Freitag, 18. November 2016
Der Quantensprung in der Erzählkunst
Über die Jahre ist die Story in den Addons meiner Meinung nach besser geworden, denn 4.0 und bald auch 5.0 verdeutlichen bereits vieles wovon ich als aufmerksamer Fan zwar schreiben konnte, die Masse der Spieler jedoch kaum etwas merkte. So wurden die entsprechenden Argumente auch immer wieder in Frage gestellt und es wurde etwas abgelehnt, das allerdings genauso von den Autoren gemeint war.

Valkorions und Vaylins Schwäche

Beginnen wir einmal bei einem offensichtlichen Punkt dafür, warum schon 4.0 ein enormer Fortschritt in der Erzählkunst war. Wie wir beobachten können unterliegt Vaylin auf Asylum Senya und man fragt sich eine Weile wie die Valkorion-Tochter gegen eine Ritterin von Zakuul verlieren könnte. Nun, seit dem Eternal Throne-Cinematic Trailer wissen wir es. Vaylins Fähigkeiten als Schwertkämpferin sind bescheiden, ganz im Gegensatz zu Arcanns und Thexans. Diese beiden brillierten in der Trainings-Arena. Dass sich der Imperator und seine Tochter ähnlich sind schlägt sich auch darin nieder, dass beide auf ihre Machtfähigkeiten angewiesen sind. Beide sind Hexer und keine Jugger, sodass sich auch erklären lässt wie Vitiate in Gestalt seiner "Kinder" und "Stimmen" während 1.0 keine Glanzleistungen vollbrachte. Seit 4.0 hat man Valkorion auch noch nicht mit Lichtschwert in der Hand gesehen. Zuletzt war das theoretisch auf Ziost der Fall, doch dort nutzte er die Gestalt der kampferfahrenen Meisterin Surro für seine Zwecke. Die Wahrheit ist wohl, dass Tenebrae als Bastardsohn Lord Dramaths unter Bauern aufwuchs und daher nie im Schwertkampf unterwiesen wurde. Arcann und Thexan haben wohl mehr von Senya geerbt, müssen daher aber auch auf die Machtfähigkeiten einer Vaylin verzichten. Muttersöhnchen vs. Papas Liebling - so stellt sich wohl die Lage im valkorionischen Kaiserhaus dar.

Vaylins und Valkorions physische Wehrlosigkeit trägt dazu bei, dass beide beim Besiegen ihrer Gegner entweder auf Magie oder Psychotricks wie in Kapitel II angewiesen sind. Gegen die Macht/Magie kann man sich schützen (wie etwa mit Ysalamiri, durch bestimmte machtneutralisierende Exo-Technologie, Rituale, Relikte oder an besonderen Orten), die Psychotricks könnte man hingegen sogar gegen den Anwender drehen. Die große Frage ist nur, wie man einem Gegner wie Valkorion seinen OP-Buff nehmen kann. Mit der "Mauer des Lichts"-Technik wäre es sogar möglich die Machtverbindung eines Wesens wie Vaylin oder Valkorion zu durchdrennen oder jedenfalls so zu stören, dass sich die Macht weigert weiter mit ihm zu kommunizieren. Wer so stark auf die Macht setzt wäre sehr schwach, wenn er ohne sie auskommen müsste.

Die andere Seite der Macht

Ich war ein großer Fan von Star Wars-Legacy und auch wenn die Comicserie andere Fans scheinbar abstieß, so ist sie den meisten KotFE-Kritikern wohl völlig unbekannt. Für mich ist Zakuul ein authentisches Stück Legends-Star Wars, das ich in ähnlicher Form aus dem Fel-Imperium kenne. Und wie in Legacy oder der Nachfolgerreihe Dawn of the Jedi hat dieses Legends-Star Wars deutlich mehr Grauzonen und unorthodoxe Konzepte zu bieten. Loyale Sith, widerspenstige Jedi, Helden die mit der dunklen Seite liebäugeln, graue Ritter und ein Bürgerkrieg innerhalb eines Imperiums, an dem auch die Reste einer Galaktischen Allianz mitwirken, Legacy hatte unglaublich viel zu bieten und es gab eine Zeit da hätte ich mir ein Legacy-RPG oder sogar MMO gewünscht. Nun greift SWTOR ähnliche Ideen auf und ich könnte nicht glüklicher sein. Auch in Legacy liegt der Jedi-Orden in Trümmern, es gibt sich skeptisch betrachtende Rebellen-Fraktionen und dabei ist Cade Skywalker überhaupt kein Anführer.

