Montag, 23. Februar 2015
Swtor_miner enthüllt!


(Torocast Episode 232 - The Usual Suspects)

Quelle: http://www.twitch.tv/twonkhammer/b/628398208

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Werden Ziost & Co wieder mehr wie Makeb?
Die imperialen und republikanischen Erzählstränge sind auf Rishi und Yavin 4 praktisch gleich, während die Unterschiede auf Makeb dazu führten, dass der eine Strang als schneller und der andere als schwieriger betrachtet wurde. Die meiste Zeit liefen sich Reps und Imps auf Makeb auch nicht über den Weg und waren auf den gleichen Hochplateaus mit unterschiedlichen Aufgaben an verschiedenen Orten beschäftigt. Selbst die Dailies griffen diesen doppelten Entwicklungsaufwand auf und wurde viel entwickelt, von dem man als Spieler für gewöhnlich nur die Hälfte wirklich in Anspruch nimmt, von den Dailies die man einfach so liegen lässt spreche ich da noch gar nicht.

Die letzten 3 Monate erschienen mir Rishi und Yavin 4 als der Versuch Biowares den Produktionsprozess neuer Addons zu beschleunigen und das positive Feedback für gleichgeschaltete Daily-Gebiete aufzugreifen. Die Einsparungen in Hinsicht auf die Hauptplots der jeweiligen Fraktion klangen sogar nach einer guten Erklärung dafür, wie man aus heiterem Himmel doch plötzlich wieder 8 Klassenstories einbauen konnte.

Dann wurden Shadow Realms eingestellt, Courtney Woods zur Autorin befördert und ich sah mir das LinkedIn-Profil des ehemaligen SWTOR-Lead Writers Hall Hood an. Hood hatte zusammen mit Drew Karpyshyn am Imperator-Plot geschrieben und war für Schmuggler und Jedi-Ritter verantwortlich, er hatte sogar die Aufsicht über alle republikanischen Klassenstories inne. Dann wechselte Hood jedoch 2013 nach Makeb ins Shadow Relams-Team. SWTOR hatte bis dahin meistens sogar zwei Lead Writer, einen für die imperialen und einen für die republikanischen Klassen, nach Makeb ging die Aufsicht über beide Fraktionen in die Hand Charles Boyds über.

Wenn man sich die Credits zu GSF, GSH und SOR ansieht wird man Hall Hoods Namen nirgendwo nach 2.0 finden. Hoods letzte Arbeit an SWTOR war demnach wohl wirklich Makeb, für das er Ende 2012/Anfang 2013 noch fleißig Werbung machte ("ein Avengers-Ereignis in SWTOR"). Von da an bestand der hauseigene Autorenstab für SWTOR nur noch aus Boyd und Senior Writer Sean McKeever, was sich auch in den besagten Credits nachlesen lässt. Gelegentlich griff Boyd jedoch noch auf die Hilfe Alexander Freeds zurück, der als Lead Writer gekündigt hatte, um freischaffender Schriftsteller zu werden. Two and a half Writer...

Oktober 2014 nahm Hall Hood eine lange Auszeit von Social Media und ungefähr zu diesem Zeitpunkt dürfte auch das vorzeitige Ende von Shadow Realms absehbar geworden sein. Zu spät für eine Rückkehr zu SWTOR und wahrscheinlich noch etwas zu früh für die Mitarbeit an Ziost. Im Februar 2015 scheint Hood jedoch wieder mit von der Partie zu sein und übernimmt wohl die Aufgabe des Lehrmeisters für Courtney Woods.

Hall Hood als Lead Writer und möglicherweise mit diesem zu Shadow Realms gewechselte Autoren könnten der Grund dafür gewesen sein, dass man Rishi und Yavin 4 möglichst sparsam gestaltete, was die Fraktions-Story betraf. Ungeachtetdessen waren jedoch Klassenstories möglich und man fragt sich natürlich, ob hier einfach Ressourcen für diese abgezogen wurden (daher sind Imp und Rep-Story sich so gleich) oder ob man das beste aus der Situation machte und anstatt eines Versuchs Makeb zu wiederholen (wofür einem der vierte Autor fehlte) lieber einen Autor (Freed) ausschließlich für die Klassenstories einteilte, was auch den Koordinationsbedarf geringer ausfallen ließ.

