Donnerstag, 28. April 2016
Wenn BioWare Games bewegen


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Der Zakuul Walker-Mount wird BoL
Eternal Empire Recon Walker | 04.27.2016, 04:27 PM
Hey folks,

I wanted to pass on some information regarding a change to the Eternal Empire Recon Walker that is coming in Game Update 4.4. Currently, the Walker is a rare drop from The Exarch in Star Fortresses. We are making two changes to the mount. First, the Walker will now also be a rare drop from the Eternal Championship. Second, we are changing the item from Bind on Equip to Bind on Legacy. If you have an active GTN sale at the time of 4.4's release, this will behave normally. However at the time of sale or expiration, the item will become Bind on Legacy.

Thanks everyone.

-eric


Korrektur:

Eternal Empire Recon Walker | 04.27.2016, 05:26 PM

I misspoke slightly (and will correct my post above). The Walker will not drop from the Eternal Championship, but it is purchasable for currency which drops from it. Additionally, the Walker will still drop from Star Fortresses and is now BoL.

Apologies for any confusion, thanks everyone.

-eric

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Weder Jedi noch Sith: Rebels und die mögliche Rückkehr von Ashara Zavros
Seit ihrem Auftritt am Ende der ersten Staffel von Star Wars Rebels ist Ahsoka Tano wieder in aller Munde und nun war ihrem Story Arc in der zweiten Season von Rebels ein sehr kryptisches Ende beschieden. Ahoka lives! Der Schlachtruf der Ahsoka-Fangemeinde erklingt von Neuem. Und im Spätsommer/Herbst könnten einige offene Fragen zu Ahsokas Leben in Romanform gelüftet werden, denn dann wird E.K. Johnstons Ahsoka-Roman erscheinen.

Was mich an diesem Buch und Ahsokas Rebels Auftritt besonders fasziniert ist Ahsokas Status als Nicht-Jedi. Sie hat den Orden verlassen und betonte immer wieder, dass sie nun keine Jedi mehr ist. Aber was bedeutet das? Die Serie gab mir zumindest keine ausreichende Antwort auf diese Frage und ich hoffe der Roman kann es. Nach Christie Goldens Ventress-Roman Dark Disciple habe ich große Hoffnungen, denn Golden schaffte es sehr gut auf Basis der unveröffentlichten TCW-Drehbücher über Ventress Ende den Status der Ex-Sith und Ex-Nachtschwester zu klären. Die Kopfgeldjägerin Ventress mit ihrem gelben Lichtschwert war eine faszinierende Persönlichkeit.

Mich faszinieren graue Charaktere und Organisationen die abseits der simplen Zuordnung zu Sith und Jedi stehen, deshalb freue ich mich auch auf mehr Details über die Ritter von Ren oder neue Machtnutzer-Gruppierungen aus den Sequels. Vielleicht spielt da auch meine Jugend eine Rolle, denn ich bin in einer sehr mutlikonfessionellen Umgebung aufgewachsen, in der die Religion (damals dachte man nur an die Extra-Feiertage oder den kurzweiligeren Religionsunterricht) des Nächsten deutlich besser wirkte als die eigene. Und irgendwann habe ich mich einige Jahre für Religionsgeschichte interessiert, wovon auch einige Eindrücke bei mir hängen geblieben sind.

SWTOR bietet mit Ahsara Zavros eine Togruta die das beste aus zwei Welten verbinden kann. Sie war eine Sith-Schülerin wie Asajj Ventress und eine Jedi-Padawan wie Ashoka Tano. Sie war vielversprechend und eine Jar'Kai-Anwenderin. Ashara kann einen Weg zwischen beiden Pfaden gefunden haben, ohne dabei esoterische oder philosophische Verrenkungen vollführen zu müssen, die einigen vielleicht missfallen werden (ganz diplomatisch formuliert). Ashara war beides und nun ist sie keines von beidem. Zu was macht sie das? In meinen Augen, zu einer interessanten Persönlichkeit.

