Montag, 26. August 2013
SWTOR: Darth Marr, der nächste Malgus?
Endgame ist anders. Für 50 Level und 3 Klassen-Story Kapitel wird die Geschichte von SWTOR (eben auch jene Geschichte die jetzt als Kern-Erfahrung F2P-Spielern kostenlos zugänglich gemacht wurde und schlussendlich am Vanilla Spiel ohne Addons einfach alles ist) so nebenbei auch vom Treiben Darth Malgus überschattet.

Der Darth der einst den Jedi Tempel auf Coruscant in Schutt und Asche legte wurde ja nicht von Ungefähr zeitweise zur potentiellen Nummer 1 des Imperiums ausgebaut. Auf Covern ist Malgus bis heute noch als Gegensatz zu Satele Shan zu sehen und gewissermaßen waren es diese beiden, die als Fixpunkte in den Kampagnen standen. Währen Shan praktisch die Questgeberin zu allen republikanischen Flashpoints bis Ilum ist, erfüllt Malgus dieselbe Rolle auf imperialer Seite.

Promomaterial und gesteigerte Erwartungen lassen in der Retrospektive so manchen Thread verständlich erscheinen, in dem sich Spieler darüber beschweren, warum Malgus die Erzählung nicht überlebt bzw. umgekehrt, warum Shan nicht auch ihr Leben lassen muss. Malgus Tod im Reaktorschacht hat seine Wirkung nicht verfehlt, jedenfalls wenn man Acht auf die Story um einen herum gab.

Der Imperator ist tot, lang lebe der neue Imperator! Allerdings erhält man nicht den Hauch einer Chance mit wehenden Fahnen ins feindliche Lager zu wechseln. Der Traum vom Sturz des Imperators durch einen reformistischen Darth Vader, er lebt nur bis man ihm gegenübersteht. Malgus stirbt - und damit ist es für die Spoilerwarnung wohl zu spät.

Malgus Karriere - von den Ubekannten Regionen bis Ilum

Malgus war für die ersten 50 Level bzw. das Vanilla Game (1.0) etwas. Er trieb für das Kriegsministeriums die Kampagnen der Sith voran, Hammer Station, Cademimu, schließlich die Eroberung der Fabrik und Revans Ende, sogar die Beseitigung der Bedrohung durch die Red Reaper und (wer das weiß darf sich gerne Lore-Meister nennen) den Meister seines Meisters durch das von Malgus rekrutierte Strike Team - während auf der anderen Seite der Medaille Malgus Verbündete Großmoff Rycus Kilran von Esseles bis in den Mahlstrom ein Stachel im Fleisch der Republik blieb, allerdings nur von seinem geheimnisvollen Herren Darth Malgus sprach. Malgus verstand es Gelegenheiten zu nutzen. Revans Befreiung, man könnte ihm sogar Sabotage Kilrans unterstellen, führte das Imperium schlussendlich zu alten Rakata-Waffenschmiede Die Fabrik. Mit Revan aus dem Bild konnte Malgus über Moff Phennir die dort gebauten Waffen als Bevollmächtigter des Kriegsministeriums nutzen sich selbst eine effektive kleine Streitmacht aufzubauen. Diese sollte schließlich den Kern für seinen Aufstand auf Ilum bilden.

Jahrelang führte Malgus diverse Kampagnen an den Grenzen des Sith-Imperiums und den Unbekannten Regionen, er ist der Großadmiral Thrawn seiner Ära. Weit weg vom Zentrum der Macht, politisch geächtet, kein speichelleckender intriganter Höfling, denn seine Visionen sind nicht wenigen Karriereoffizieren zu radikal. Zunächst aus der Schwäche seiner Truppen heraus (er wurde wohl bewusst sabotiert, um eventuell bei einer seiner Kampagnen ums Leben zu kommen) begann Malgus in den Unbekannten Regionen nichtmenschliche Söldner zu rektrutieren. Das Imperium als Erbgemeinschaft der Flüchtlinge des Großen Hyperraumkrieges war bis dahin ja radikal-isolatorisch und regelrecht rassistisch. Beim Subthema Bürgerrecht, Anerkennung usw. sollte man vielleicht als reales Vergleichsmaterial in Literatur über griechische Stadtstaaten blicken. Als kampferprobter General fand Malgus in seinen neuen Verbündeten Qualitäten die er zu nutzen verstand und zu einer Bereicherung für seine wachsende Heeresgefolgschaft darstellten.