Ziost und darüber hinaus

Bioware Austin ist meisterhaft im Recycling verworfener Designs und Ideen, wenn man das 2012-Leak mit dem Content seither vergleicht. Ziost gehört zu den Dingen, die 2015 aus diesem Recyclingprozess hervorgegangen sind, denn mit einer anderen Story wäre Ziost Teil eines Addons gewesen. Das verworfene Ziost wurde jedoch noch zu einer Zeit entwickelt, als Hall Hood Teil des SWTOR-Autorenteams war. Nun ist der geistige Vater Makebs wohl wieder zurück und damit dürfte wohl auch Ziost wieder mehr wie Makeb werden. Gleichzeitig scheinen 2015 vier anstatt zwei Autoren für SWTOR abgestellt zu sein, was einen erzählerischen Mehraufwand möglich macht. Mehr Story wurde für 2015 bereits angekündigt und mit vier Autoren (auch wenn Courtney noch in einer Junior-Position steckt) scheint wirklich die "Manpower" vorhanden zu sein, um dieses Versprechen erfüllen zu können.

Ende 2014 wurde auch bereits gesprochen, dass man die Konzeptphase für 4.0 natürlich bereits beginnen musste. Das muss nicht bedeuten, dass 4.0 schon Ende 2015 erscheint, sondern könnte auch darauf hinweisen, dass die Autoren (sie sind der Veröffentlichung ohnehin am weitesten voraus) bereits an Content für die nächsten beiden Jahre arbeiten. Selbst wenn Austin 2015/2016 wieder ein neues Projekt aufnimmt könnten die 2015 entworfenen Konzepte wie Ziost vor 3.2 ja eines Tages wiederverwertet werden, auch wenn sich ihre ursprüngliche Form verändert. Man könnte 2015 einfach Material für die Schublade entwickeln.

Während der Entwicklung von Makeb übernahm Hall Hood auch die Aufsicht über die imperiale Storyline und diese ist imho auch die beste in 2.0 gewesen, da hier Charakterentwicklung (als direkter Tie-in zu 3.0 und Yavin 4) stattfand, die man auf Seiten der Republik schmerzhaft vermisste. Hood als zweiter Lead Writer (zuständig für das Imperium) könnte diesen Trend fortsetzen und die noch aus 2013 stammende Ankündigung wahr machen, dass man "künftig" zwar keine Klassenstories, aber mehr persönliche Momente in den Plot miteinbauen möchte. Und das passt wie die Faust aufs Auge zu den Ausführungen der Produzenten-Roadmap.

Die Bedeutung von Makeb

Hall Hoods Vision für Makeb wurde in der jüngeren Vergangenheit vor allem im Epilog auf Yavin 4 aufgegriffen. Makeb wurde durch den aufgelösten imperialen Geheimdienst entdeckt und auf Yavin 4 wurde dieser wiederaufgebaut. Gleichzeitig brachte Yavin 4 auf Makeb begonnene Entwicklungen zu Ende, der Zorn des Imperators arbeitet jetzt für Darth Marr (wie auch der Kopfgeldjäger), der Inquisitor ist Marrs politischer Verbündeter und der Agent erhält endlich den ihm zustehenden Posten. Das nicht von Hood überwachte republikanische Makeb musste auf Yavin 4 nachgeholt werden, so wurden dort nun auch Beförderungen und neue Jobs verteilt.