Was Legacy hatte war die Institution der Imperialen Ritter. Diese Mischung aus einem neutralen Jedi-Orden und der Leibwache des Imperators war deutlich kleiner als der Jedi-Orden und trug Uniformen, sowie weiße (silberne) Lichtschwerter. Ihr moralischer Kodex sah vor ihrem guten Imperator unter Einsatz ihres Lebens zu dienen, allerdings mit dem Nachsatz: nur solange dieser der hellen Seite verpflichtet wäre. Genau das haben die Ritter von Zakuul nicht, denn sie dienen bedingungslos und haben daher ihre liebe Not mit einigen Anordnungen Arcanns oder Vaylins. Übrigens trug auch Roan Fel gerne goldverzierte Rüstungen und seine Tochter Marasiah Fel besaß auch das eine oder andere tief ausgeschnittene Outfit. In einem Frame vom Begräbnis Roan Fels sieht man die Imperialen Ritter sogar mit so etwas wie den Lichtschwertlanzen der Ritter von Zakuul. Außerdem trägt Darth Nihl ein Lichtschwert mit langgezogenen Griff, das verdächtig an das neue Lichtschwert Senyas oder eben die Lichtschwertstäbe der Ritter von Zakuul erinnert. Neben Darth Nihl war auch Meister Zao (er integrierte sein Lichtschwert in seinen Gehstock/Blindenstock) ein bekannter Nutzer eines solchen Lichtschwerts, ebenso wie Darth Chratis aus dem Old Republic-Roman FATALE ALLIANZ. Ich möchte jedoch anmerken, dass Chratis die jüngste Kreation in dieser Aufzählung ist. Auch waffentechnisch rüstet Old Republic für mich langsam nach und bringt immer mehr Dinge ins Spiel die ich in meinem Legacy-MMO geliebt hätte. Leider besitze ich bisher nur Senyas Lichtschwertstab, das Lichtschwert selbst war mir bis dato leider zu teuer. Ich hoffe auf das nächste Allianzpaket und einen Preisverfall unter 60 Millionen.

Vitiate als Gottheit

In Kapitel VII erwähnt Senya, dass man verstehen müsse welche Rolle Valkorion in der Kultur Zakuuls gespielt hat. Er war ein jahrhundertealter legendärer Anführer und genau das war er auch einmal im Sith-Imperium. Nur sind die Sith eben viel ambitionierter als jeder Ritter von Zakuul und sie beruhen auf einer gänzlich anderen Kultur, die von ihrem Imperator nur gerettet wurde. Das Sith-Imperium ist auch das vernachlässigte erste Kind, während Zakuul all die Aufmerksamkeit erhielt, die sich Dromund Kaas nur wünschen konnte. Aus dieser Kälte ist irgendwann so etwas wie eine leichte Distanz zum Imperator erwachsen. Es ist auch bezeichnend, dass es auf Zakuul keinen Hohen Rat oder eine Art Tafelrunde gibt, wie sie in der Form des Dunklen Rats im Sith-Imperium existierte. Zakuul wurde von Valkorion als absolute Monarchie regiert. Dass Fallen Empire Valkorions Rolle thematisiert ist etwas, das mich als Imperialen in Begeisterung versetzt. Genau diese Diskussionen und Dialoge hätte ich mir schon über das Sith-Imperium gewünscht.