Asharas größer Fehler war ihr Tatendrang. Sie wollte handeln, sie wollte lernen und die Jedi hielten sie zurück. Sie war stolz auf ihre Fähigkeiten und wollte diese eben einsetzen, doch die Jedi zwangen ihr zunächst eine philosophische Unterweisung auf. Ashara war unreif und ihre Meister wollten ihr einen Weg zeigen, wie sie reifen konnte, doch damit trieb man die junge Jedi in die Arme Lord Kalligs. Kallig kam nach Taris und nutzte Asharas Schwächen zu seinem Vorteil aus. Und der Rest ist Geschichte, eine Geschichte die BioWare ziemlich kanonisch aufgezogen hat. Egal was man tut, es scheint so als wäre Ashara nie von ihren Jedi-Idealen abzubringen gewesen. Wenn man sie heiraten möchte will sie das sogar erst tun, wenn sie eine formelle Genehmigung des Jedi-Rats besitzt. Und die Kinder möchte sie auch mit ihren Jedi-Werten vertraut machen. In ihrer Fallen Empire-Abschiedsmail bezieht Shara aber schließlich Stellung und legt die Karten auf den Tisch. Sie hat durchaus einiges von den Sith gelernt und angenommen, aber anstatt zur Sith zu werden ist sie nun etwas völlig anderes.

Shara ist keine schlechte Person und der Inquisitor konnte auch keine aus ihr machen. Ash war aber relativ unreif und nach 10 Jahren könnte sie nun doch zu einigen Einsichten und Ansichten zu ihrem Leben gelangt sein, die sie bei ihrer Rückkehr sehr viel reifer wirken lassen. Es mag an der Stimme Azura Skyes gelegen haben, doch ich empfand Shara ursprünglich als einen rebellischen Teenager, der auf Taris einen wirklich blöden Fehler begangen hatte und sich nicht traut nach Hause zurückzukehren, weshalb sie sich lieber Lord Kallig angeschlossen hat. Für Shara könnten ihre Jahre als Sith-Schülerin am Ende durchaus noch als Jugendsünden zu verbuchen sein. Ich habe mich bei Jaesa und Ashara immer gefragt, ob diese nicht irgendwann einen Moment der Reue empfunden haben könnten. Irgendwann und irgendwo muss sie doch einmal das Heimweh gepackt haben. Der Krieger und Inquisitor haben aber als Fixpunkte in ihren Leben fungiert, sie gaben ihnen Halt und genau dieser Halt brach vor 5 Jahren einfach weg. Wenn ich es so betrachte, dann kann ich nicht anders, als mir Jaesa Willsaam so vorzustellen, dass sie wohl neuerlich vom Weg abgekommen ist, egal welcher das war. Ich glaube an eine graue Jaesa.

Zumindest im Original gibt es mittlerweile eines konsistente Bezeichnung für Machtnutzer die keinen Orden mehr angehören: "Force wielder". Ashara Zavros ist dank Fallen Empire nun ein "Force wielder", genauso wie Rebels-Maul, Rebels-Ahsoka, Dark Disciple-Ventress und wen ich auch immer vergessen habe.

In der Lore von The Old Republic ist die gute alte Shara bereits durch ihren Mentor zu einem Revan-Wiedergänger geformt worden. Ashara hat beide Seiten der Macht studiert und auch wenn man sie vorwiegend als Jedi betrachten könnte, Revan war als Jedi-Kriegsheld nicht völlig anders. Er dürfte die Sith-Lehren schon alleine deshalb studiert haben, um mögliche Erkenntnisse daraus zu gewinnen und bei der Begegnung mit den "wahren Sith" vorbereitet zu sein. In all seinen Metamorphosen blieb uns Revan immer als jemand in Erinnerung der beide Seiten der Macht zu nutzen verstand. Genau das könnte Ashara wiederfahren sein.

Anders als Ahsoka Tano wurde Ashara beigebracht die dunkle Seite zu nutzen. Sie diente einem dunklen Lord der Sith und das hat sie verändert und geprägt. Im Gegensatz zu Ahsoka verließ Ashara den Sith-Orden und blickte nicht zurück. Wenn wir Ashara wiedersehen erwarte ich nichts anderes, als dass sie zwei verschiedenfärbige Lichtschwerter tragen wird. Blau und rot, genau wie Anakin in Episode III. Ahsoka trug hingegen zwei weiß-silberne Lichtschwerter, die laut Dave Filoni zeigen sollten, dass sie "farblos" geworden war. Ahsoka war keine Jedi mehr, aber sie liebäugelte nicht einmal mit den Sith. Sie verlor ihre Farbe, ohne eine neue anzunehmen. Außerdem hat die Macht Ahsoka ihre Farbkristalle zugewiesen, während Asajj Ventress ihr gelbes Lichtschwert entweder, gestohlen, gekauft oder anderweitig erhalten hat. Man darf auch nicht vergessen, dass Ventress ebenfalls ursprünglich als Jedi-Padawan ausgebildet wurde, bis ihr Meister starb. Ventress kannte ebenfalls beide Seiten der Macht und ich würde nicht ganz ausschließen, dass ihr die Macht einen gelben Farbkristall zugespielt hat. Die Wege der Macht sind unergründlich.