Diese Klassen-Momente sind zutiefst persönlich und stellen auch wichtige Handlungsfortschritte dar, wie besonders im Fall des Sith-Kriegers deutlich wird. Der Wechsel des Imperators von der Führungsfigur zum Feind hat Konsequenzen für die Klassenstory eines jeden Sith-Kriegers. Gleichzeitig macht ein solches Ereignisse keine eigene Klassenquest notwendig, sondern kann im Rahmen einiger Extra-Dialoge aufgearbeitet werden. Mehr Dialoge bedeuten allerdings auch mehr Arbeit für die Autoren. Mehr Story muss nicht mehr Dailies bedeuten oder zwei verschiedene Daily-Sätze für Imps und Reps.

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Das Jahr des Jedi-Ritters
Für Jedi-Ritter ist der in Shadow of Revan begonnene Plot um die Rückkehr des Imperators die epische Fortsetzung ihrer Klassenstory. Jüngst wurde sogar der die Behauptung aufgestellt, die Ritter-Klassenstory sei eigentlich aus den Plotideen für KotOR III entstanden und SOR hätte auch irgendwie in dieses Konzept eines Erben Revans gepasst.

Ziost & Co. sind jedoch nicht der erste Fall einer Klassenstory-Thematik, die zum Hauptplot wurde. Schon Makeb lässt sich als Versuch deuten den Imperialen Agenten und republikanischen Soldaten zu zentralen Figuren zu machen. Natürlich ist Makeb allen Klassen offen, doch für Agenten und Soldaten macht die Reise dorthin den meisten Sinn. Der Agent hat die notwendige Erfahrung und kann Darth Marr beweisen warum das Imperium einen Geheimdienst bracht. Der Soldat ist Kanzlerin Sareshs PR-taugliche Wunderwaffe und auch wichtiges politisches Werkzeug. Irgendwo in meinem Hinterkopf stelle ich mir vor der Soldat könnte nach 10-20 Jahren eine Karriere als Senator einschlagen.

Mit Ziost sind jedoch Jedi-Ritter und Sith-Krieger gefragt, denn beide haben eine sehr direkte Verbindung zum Imperator. Ritter und Krieger sind für die Entwicklung in die derzeitige Richtung mitverantwortlich, der Krieger hat die Stimme auf Voss befreit und der Ritter hat den Imperator auf Dromund Kaas niedergestreckt. Selbst Jedi-Botschafter sind wegen ihres Feldzugs gegen die Kinder des Imperators indirekt für Yavin 4 mitverantwortlich. Während sich die Haupthandlugsstränge der Klassen eher selten vermischen, hat der Ritter doch auch eine Möglichkeit von den Kindern des Imperators zu erfahren und am Ende von Kira Carsens Gefährtenhandlung findet man auch einen Hinweis darauf, was aus den Kindern wurde, während die Botschafter nicht wissen was später geschah.

Beste Voraussetzungen

Am Ende von Yavin 4 werden Jedi-Ritter zum Jedi-Kampfmeister ernannt und erhalten praktisch das Kommando über eine eigene Jedi-SID-Task Force, um den Imperator ein für allemal auszuschalten. Die Großmeisterin selbst spricht einem ihr Vertrauen aus und man wird als bester Kandidat für diesen Job betrachtet. Dazu kommt noch, dass man auch das Erbe Revans antritt, der nun in den geisterhaften Ruhestand treten kann, da er im Ritter einen würdigen Nachfolger gefunden hat. Der Ritter kann und wird vollbringen, wozu Revan außer Stande war. Scourge hat es prophezeit, Revan sieht es ein und die Jedi vermuten es auch - der Ritter und nur der Ritter kann dem Imperator endgültig ein Ende bereiten. Es wird also am Ende dieses Handlungsbogens vermutlich doch wieder so etwas wie Klassenstories geben, damit sich Scourges Vision erfüllen kann.

