dann aus Shadow Town wurde. Kriminelle Syndikate gibt es hier ebenso wie auf Tatooine, doch vor allem wirbt man wohl um die Gunst des Huttenkartells, das durch die Ewige Flotte wirtschaftlichen Schaden erlitten hat.

Die Zerstörung der Sternenfestungen ist meiner Meinung nach der größte Erfolg der Allianz. Hiermit beweist man wie schlagkräftig man mit seiner Guerillakriegsführung sein kann. Zudem braucht man für die Festungen weder seine gesamte Streitmacht, noch Valkorions Hilfe. Mit den Daten der Allianz könnten auch lokale Widerstandsgruppen, angespornt durch die Erfolge der Allianz, damit beginnen den Rest der Sternenfestungen gewaltsam zu demontieren. Mit der Zerstörung jeder Festung wird ein Planet befreit und der geregelte Schiffsverkehr kann wieder aufgenommen werden. Damit könnten auch bisher isolierte Ex-Gefährten wieder frei kommen. Doch noch gibt es keine offiziellen Rekrutierungsbüros für die Allianz, was nach Kapitel X auch etwas problematisch wäre.

Nebenbei gewinnt die Allianz namhafte Verbündete. Vor allem die Warstalkers/Kriegspirscher, unter Qyzen Fess, stellen eine schlagkräftige Ergänzung für die Allianz dar. Man hat die Reste von Kephess Armee eingesackt und diese um Gormak-Clans ergänzt, die alle keine Angst davor haben jemandem mit Lichtschwert entgegen zu treten. Qyzen und sein Heer sehen im Outlander außerdem den neuen Herald der Zählerin/Herald of the Scorekeeper, einer religiösen Führungsfigur. Für Qyzens Anhänger ist der Dienst in der Allianz so etwas wie die Teilnahme an einem Kreuzzug. Mit jedem Sieg und getöteten Feind stellen sie das verlorene Gleichgewicht wieder her.

Kapitel X

Die neuerliche Anschlagserie auf Zakuul und das Bündnis mit Kaliyo machen den Outlander erneut zur Schlagzeile. Und egal wie man sich entscheidet, Kaliyo zerstört das Droidenkontrollsystem, womit das öffentliche Leben auf einige Wochen hin lahm gelegt sein dürfte. Chaos ist die Folge. Plötzlich spürt man den Krieg auch auf Zakuul. Für die Allianz wäre das ganze ein propagandistischer Sieg. Man ist ohne Truppen direkt ins Herz der zakuulischen Infrastruktur spaziert und hat jedes Droidentaxi im Umkreis von 100 km lahm gelegt. An der Seite von Kaliyo beweist man einmal mehr, dass die Allianz als Guerilla-Bewegung durchaus in der Lage ist Zakuul zu schaden.

Arcanns Bemühungen die Allianz auzustöbern führen allerdings auch dazu, dass fünf unschuldige Welten bombardiert werden. Man kann darauf auch mit dem Wunsch reagieren, sich öffentlich als ohne Verbündete zu outen, damit Arcann nicht mehr wahllos mögliche Sympathisanten ermordet. Doch wie Lana schon sagt, man kann die Leute nicht daran hindern, der Allianz fern zu bleiben. Arcanns Vergeltungsmaßnahme sprengt jedoch den Rahmen dessen was sich als gerechtfertigt verkaufen ließe. Mit seiner übertriebenen Härte wirkt Arcann verzweifelt und genau das dürfte allmählich das Interesse möglicher Verbündeter wecken.

Kapitel XI

Als sich Aric Jorgan nach Zakuul begibt hat er zumindest schon von der Allianz gehört. Er scheint zwar nichts genaues über die Erfolge der Allianz zu wissen, doch das dürfte bei SID-Agenten wie Jonas Balker oder Kanzlerin Saresh schon anders sein. Mit Havoc Squad/dem Chaostrupp gewinnt die Allianz ein mächtiges Propaganda-Symbol. Die Befreier Alderaans kämpfen nun gegen Arcann. Und die späteren Erfolge des Squads unter dem Trooper zählen natürlich auch. Man hat eine Superwaffe zerstört, den ungeschlagenen General Rakton bezwungen und handstreichartig Corellia eingenommen. Und zwischendrin bewies Havoc immer wieder, dass es das beste Squad der gesamten Republik ist. Es hat schon seine Vorgängerformationen und auf Rishi sogar seinen Nachfolger geschlagen, denn das Original ist immer das beste.