Man mag Ashara zwar mit Ahsoka vergleichen, doch von ihrem Lebenslauf her ist ihre Karriere der von Asajj Ventress ähnlicher. Ventress wurde von einer Padawan zur dunklen Jedi und schließlich zur Sith-Schülerin. Von der Sith-Schülerin wurde sie zur Ex-Sith, dann zur Nachtschwester und schließlich verdiente sie ihren Lebensunterhalt als Kopfgeldjägerin. Ventress Lebenslauf ist sogar noch schillernder als Ahsokas und der entscheidenste Unterschied kommt von ihrer Zeit als dunkle Jedi, die Rache für den Mord an ihrem Meister übte. Ventress verdammte den Jedi-Orden, der ihren Meister für tot erklärt hatte und ihn somit im Stich ließ. Sie fühlte auch keine Loyalität zu einem Orden, dessen Tempel sie nie betreten hatte. Ventress wurde von ihrem Meister abseits Coruscants aufgezogen, in etwas was sich nur mit einem Exil vergleichen ließ. Ashara hatte hingegen doch eine gewisse Bindung zu den Jedi und wechselte mit wehenden Fahnen von den Jedi zu den Sith, ohne allerdings der dunklen Seite zu verfallen.

Ashara war zumindest in ihrer Gefährtenstory nur dem Namen nach eine Sith. Alles was sie zur Sith machte war ihr Sith-Meister, denn tatsächlich praktizierte sie als Sith-Schülerin immer noch ihre Jedi-Ideale. Ashara macht es einem nicht leicht sie zu bewerten, denn man kann sie durchaus auch als eine Jedi sehen, die gezwungen war den Sith-Orden zu infiltrieren und dabei eine schreckliche Performance ablieferte. Es dürfte bisher wohl keiner mit Überzeugung von Ashara als Sith gesprochen haben. Die Lehrjahre unter einem Sith-Lord haben ihre Jedi-Ideale sicher beschädigt und sie hat einiges gelernt, aber ich befürchte doch, dass man sie bei ihrer Rückkehr nur zu einer etwas grauen Jedi machen wird.

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Lowbie-PVP: Auch Jesus konnte nur auf Wasser laufen
Und nicht unverbrannt durch Feuer. Oder unbeschadet über Säurebäder.

Lowbie-PVP ist in ähnlichem Maße wie Lowbie-PVE eine Welt für sich. Man mag auf Maxlevel darüber fluchen wie sich manche Mitspieler verhalten, doch soweit unten wissen es viele auch nicht besser und können auch noch das Argument vorschieben, doch nur etwas ausprobieren oder ihren Spaß haben zu wollen. Wenn ich mich wie in den letzten Wochen in Lowbie-PVP stürze, dann sehe ich einigen meiner Mitspielern ihr Unvermögen nach. Man kann auf Level 10 oder 12 noch nicht das leisten, was jemand mit Level 40 tun kann, schlicht weil einem die Skills fehlen. Und das können sowohl tatsächliche Kampffähigkeiten, als auch persönliche Skills sein. Wer gerade erst Unterbrechen erhalten hat und laut seinen Achievements noch unter 2000 liegt wird wohl keine Ahnung haben was mit unterbrechen gemeint ist. In der Anfangszeit 2011 und 2012 war das noch anders, denn damals warb SWTOR MMO-Veteranen an, von denen aber nur sehr wenige im Spiel geblieben sind, wie ich damals noch live miterlebte. Die neuen Generationen sind nicht zwangsläufig erfahrene MMO-Spieler oder mit klassischen RPGs vertraut, sie interessieren sich vielleicht für Online-Games oder Star Wars und sind deshalb mit dabei. Ich lege jedoch lieber die Haltung an den Tag den Newbies erst einmal zu misstrauen. Anderenseits neige ich dazu meine Gegner gerne mal auszuspionieren und Newbies sind ideal dafür Kills zu farmen, so gemein das auch klingen mag.