Jedi-Wächter stehen zwar derzeit etwas abseits und auch die Hüter sind nicht FotM (Flavour of the Month), doch dank des Disziplinen-Systems, neuer Fähigkeiten und Animationen macht es enorm viel Spaß einen Hüter zu spielen, selbst wenn Hexer und Kopfgeldjäger derzeit bessere Leistungen erzielen. Es gab wohl noch nie einen besseren Zeitpunkt einen Jedi-Ritter zu spielen und wirklich stolz auf seine Klasse als Dreh- und Angelpunkt der Story zu sein.

Togruta

Ashara Zavros, Ahsoka Tano, Meisterin Sumalee und Shaak Ti - unter den prominentesten Jedi-Ritterinnen findet sich eine erstaunliche hohe Zahl von Togruta. Alle vier scheinen jedoch dem Wächter bzw. Hüter-Spec zu folgen und so erscheint die Kombination von Togruta und Jedi-Rittern als das natürlichste einer weit weit entfernten Galaxis.

Togruta als spielbare Rasse einzuführen macht Sinn, weil man damit auch die Generation der The Clone Wars-Fans ansprechen kann und die Masse der mit dem jeweiligen Update angefangenen Togruta in die Krieger- oder Ritter-Klasse leiten kann, wo eben auch die Vorgeschichte des für 2015 relevanten Story-arc erzählt wird.

Werde ich mich zu einem zweiten Jedi-Ritter aufraffen?

Mein erster und bisher einziger Jedi-Ritter entstand 2012 und jahrelang habe ich nicht einmal daran gedacht einen weiteren Ritter anzufangen, so dass ausgerechnet DIE Klasse meine am wenigsten gespielte ist. Twinken machte mir zwar viel Spaß, doch ich würde lügen, wenn ich nicht zugeben würde, dass einem selbst die beste Story irgendwann ausgelutscht vorkommt. Und mit jedem Twink müsste man auch wieder jene unbequemen Stellen passieren, die einem immer schon auf die Nerven gingen. Für mich sind das auf republikanischer Seite unzählige Planeten, auf denen man als Rep deutlich längere Strecken zurücklegen muss und deutlich aufwendigere Quests zu absolvieren hat. Ich liebe die Story des republikanischen Makeb, aber ich hasse es dort zu leveln, genauso wie Republikanisch-Ilum und irgendwann muss ich mich wieder um die vier Revaniter-Kommandanten auf Yavin 4 prügeln (seufz).

Das Geonosis-Syndrom

Nach 7 Kriegern (5 leben sogar noch) stelle ich mir manchmal auch die Frage, warum es zwischen mir und dem Jedi-Ritter nicht gefunkt hat. Immerhin ist meine Lieblingsklasse das genaue Spiegelbild des Jedi-Ritters. Meine fehlende Begeisterung für den Ritter fängt jedoch schon damit an, wie er sein Lichtschwert hält. Ritter halten ihr Lichtschwert stets mit beiden Händen, auch wenn die Konzeptzeichnungen gerne ein lockere einhändige Halteposition vortäuschten. Wenn der Jedi-Ritter mit eingeschalteten Lichtschwert herumläuft erinnert mich das an die panisch herumlaufenden und massakrierten Jedi-Ritter in Episode II. Episode II war meine erste und für 1,5 Jahre sogar einzige DVD, ich bin bezüglich des imho schlechtesten Star Wars-Films daher etwas traumatisiert.

Story ohne Wahlfreiheit

Was andere Klassen für mich frisch und interessant hielt waren die Entscheidungsmöglichkeiten. Als Imperialer wird man in dieser Hinsicht natürlich verwöhnt, so macht es für Sith relativ große Unterschiede ob man die helle oder dunkle Seite wählt und Imperiale Agenten besitzen eine überragende Bandbreite an Entscheidungsmöglichkeiten, die über hell vs. dunkel hinausgeht. Selbst Kopfgeldjäger können sich immer wieder bedeutungsvoll zwischen Geld, Mord und laufen lassen entscheiden, wobei man an einer entscheidenden Stelle sogar die Wahl hat zum Mandalorianer zu werden oder dieses Angebot abzulehnen.