Imperatorin Acina

Seit Ilum und Makeb ist klar, dass Imperium bräuchte einen Imperator, aber Darth Marr war nie daran interessiert den Thron zu besteigen. So schien es als wäre der Weg frei für den Spieler und 5.0 bringt uns tatsächlich die Möglichkeit einen Thron zu besteigen. Währenddessen hat sich Darth Acina jedoch zur Sith-Imperatorin oder Sith-Kaiserin gekrönt. Kaiserin Acina ist wahrscheinlich den wenigsten bekannt und man hätte sich sicher andere Kandidaten wünschen können, aber ich sehe auch einige Chancen in ihr. Acina wirkt pragmatisch und dürfte als ehemalige Wissenschaftsministerin einige Superwaffen in der Hinterhand haben, um die Nachteile des Sith-Imperiums auszugleichen. Was schon Malgus versuchte und Marr probierte könnte ihr gelingen, sie könnte sich den technologischen Fortschritt der Sith sichern und damit einer zahlenmäßig überlegenen Republik und einer kampferprobten Allianz entgegen treten. Ich sehe Acina als Imperatorin, die einige der Versprechen einlöst, die auf Ilum, CZ-198 und Makeb gegeben wurden, nämlich, dass die Imperialen als typische Todessternfraktion aufrüsten. Nach den Droidenarmeen Zakuuls könnte Acina ein ähnliches Konzept verfolgen und immerhin ist HK-55 ein imperialer Droide.

Es würde auch gut passen, dass die Sith unter Acina massiv aufrüsten und mangels Fleischsäcken als neuen Rekruten lieber auf neueste Kampfdroidenmodelle setzen. Das erinnert mich an die Eröffnung von Dark Empire II, wo es auf Balmorra zum Einsatz faszinierender Waffen wie den SD-10 Kampfdroiden (mit selbstreparierender Panzerung) oder den X-1 Vipers (mit nahezu unzerstörbaren Panzern und Schildern) und den Shadow Droids (an die Cylonen-Raumjäger aus dem Battlestar Galactica Remake erinnernde Cyborg-Drohnen mit den Hirnen schwer verletzter TIE Fighter-Piloten) kam. Verletzte Imperiale die als Cyborgs neuerlich in die Schlacht geschickt und regelmäßig repariert werden, das wäre doch was, dann müsste man auch keine Aliens rekrutieren. Laut Lana Beniko ersetzte Acina bereits den Sith-Geheimdienst durch mehr elektronische Überwachung und genau dieser Trend wurde gemäß der Lore auch von Valkorion im Ewigen Imperium mitgetragen, als man menschliche Captains wie Koth zunehmend mit Droiden wie den GEMINIs ersetzte. Dass das gestern auch offiziell vorgestellte Iokath eine gewaltige Waffenschmiede ist und man es auch zum Daily-Gebiet machen könnte lässt die Überlegung zu, ob es auf Iokath nicht wie auf CZ-198 zu einem Kampf zwischen Acinas Imperium, der Republik und der Allianz kommen könnte.

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Der Drahtzieher hinter den Uprisings
Mit 5.0 hat BioWare ein interessantes Projekt gewagt, denn im Gegensatz zu den Sternenfestungen aus 4.0 und der Ewigen Meisterschaft wurden die Aufstände (Uprisings) bereits vor dem Release angekündigt und als Feature präsentiert. Und auch eine Operation oder operationsartiger Content (8+ Spieler) wurde schon angedeutet. Nun wirken die Informationen zu den ersten Aufständen irritierend, kämpft man doch auf einigen bekannten Welten gegen Grüppchen wie die White Maw Piraten oder eine kleine Gang auf Tatooine. Gemäß einem Kodexeintrag aus dem Datamining soll eine neue Macht hinter diesen Aufständen stecken und die lokalen Gruppierungen angespornt haben die Allianz anzugreifen. Nur wer könnte so gemein sein, sich mit einer noch nicht ganz gefestigten dritten Supermacht in der Galaxis anzulegen? Jemand der das Gleichgewicht zwischen Republik und Imperium wahren will?