Im Lowbie-Bereich (10-40) muss man Geduld und eine gewisse Abgebrühtheit mitbringen, Trottellotto kann hier häufiger auf ein Team-Setup zutreffen als Glückswürfe. Die verschiedenen Skill-Level sind auch etwas das einiges an Bewegung ins Spiel bringt. Ohne den nötigen Level und die nötigen Skills sind einem gewisse Klassen einfach schutzlos ausgeliefert und umgekehrt vermisst man essentielle Skills. Das ganze erinnert mich aber sehr stark an GSF, denn auch dort macht einem die bessere Ausrüstung zu einem besseren Spieler, auch wenn man vom persönlichen Skill her mit seinem Gegner gleichauf wäre. Ein Stun mehr oder weniger kann mir den Sieg in einem Arena-Duell einbringen. Als GSF-Veteran fühle ich mich im Lowbie-Bracket irgendwie heimisch. Mitspieler die ins Kreuzfeuer eines feindlichen Scharfschützennests laufen, mit roten Power-Ups auf Odessen die eigenen Nodes deaktivieren und Deffer die weit weg von ihren Geschützen anzutreffen sind. Auch in GSF konnte jeder rein und vor allem war GSF bereits ab Level 1 zugänglich. Am einfachsten hat man es in den 30ern, weil man dort langsam auch die "richtigen" Skills erhält. Die gesammelte Selbstheilung meines Hüters brachte mir auf Odessen sogar einmal einen Punkt für das 300k Heilungs-Achievement ein.

Aber warum tut man sich diesen Wahnsinn überhaupt an, in dem man seinem eigenen Team misstrauen muss, am Level seines Gegners scheitern kann und übelste Niederlagen erleben kann? Weil es Spaß macht mal auch auf der anderen Seite zu stehen und die "Noobs" zu dominieren. Und weil es Conquest-Punkte gibt. Im Gegensatz zu Endgame-PVP erreicht man das Ziel der Lowbie-Weekly bereits bei 5 PVP-Matches (im Gegensatz zu 15) und dank Odessen gibt es die Möglichkeit auch die Weekly der anderen Fraktion zu erhalten (man kann Weeklys und Dailies im Team teilen, auf Odessen auch mit Reps bzw. Imps). So kommt man deutlich einfacher und schneller an die Conquest-Punkte für die PVP-Weekly und das unter Umständen auch zweimal. Bei 15 Matches ist es fraglich, ob man überhaupt alle 15 braucht, um das meistens auf 20.000 Punkte angesetzte wöchentliche Conquest-Ziel zu erreichen.

Conquests sind im Lowbie-Bereiche sehr interessant weil sie unabhängig vom Level immer ein 25.000 Credit-Item, ca. 130.000 EP und ein weiteres Conquest-exklusives Material einbringen, welches sich für bis zu 400.000 Credits im Handelsmarkt verkaufen ließe. Lowbie-PVP lohnt sich, zumindest aus meiner Sicht. Außerdem hat man hier als 30er auch oft die Chance Kill-Achievements zu farmen, weil Lowbie-Heiler nicht die Mittel haben ihr Team zu retten. Zumindest erkläre ich mir so die Empfehlung, dass sich die 50.000 Kills für "Menschenjäger" am einfachsten im Lowbie-PVP erfarmen ließen. Dafür gibt es aber auch eine geringere Bevölkerung im Lowbie-Bereich, denn irgendwann hat man 40 und rückt in die Mid Tier vor (40-64). Zu Zeiten wo ich als GSF-Veteran schon zittere und fürchte, es würden keine Leute mehr listen, läuft das Maxlevel-PVP immer noch. Zu den Stoßzeiten ist Lowlevel-PVP aber durchaus zuverlässig und wenn genügend Leutchen den Trick mit Odessen und den Dailies/Weeklies kennen würden wäre es auch ganz praktisch.