Als Rep hat mich nur die Story des Schmugglers in ähnlichem Ausmaß fasziniert, doch so sehr ich den Schmuggler auch liebte, es gab andere Klassen die ich zuerst auf Maxlevel bringen musste. Der Zwang alle Erweiterten Klassen oder zumindest jene die man leiden kann auf Maxlevel zu bringen nimmt bereits eine Menge Charakterslots in Beschlag. Bei mir sind es immerhin 14 Plätze die derart blockiert wurden und auch zu Chars geführt haben, bei denen ich aufgrund ihrer Story wenig Grund sah einen Twink zu beginnen.

Die Geschichte von Soldat und Botschafter wird zwar gerne noch als schlechter bezeichnet, als die des Ritters, doch vorwiegend weil sie weniger episch sind. Was dem Ritter genauso fehlt sind wirklich einschneidende Momente. Man hat keine Möglichkeit Darth Angral Tython verwüsten zu lassen, wie es einer der zentralen Momente für Imperialen Agenten ist. Und man darf sich auch nicht vom Imperator einreden lassen, ihn am Leben zu lassen, wie es Kopfgeldjägern mit dem Obersten Kanzler möglich ist.

Als Botschafter entscheidet man am Ende von Akt I über das Leben oder Sterben dutzender Jedi-Meister und als Soldat hat man immerhin die Wahl einen Kriegsverbrecher hinzurichten oder gegen tausende Kriegsgefangene zu tauschen, wobei er für sein Versagen sicher von den Sith hingerichtet wird. Beides ist nicht so episch wie ein Duell mit dem Imperator, doch für den Kriegsverlauf entscheidender. Man hätte das gleiche Ergebnis eines Attentats auf den Imperator ja auch mit einem Bombardement des Dunklen Tempels erreichen können. Der Imperator ist nur ein Mann, dessen Tod weder den Krieg beendete, noch 1000 Kriegsgefangene mit ihren Liebsten wiedervereinte oder den beinahen Zusammenbruch des Jedi-Ordens abwendete. Propagandistisch ist der Ritter zwar der erfolgreichste Rep, doch es sind die Truppen des Botschafters, die Flotte des Schmugglers und der Einsatz des Soldaten die zum Sieg auf Corellia führten.

Aber man entscheidet doch: Tython

Als Krieger ist die Entscheidung seinen Meister zu verschonen belanglos, Aufseher Tremel tritt am Ende lediglich als Zuschauer beim Duell auf. Als Ritter macht es jedoch einen großen Unterschied, wie man mit Bengel Morr umgeht, so dass sich ganze vier Szenarien ergeben. Das habe ich anfangs völlig unterschätzt und erst in den letzten Jahren erfahren.

Nimmt man Morr in Haft wird er "geheilt", sendet einem Nachrichten des Bedauerns über seine Taten und taucht auf Corellia als einer der Jedi-Kommandanten auf. Man könnte Morr jedoch auch töten, was einem "Schwert der Jedi" und Tyrannenmörder entsprechen würde. Die dritte Möglichkeit wäre allerdings Morr laufen zu lassen und somit die Grundlage für eine Jedi-Splittergruppe zu schaffen. Morr hasst den Jedi-Orden, doch er respektiert den Ritter und bietet sich an diesem künftig zu dienen, indem er für diesen Artefakte aufstöbert und als Attentäter ausgewählte Ziele beseitigt. Schlägt man diesen Weg ein trifft man Morr ebenfalls auf Corellia wieder, erhält von ihm aber nur einige stärkende Artefakte und kann sich nun entscheiden ihn endgültig zu töten oder wieder laufen zu lassen. Morr wirkt wahnsinnig, aber auch sehr ruhig und sein Hass auf die Jedi wurde seit Tython nicht geringer. Seine Aufgabe den Ritter zur Waffe zu schmieden scheint er jedoch erreicht zu haben, nun will er ihm weiterhin dienen. Nach einem "Wiederhören" mit Ardun Kothe als Imperialer Doppelagent auf Yavin 4 spekuliere ich darauf, ob man einen ähnlichen Cameo von Bengel Morr erwarten könnte (sofern man ihn laufen ließ).