Mit Jorgans Hilfe platziert man eine Wanze in einem Außenposten der Ritter von Zakuul. Nun besitzt man Zugang zur Kommunikation des Ewigen Imperiums und genaue Baupläne seiner Städte. Außerdem beginnen sich nun die verbannten Sumpfbewohner zu wehren. Alle Grundlagen für einen erfolgreichen Guerillakrieg sind geschaffen. Nur öffentlich will man all das noch nicht machen.

Kapitel XII

Mit Jorgans und Kaliyos Einsatz auf Zakuul hofft die Allianz schlagartig die Ewige Flotte zu eliminieren. Wozu auch die Gravestone einsetzen, wenn man einfach den Stecker ziehen kann. Sollte die Operation gelingen wäre der Krieg fast vorbei. Zakuul wäre geschlagen und müsste schleunigst wieder menschliche Crews entsenden, um Schiffe der Ewigen Flotte zu bemannen. Gleichzeitig könnte die lahm gelegte Flotte im Stil der Katana-Flotte nun jedem in die Hände fallen, der die Mannschaften dafür entbehren kann. Nachdem Zakuul im letzten Krieg die Flotten von Republik und Imperium zerstört hat gäbe es wohl einige arbeitslose Raumfahrer.

Egal ob man sich für einen Hackerangriff auf die Flotte entscheidet oder Jorgan beordert die Sendestationen zu zerstören, die Mission endet in einem Desaster. Nun gilt es darum die beiden Teams von Zakuul zu retten.

Kapitel XIII

Das nächste Kapitel wird sich mit den Folgen der Mission aus Kapitel XII beschäftigen und es wird eine Möglichkeit geben Kaliyo oder Jorgan für eine Befehlsverweigerung zur Rechenschaft zu ziehen, sollte man dem B-Team die Rettung des A-Teams verweigert haben. Man wird sich nach neuen Zielen umsehen müssen.

Gault Rennow bietet einem ein solches neues Ziel. Der On-again-off-again-Ex von Hylo Visz bietet der Allianz eine andere große Chance an, um Zakuul den Wind aus den Segeln zu nehmen. Ein Einbruch in Zakuuls Schatzkammer soll die Staatskasse des Ewigen Imperiums leeren. Allerdings stellt sich da natürlich die Frage, ob das überhaupt Sinn macht, da Zakuul ohnehin Tributzahlungen erhält und man wohl kaum die gesamte Staatskasse irgendwo in einem Tresor bunkert. Selbst wenn dem so wäre, wie soll man zig Billionen abtransportieren, wenn nicht mit einer eigenen Schatzflotte? Ich vermute Gault meint die nationalen Goldreserven oder etwas ähnlich und selbst diese wären enorm. Vermutlich steckt aber genau deshalb auch ein Stapler-Mount im Plünderer-Allianzpaket.

Hier ist SWTOR wohl doch mehr Fantasy als Science Fiction und es wird wohl eine klassische Schatzkammer mit einigen Trophäen und Dingen zum Bestaunen geben. Vielleicht kann man sogar das eine oder andere Item einstreifen, wie in Kapitel XII in Sateles Raumschiff? Ich hoffe es zumindest.

Zakuul lässt sich seine Tribute in Rohstoffen auszahlen und das ist gut so, denn mit dem Verlust der Staatskasse kann man so zumindest weiterhin Skytrooper bauen, um rebellierende Staatsbedienstete über den Haufen zu schießen und durch Droiden zu ersetzen. Die harte Wahrheit ist, dass Zakuul den Verlust des Staatsschatzes wohl überleben würde, auch wenn das Leben für manche härter würde. Vor allem wird Zakuul ja als Gesellschaft beschrieben, in der die Mindestsicherung einem mittelhohen Einkommen entsprechen sollte. Da man auf Zakuul nicht arbeiten muss hat man mehr Zeit für religiösen Fanatismus, Holodramen oder Arena-Kämpfe. Credits und Blutsport sind das neue Brot und Spiele.

Gut, dass sich der Ewige Thron bereits außerhalb der Atmosphäre befindet, denn zumindest unterhalb der Stratosphäre dürfte es nach einem Staatsbankrott sehr ungemütlich werden. Die Bürger Zakuuls würden allmählich auch jeden verbliebenen Rest an Vertrauen in Arcann verlieren, der umso härter gegen sein eigenes Volk durchgreifen müsste, um die Aufstände zu unterdrücken. Der Ruf nach einem Sturz Arcanns könnte umso lauter werden. Nur vorsicht, nach wem man da ruft...

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