Ich gehe jedenfalls davon aus, dass die Uprisings direkt in die nächste Ops, das eine oder andere Story-Kapitel und vor allem auch das nächste Addon führen werden. Aufstände und Operationen sind Herausforderungen, aber wie soll nach dem Ewigen Imperator noch ein Gegner am Horizont auftauchen, mit dem man es schwer hat? Hier spielt es vielleicht eine Rolle, dass die Story meiner Meinung nach über die Jahre deutlich ausgeklügelter geworden ist. Die Autoren nehmen sich mehr Zeit und die Entwickler investieren mehr Ressourcen in die Überleitung zwischen den Addons. Makeb war ein kalter Start. Wir hatten gar nichts, außer einer Ankündigung und einem mauen Trailer. Bei Shadow of Revan gab es insgesamt 4 Flashpoints, die über Monate verteilt wurden. Nachdem man die sich seit Karaggas Palast (2011/2012) hinziehende Story mit den Schreckensmeistern beendet hatte (2013 auf Oricon) und das ohne den Schreckenskrieg zum eigenen Addon zu machen. Man scheiterte bei den Schreckensmeistern jedoch die Geschichte so zu erzählen, dass sie jedermann mitbekam, das ganze war fast eine Ops-exklusive Sache, die gelegentlich einmal ein Daily-Gebiet zur Folge hatte. Genauso problematisch war es, dass die Geschmiedeten Bündnisse nur durch Flashpoints erzählt wurden. Solo Modes für diese waren eine Lösung. Mit den Uprisings wirkt es so, als würde man auf Geschmiedete Bündnisse zurückgreifen. Aber um allen klar zu machen worum es geht dürfte es mit dem entsprechenden Mega-Game Update dann auch ein oder mehr Story-Kapitel geben, um der Allgemeinheit klar zu machen was gerade in der Galaxis los ist.

Rückkehrchancen

Ein gerne genannter Kandidat für eine Rückkehr als Oberschurke wäre natürlich Darth Malgus. Neben Malgus, der von der Existenz Zakuuls gewusst und daher durchaus entsprechende Maßnahmen ergriffen haben könnte (die Stealthflotte wäre vielleicht in der Lage gewesen vor den Scannern der Ewigen Flotte zu verschwinden), fällt auch hin wieder der Name Valkorion. Der Ewige Imperator könnte sich rächen oder dem Fremdling eine neue Aufgabe stellen, indem er ihn mit Aufständen herausfordert. Trotz einschlägiger Story-Spoiler aus 5.0 will ich diese Möglichkeit einer Valkorion-Connection nicht ganz ausschließen.

Interessant ist, dass im gestrigen Story-Stream mit Charles Boyd der Name Darth Jadus gefallen ist. Jadus Tod wird angenommen, aber als ehemaliger Geheimdienst-Chef des Dunklen Rats dürfte er ähnlich wie der Geheimdienstminister (oder andere Ratsmitglieder wie Vowrawn, Marr und Baras) einige Geheimnisse gewusst haben, mit denen er seine Ratskollegen vielleicht erpressen konnte, um sich etwas komfortableres als die Todesstrafe zu erkaufen. In 2/3 Szenarien wäre Jadus sogar frei bzw. ein Mitglied des Rats. Seit Darth Acinas Aufstieg zur Imperatorin soll der Dunkle Rat nicht mehr existieren, wie Charles Boyd ebenfalls festgehalten hat. Jadus wäre also so oder so seinen Job los und könnte zu den Sith gehören, die sich seit der Invasion zurückgezogen haben.

Jadus wäre definitiv jemand dem man die Zusammenarbeit mit Piraten, Gangs und abtrünnigen Elementen zutrauen könnte. Jetzt wo die Sternen-Verschwörung aus dem Weg ist und der Schleier geschlagen wurde wäre der Weg auch frei, damit es einen neuen sinistrent Strippenzieher im Hintergrund geben wird. Und immerhin gehörte der Sith-Geheimdienstplot in der 2.0 und 3.0 Ära zu den Dingen die viel zu wenig genutzt wurden. Ich werde in absehbarer Zeit noch etwas darüber schreiben, wie ich finde, dass mit 4.0 endlich viel von jenen Dingen in den Vordergrund rückt, die man sich vorher nur aus den Kodexeinträgen und einigen Dialogen zusammen klauben konnte. Eine Verschwörung gegen die Allianz könnte dazu führen, dass sich auch Charaktere wie Lokin (der sich in 4.0 bezeichnenderweise nicht töten ließ) wieder zu Wort melden könnten und Lana wie Theron ihre Geheimdienstvergangenheit einbringen dürfen. Dazu würde es auch passen, wenn man Gefährten wie Raina Temple, Vector oder Quinn zurück bringt. Vector war Diplomat, der im Dienst des Imperiums ein Bündnis mit der Allianz aushandeln könnte. Raina war auf besten Wege eine Geheimdienstagentin zu werden und seit der Dunkle Rat aufgelöst wurde kann sie sich in Acinas Imperium vielleicht sogar sicher fühlen. Quinn könnte mittlerweile alles sein, vom Admiral bis zum Großmoff oder sogar Kriegsminister. Ohne den Dunklen Rat wirkt Acinas Regierung (der ein menschlicher machtloser Nicht-Sith als Logistikminister angehört) so als wären die Ministerposten wohl mittlerweile allesamt in den Händen von Offizieren oder Bürokraten, anstatt potentieller Sith-Rivalen.