Andere Klassen werden mit Entscheidungen wie auf Tython erst weit später konfrontiert. Dass diese Richtungsentscheidung zwischen Jedi, grauen Jedi und dunklen Jedi/Splittergruppe/Sith schon auf Tython stattfindet würde imo den Verdacht bestätigen, dass KotOR III-Szenarien für den Jedi-Ritter verwendet wurden. Auch in KotOR hatte man immer auch die Möglichkeit Sith zu werden und da das in SWTOR aufgrund des narrativen Rahmens nicht möglich ist könnte man als Tribute eine ähnliche Entscheidung eingebaut haben. Revan würde Morr vermutlich töten, da seine Heilung höchst unsicher ist und er wieder ausbrechen könnte bzw. vom Trauma einer Invasion Tythons oder des Kriegeseinsatzes rückfällig werden könnte.

Lässt man Bengel Morr laufen öffnet man sich einer Möglichkeit, wie sie sonst nur helle Sith besitzen, nämlich dem Gedanken eine eigene geheime Splittergruppe innerhalb seines Ordens zu errichten. Weder helle Sith, noch dunkle Jedi wollen die Republik bzw. das Imperium verraten, sie wollen aber deren Kurs korrigieren und ihren eigenen Orden an die Macht bringen. So verwundert es nicht, wenn helle Sith manchmal die besseren Jedi sind und dunkle Jedi sehr stark an Sith erinnern. Die Wiedergeburt der Sith aus den Reihen des Jedi-Ordens wäre keine Überraschung, schon Exar Kun und Ulic Qel-Droma gingen aus den Reihen der begabtesten Jedi-Ritter hervor und wurden Sith. Man könnte auch Darth Revan als dunklen Jedi betrachten, der mit Hilfe der dunklen Seite und seines eigenen Imperiums plante den Imperator zu stürzen. Splittergruppen des Jedi-Ordens oder abtrünnige Sith-Kulte gibt (gab) es in der Star Wars-Lore (bis 2014) dutzende.

Dunkel, grau oder hellgrau

Erst Shadow of Revan hat mein Interesse für einen zweiten Jedi-Ritter geweckt, auch weil die Gleichsetzung Jedi-Ritter=KotOR III einen gewissen Reiz für mich besitzt.



Der Kartellmarkt bietet reichlich Revan und KotOR-Outfits, um etwas Nostalgie zu wecken. Doch auch die Kombination der normalen Jedi-Roben im Bereich Level 11-27 mit einer Revan-Maske wäre für einen Jedi Revan-Look sehr geeignet.

Die Frage ist nur, welchen Weg würde ich in "Operation KotOR III" einschlagen? Mein erster und letzter Versuch eines dunklen Jedi endete in Akt III auf Hell I. Ich will ja hartherzige Entscheidungen treffen, aber mich nicht auf stupide Bestechnung einlassen müssen. Der erste zumindest für mich störende Bestechnungsversuch eines Jedi findet bereits auf Tython statt, da trifft man auf ein Liebespärchen und das erste was diesem einfällt sind plumpe Drohungen und Bestechung. Wenn Korruption der Weg ist um als Rep auf Dunkel I zu kommen, dann wird es mit einem dunklen Jedi wohl nichts werden. Dunkel I bräuchte man vermutlich auch, um nach Akt III von Großmeisterin Shan als Jedi-Meister abgelehnt und stattdessen mit einem Generalstitel belohnt zu werden. Mit beleidigendem Verhalten habe ich es ja auch nicht so.