Lowbie-PVP hat mir in den letzten Wochen 11 Matrizen, einiges an Credits und auf zwei Chars auch Tapferkeit 40 eingebracht. Alles ziemlich nützlich und die PVP-Marken lassen sich auf 65 anstandslos in 204er Gear umtauschen, somit trifft man also auch Vorsorge fürs Endgame. Tapferkeit, Credits und Marken kann einem auch keiner mehr nehmen, insofern sehe ich Lowbie-PVP auch als Vorsorge. Gerade Tapferkeit 40 war für mich ein Ansporn, denn damit lassen sich die PVP-Gefährten in Fallen Empire rekrutieren, ohne dass man auch nur ein einziges Endgame-PVP-Gebiet besuchen muss (somit erspart man sich 20 weitere Kriegsgebiete). Die Credits sind natürlich auch nützlich, da man sich damit etwa wichtige Schnellreiseoptionen leisten kann, falls man diese dem Schnellreisen über die Festungen vorzieht. Und die Matrizen kann man entweder verkaufen oder eben für sich nutzen. Dank Game Update 4.1 sollten nun ja auch 220er Relikte mit ihnen craftbar sein.

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"Classic Conversations": Denn die wahren Abenteuer sind im Kopf?
Offen gestanden dachte ich bei meiner ersten Begegnung mit den Classic Conversations in 4.0 an einen Bug. Es schien mir so als wäre ich auf einen Teil des Spiels gestoßen, der noch nicht völlig fertig entwickelt war und daher nur eine Hälfte der Dialoge enthielt. So spielen also die Beta-Tester? Mit den halben Dialogen? Doch dem war nicht so und die Szenen mit den stummen Spielercharakteren blieben die Ausnahme von der Regel.

Warum das überhaupt so schockierend war? Im Rückblick beschönigt man vieles, weil man den Schock ja schon überwunden hat. Auf den ersten Blick muss man sich jedoch drastisch umgewöhnen. Man bekommt nur die Hälfte der Gespräche mit, denn man spricht kein Wort und nur die Reaktion des Gegenübers verrät uns wie die gewählte Dialogoption geklungen haben muss. Ich wage zu behaupten, dass uns so 50% der emotionalen Tiefe der meisten klassischen Gespräche verloren geht. Mimik, Gestik und selbst der Tonfall des Outlanders fallen völlig weg. Nur wenn man sich all das vergegenwärtigt kann man den Schock rekonstruieren, den man wohl bei der ersten Begegnung mit einer Classic Conversation empfunden hat.

Je höher das Level auf dem man sich befand, desto tiefer der Fall. SWTOR glänzt durch 8 verschiedene Klassen und insgesamt 16 Stimmen. Man kann sich seit 3.0 manche Dialogoptionen auch in genau diesen 16 verschiedenen Stimmen anhören. Dabei stößt man natürlich auf einige Unterschiede. Manch einer klingt im Vergleich fast lustlos oder als hätte er die falsche Emotion mitgebracht. Das würde einem sonst kaum auffallen, wenn man nur 1-2 Stimmen zur Auswahl hat. SWTOR multipliziert jedoch jedes Problem. Zumindest im Original werden die meisten Zeilen auch nicht einfach so heruntergerattert, sondern die Voice actors tun mehr als nur einen Text zu "sprechen", weshalb Sprecher in ihrem Fall nicht mehr ganz zutreffend und etwas herabwürdigend klingen würde. Jeder Künstler gibt seinen Zeilen einen eigenen Touch und bringt etwas ein, das den Zuhörer überrascht, weil man beim Lesen der gleichen Dialogzeile nicht unbedingt an die Darbietung, sondern nur an den Informationsgehalt denkt. Man kann meiner Meinung nach durchaus von schauspielerischer Leistung sprechen, die in die Dialoge The Old Republics einfließt und diese wird seit 1.0 mit jedem Addon auch visuell ansprechender ergänzt. All das geht einem in den Classic Conversations allerdings verloren. Diese sind sogar relativ statisch und bieten auch visuell kaum Veränderung. Es stehen zwei Charaktere herum und einer bewegt den Mund.