In 1.0 versuchte Jadus die Politik der Schreckensmeister auf das Sith-Imperium anzuwenden, doch in 2.0 beglückwünschten diese Jadus zu seinen Bestrebungen, was aus ihm wurde ist seither jedoch unklar. Wer sich Jadus in 1.0 anschloss weiß, dass er sich gegen Ende der Klassenstory zurückzog, um die Pläne des Imperators zu ergründen. Ein Genie wie Jadus dürfte durchaus zu den gleichen Entdeckungen gelangt sein wie Darth Vowrawn und Darth Marr. Jadus wusste also wohl von Vitiates Zerstörungswut, doch wie in 4.0 bekannt wurde nutzte Vitiate auch Gelder des Sith-Imperiums, um Zakuul zu finanzieren. Der Geheimdienst-Lord Jadus könnte diese Spur aufgenommen haben, immerhin entdeckte auch der Schleier irgendwann, dass es da eine Macht im Wilden Raum gibt. Und die Warnung des Geheimdienstministers in 3.0 über Bedrohungen vom Rand der Galaxis ergibt so auch mehr Sinn. Jadus hat vielleicht alle Spuren der Berichte über diese getilgt, aber der Minister konnte einige Hinweise entdecken.

In Jadus hätten wir jedenfalls einen smarten Strategen als Gegner, der völlig amoralisch handeln kann und ähnlich wie Valkorion wohl nur Stärke und Erfolge respektiert. Neben dem Sith-Imperator soll er auch angeblich der zweitmächtigste dunkle Lord gewesen sein, jedenfalls was seine Fähigkeit zur Gedankenkontrolle und -manipulation betrifft. Dass diese Nummer zwei nicht Imperator wurde könnte nun den Grund für einen interessanten Plot bieten. Im Gegensatz zu Marr, Malgus oder Vowrawn beschäftigte sich Jadus nie mit Tagespolitik und überhaupt war er sehr wenig an der Macht interessiert. Er hatte andere Interessen und vor allem die gesamten Ressourcen des Imperialen Geheimdiensts zur Verfügung. Doch selbst dieser war nie in der Lage Jadus Pläne zu erkennen, ehe es zu spät war. Wenn jemand die Jahre seit 1.0 und 5.0 damit verbracht haben könnte gegen Vitiate zu ermitteln, dann Jadus und wenn dem so ist, dann könnte Lord Scourge zum Ziel von Jadus Ermittlungen geworden sein. Was aus den Kindern und den Händen des Imperators wurde ist ebenfalls völlig unklar, doch im Chaos der letzten Jahre wäre es Jadus wohl möglich gewesen eine Menge Gefangene zu machen und Verhöre durchzuführen.

Darth Jadus genießt den Vorteil als Gegenspieler völlig von seiner Fraktion unabhängig sein zu können. Jadus braucht keine imperialen Uniformträger als NPCs und seine Truppen könnten verstörende Cyborg-Rüstungen oder ähnliches tragen. Jadus könnte Projekte Dr. Goderas gekapert und fortgeführt haben. Was wir auf Rakata Prime (übrigens ein weiterer Schauplatz den wir angeblich in einem Aufstand besuchen werden) vernichtet haben, war der Versuch der Revaniter sich eine Cyborg-Armee zu bauen. Genau das versuchte auch die Republik, nachdem sie auf Manaan das zerstörte Labor entdeckte. Die Klassenstory des Soldaten auf Rishi handelt davon wie man General Garzas Black Ops-Squad aus solchen Cyborgs eliminieren muss, weil diese wahnsinnig geworden sind... etwas womit Jadus durchaus umgehen könnte. Jadus wäre imo ein Gegner vom Format der Schreckensmeister und wie wäre es eigentlich auch Oricon, Belsavis oder gar Sektion X in einen Aufstand oder etwas ähnliches einzubauen.

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