Das gleiche Problem sehe ich auch in Anakin Skywalker. Ein nur gelegentlich dunkler Jedi wird Sith-Lord, da muss wohl das Massaker im Jedi-Tempel 200 DS-Punkte pro totem Jüngling gebracht haben. In SWTOR fehlt uns ein solches Event und so sind es die kleinen Dinge die sich am stärksten auf die Ausrichtung auswirken, außer man nutzt Diplomatie und das ist ja fast Selbstbetrug. Innerhalb der Story macht es natürlich Sinn, als dunkler Jedi oder Möchtegern-Sith Lord sein wahres Wesen zu verbergen.

Ein dunkler Jedi auf Hell I, da kann man ja gleich den Mittelweg suchen und als Revaniter versuchen mit etwas Hilfe von der dunklen Seite jeden Anhänger dieser auszuschalten. Zur Not müsste ich meine Jedi-Splittergruppe wohl als grau betrachten.

Männlich oder weiblich

Für männliche Jedi-Ritter gibt es eine ganze Palette ikonischer Vorbilder, bei den Damen sieht es hingegen etwas mager aus. Außerhalb von The Clone Wars gibt es gar keine und was facettenreichere Jedi-Ritterinnen betrifft ist man auf Ahsoka Tano beschränkt. Ahsoka ist auf ihre Weise ein weiblicher Anakin, aber war in TCW doch relativ jung und nicht jedermanns Liebling. Nachdem sich die Stimme des männlichen Ritters in meinem Kopf zu sehr als Inbegriff der hellen Seite festgesetzt hat bliebe mir nur der Griff zu einem weiblichen Char und ich bin mir ganz und gar nicht sicher, ob ich für die mögliche Nummer 25 auf die Togruta warten soll. Togruta-Köpfe sind sehr groß und die Clipping-Probleme der Tentakel waren bereits der Grund warum ich meine Twi'leks bisher entweder verworfen habe oder teuer in menschenähnlichere Spezies umoperieren ließ. Außerdem schleppe ich seit 2012 eine ganz bestimmte Vorstellung einer grauen oder dunklen Jedi mit mir herum.

An Vorbildern für etwas härtere Jedi-Ritterin mangelt es nur in den Filmen, in den Star Wars Legends gibt es mit Mara Jade, Jaina Solo und Kerra Holt gleich einige. Gerade Jaina "Schwert der Jedi" Solo würde zur Thematik des Jedi-Ritters passen, in dem schon Bengel Morr eine mächtige Waffe erkennt. Während Jaina und Mara Jade vor allem Romancharaktere sind (wobei Mara Jade der Star des Jedi Knight I-Addons war) beschränkte sich Kerra Holts Romanauftritt auf einen einzigen Roman: Knight Errant, den Tie-in zur gleichnamigen Comicreihe, die viel zu früh beendet wurde. Mein Interesse an Kerra Holt wurde vor allem durch das folgende Artwork eines der letzten Knight Errant-Comics geweckt:


Darth Kerra? Weit gefehlt, die junge Jedi blieb auch im Finale von Knight Errant erstaunlich kühl und flirtete nicht einmal mit der dunklen Seite. Dennoch hat sich mir dieses Bild einer dunklen Jedi unter Sith-Lords eingebrannt. Eine dunkle Jedi, die skrupellos gegen Sith vorgeht und sich zur Sith-Killerin mausert - das wäre meine Inspiration für eine dunkle oder doch nur graue Jedi. Dunkle Jedi müssen jedenfalls nicht automatisch Sith werden, wenn sie Sith töten und keine Reue darüber zeigen. Dunkle Jedi können auch hasserfüllte Instrumente im Kampf gegen die dunkle Seite werden, selbst wenn sie das als Jedi praktisch selbst zerstört und nach dem Tod des letzten Sith gegen die Jedi aufbringen könnte. Was soll ich sagen, ich bevorzuge meine Helden mit Fehlern und ohne weiße Westen, denn der gelegentliche Fehlgriff bzw. Fehlklick lässt sich nicht vermeiden.

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