Harte Worte sind manchmal notwendig, um auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben. In Fallen Empire hat BioWare Austin das Level der Cinematics noch einmal drastisch angehoben, verglichen damit wirken sogar die 1.0 Dialoge fast schon hölzern. Umso stärker fällt nun der Kontrast zu den Classic Conversations auf, so als hätte man hier ein Element des Spiels, das einen 10 Jahre in die Vergangenheit zurück katapultiert. Verglichen mit KotOR sind die Classic Conversations ein relativer Fortschritt, aber dem Vergleich mit Fallen Empire halten sie nicht stand. BioWare hat in der Hauptstory auch noch einen großen Sprung vorwärts vollzogen, was die Qualität der VO-Arbeit betrifft. Schon Darin De Pauls Vorgänger als Sprecher des Imperators, Doug Bradley, war eine beeindruckende Stimme und hatte wohl einige Freiheiten beim Sprechen seiner Texte. Generell klingen nun alle Charaktere stimmiger als früher, insbesonders als in der 1.0 Ära. Es kommt deutlich seltener vor, dass eine Dialogzeile plötzlich in einem anderen Tonfall oder einer fast anderen Stimme gesprochen wird. Somit klingen die Dialoge kohärenter und als wären sie wirklich am Stück aufgenommen worden, während es gerade für Spieler-Charaktere in der 1.0 Ära einige Standardantworten gab, die immer gleich klangen (weil es die gleiche Aufnahme war) und so auch mal die Stimmung trüben konnten. Als ich zum ersten Mal Lana 4.0 zu hören bekam war ich begeistert. Man hatte sie sowohl visuell, als auch stimmlich deutlich aufgerüstet.

Und trotzdem

Als jemand der nach Kapitel XI wieder angefangen hat zu twinken, obwohl ich mir geschworen hatte das nie wieder zu tun, erlebe ich den Unterschied zwischen 1.0 und 4.0 Content immer wieder. Über die Jahre haben sich einige der Stimmen auch etwas verändert und so fallen mir manche Unterschied ganz krass auf, wenn ich zuvor die gleiche Klasse auf Korriban und dann auf Zakuul spiele. Solche Dissonanzen empfinde ich bisweilen auch als störend. Dazu kommt noch, dass ich einige Sprachausgaben als unpassend empfinde. So sind mir die männlichen Sith-Krieger deutlich zu sanft und der männliche Jedi-Ritter passt nicht ganz zu meinem aggressiven dunklen Ritter. Ich nutze die Original-Sprachausgabe wohlgemerkt, weshalb ich die deutsche nicht beurteilen kann und auch gar nicht mehr will, dafür stieß ich 2011 einmal zu oft auf die Stimme Doug Heffernans. Auch im Original werden viele Sprecher wiederverwendet, sogar Klassen-Sprecher tauchen in anderen Klassenstorys als NPCs auf, aber manche sind so gut, dass man es kaum bemerkt. Das einzige was mich also stört sind die hin und wieder unpassenden Stimmen für meine Charaktere.

Dazu kommen noch Fehler der Vergangenheit. Einige meiner Charaktere habe ich praktisch im Schnelldurchlauf gelevelt oder beim Leveln ganz bewusst den Ton abgedreht. So kommt es, dass ich bestimmte Stimmen nur bestimmten Charakteren zuordne. Mein heller Juggernaut ist daher für mich der einzige zu dem für mich die Stimme des Sith-Kriegers "passt", weil er sich in meinem Gehörgedächtnis durchgesetzt hat. Genauso ergeht es meinem mirilianischen Frontkämpfer. Er ist und bleibt für mich die Stimme des Soldaten. Mein ungleich länger und häufiger gespielter Kommando wuchs hingegen als mein einstiger GSF-Main ziemlich stumm auf. Der richtige Ton und ich, das ist ein heikles Thema. Ich gehöre zu meinem Leidwesen zu jenen die als Möchtegern-Casting-Agenten nach den besten Besetzungen für "ihre" Klassenstory suchen. Wenn ich von Dingen wie "meinem Soldaten" oder "meinem Hexer" spreche, dann schwingt da oft auch diese Bedeutung mit. "Mein Soldat" ist jener Frontkämpfer, dessen Name seit 2011 unverändert ist und der mir seither mit der Stimme Brian Blooms (mit dem mich auch dessen Liebe zum A-Team und sein anderer Job als Varric Tethras in Dragon Age verbindet) zur Seite steht. Brian Bloom war außerdem der Söldner-Bösewicht im vor einigen Jahren veröffentlichten A-Team-Remake. Soviel dazu, warum ich meinen dunklen Commando als Möchtegern-Söldner erdacht habe.

Für so einige meiner Twinks herrscht daher Maskenpflicht. Mein zweiter Jugger aka mein Kriegsherr ist derzeit mein Main was Fallen Empire betrifft und das obwohl seine Stimme "kanonisch" meinem hellen Jugger gehört. Aber ich finde für einen rationalen pragmatischen Rächer-Typen funktioniert sie auch, zumindest solange dieser seine Maske trägt. Dieser Selbstbetrug wirkt allerdings nicht auf Dauer, auch wenn ich dank verschiedener Stimmverzerrer kein Problem damit habe vier verschiedene männliche Kopfgeldjäger zu spielen. Mit der Stimme der Kopfgeldjäger bin ich derart zufrieden, dass ich mich generell nicht an ihr störe. Ich habe sie nie so persönlich auf einen einzigen Charakter zugeschnitten. Nur ewig lässt sich dieser Trick nicht anwenden.

Was tue ich also mit meinem dunklen Jugger, dessen Klasse, Story und Aussehen zwar passen, aber dessen Stimme in meinen Ohren völlig unpassend geworden ist? Ich neige dazu seine Dialogzeilen zu skippen bzw. mit lauter Hintergrundmusik zu übertönen. Faktisch lese ich also mehr und braue mir eine eigene Stimme in meinem Kopf zusammen. Gelegentlich klingt das Original doch durch, weshalb meine Kopfstimme für meinen dunklen Jugger ähnlich wie das Original, aber eben doch aggressiver und rauher klingt.

Stimmen im Kopf

Seit dem ersten Schock habe ich die Situation der Classic Conversations ganz gut überwunden und ich bin auch zur Erkenntnis gelangt, dass ich einige der Dialogoptionen in der Stimme meiner Charaktere lese, egal ob diese auf ihrer Originalstimme beruhen oder einer von mir erdachten Kopfstimme. Man passt sich an und kommt damit durch. Ich finde es trotzdem schade, dass man seine genaue Wortwahl nicht nachlesen kann. Sobald man eine Dialogoption wählt kommt bereits die Antwort auf diese. Natürlich wäre es weird seinen Charakter stumm zu erleben, wobei er doch den Mund bewegt und man einen Untertitel mit Volltext eingeblendet bekommt. Genau das wäre auch nicht klassisch, aber es stört für mich trotzdem die Atmosphäre der Classic Conversations. Mein Ärger kommt nicht daher, dass man sich 16 Vertonungen dieser Zeilen gespart hat, sondern dass man die Zeilen gleich mit eingespart hat. Die Gespräche innerhalb der Classic Conversations wirken umso einseitiger, weil man selbst "nichts sagt", egal ob in gesprochenen oder geschriebenen Worten.

Man kann nur hoffen, dass sich BioWare nach Season 1 von diesem Konzept verabschiedet und andere Wege sucht. Von mir aus kann man das ganze Feature auch völlig einsparen, sofern man dafür mehr Aufwand in die Kapitel bzw. die Rückholung alter Gefährten in diesen steckt. Trotzdem sind Nebenquests bedeutend, irgendetwas braucht man. Eine Möglichkeit wäre es die Rekrutierungsmissionen unpersönlicher zu machen, womit ich meine, dass man den Spielerdialog an einen NPC abgibt. Während Theron etwa im Sternenfestungs-Arc mit den Widerstandszellen verlagert, gibt er einem Anweisungen per Comm durch oder sendet Holobotschaften. Man könnte die Einseitigkeit dieser Nebenmissions-Dialoge auch kreativer nutzen. Es gab ja früher auch einige Nebenmissionen die man praktisch von Holoaufzeichnungen annahm und die Geschmiedete Bündnisse-Flashpoints bieten auch ein Voice Over Lanas und Therons. Man muss auch nicht allen 16 Klassen die gleichen Worte in den Mund legen, denn wenn man schon 16 Personen aka 8 Klassen eine Zeile sagen lässt, dann können das ruhig 8 verschiedene Zeilen sein. Ich bilde mir zumindest gerne ein, dass variierende Dialogzeilen kostenneutral wären. Die Autoren müssten sich halt für jede Klasse beispielsweise ein anderes "Verstanden, gehe jetzt rein" überlegen. Zumindest kann man davon träumen.

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