Ähnlich wie Hannibals Gegner erst durch den Abfall numidischer Fürsten und ihrer Reiterei Roms Sieg über Karthago im zweiten Punischen Krieg einleiten konnten, ähnlich wichtig erwiesen sich die Aliens für Malgus Erfolge. Malgus Erfolge als Organisator der Kampagnen gegen Cademimu, die Hammer Station oder die Fabrik sollten ihn schließlich wieder hoffähig genug erscheinen lassen, dass er aus den Unbekannten Regionen nach Ilum beordert wurde. Während andere Dunkle Lords sich auf Flaggschiffen zu verschanzen pflegten, hatte Malgus seit der Rückeroberung Korribans im Großen Galaktischen Krieg auf dem Schlachtfeld gedient. In dem Moment als die Republik über Dromund Kaas herfiel, nachdem schon Corellia verloren ging und der dunkle Rat beinahe halbiert wurde, lag die Macht in Malgus Händen. Über den möglichen Tod Imperator Vitiates auf Kaas im Bilde, waren die imperialen Truppen auf Ilum wohl zu einem großen Teil von Malgus Unterstützung abhängig. Wie im imperialen Rom wurde der "Tod" des Imperators zunächst von allen Eingeweihten verschwiegen, ehe man zu einer adäquaten Reaktion in der Lage wäre. Nominell lag das Kommando über die auf Ilum stationierten Truppen, mit dem Großmoff und einem rasch nachbesetzten Dunklen Rat, immerhin bei Darth Arho. Doch Malgus spielte Arho gegen die Republik aus und ließ sich vom Rat nach dessen Ende den Oberbefehl übertragen. Selbst zu Arhos Stellung aufsteigen war dem Rebell wegen seiner politischen Ziele jedoch nicht vergönnt. Wohl in dieser letzten Enttäuschung mit dem impieralen Establishment nutzt Malgus die von ihm orchestrierten Operationen, um sich im Moment des imperialen Sieges... wie ein erfolgreicher römischer Feldherr zum Imperator ausrufen zu lassen.

Das Schicksal des Imperiums hing in der Schwebe. Der große Zulauf zu Malgus Banner unterblieb. Das Oberkommando um Großmoff Regus blieb starrköpfig konservativ. Während Regus schon keine Ideale mit Malgus teilte, so sollte sich seine Verweigerung gegenüber dessen Machtanspruch als größtes Hindernis für die Usurpation erweisen. Anstatt einen Einsturz der Hierarchien zu bewirken blieb der Großteil der imperialen Streitkräfte dem Dunklen Rat und damit der Regierung hörig. Malgus Momentum ging gegenüber der Unbeweglichkeit der imperialen Führung verloren. Der Imperator mochte verstummt sein, doch rein rechtlich fiel die Führung des Militärs mit Arhos tot vollständig Darth Marr zu und Marr wie seine Ratskollegen hatten in ihren Jahren im Zentrum der Macht wohl auch gelernt, dass man selbst den totgeglaubten Imperator nicht zu hintergehen versuchen sollte. Immerhin war ihr Lehnsherr bereits einige Male verschieden und hatte über eine Jahrtausend wiederkehrender Intrigen und Putschversuche überstanden. Warum sollte es diesmal auch anders sein.

Mit der gerade abgewehrten Invasion von Dromund Kaas und ausbrechenden Krisen an allen Fronten sah man sich dennoch außerstande Malgus Rebellion mit aller Macht Einhalt zu gebieten. Einmal mehr musste eine Gruppe außergewöhnliche Individuen rekrutiert und diesmal gegen Malgus eingesetzt werden.

Machtwechsel und Anlassfall

Die Verteidigung des Imperiums ist Darth Marrs Aufgabe. Mit der Invasion auf Dromund Kaas war es Marrs Aufgabe mit den Flotten aus umliegenden Sektoren sofort zur Vertreibung der republikanischen Invasoren auszuholen. Und entsprechend erklärt sich wohl auch der Verbleib des Kriegsherrn in diesen Tagen. Mit Darth Arhos Tod, nachdem dieser schon eine Notfallnachbesetzung der auf Corellia erschlagenen Ratsmitglieder war, war nun ein Präzedenzfall eingetreten, der Marr in uneingeschränkter Kontrolle über ein Militär zurückließ, dessen Oberbefehl ihm ohne den Imperator keiner mehr streitig machen konnte. Im Falle eines Angriffes auf Kaas ist es sogar wahrscheinlich, dass Marrs Kompetenzen ihn ermächtigen würden alle Ressourcen zur Abwehr eines weiteren Massakers wie am Ende des Zweiten Hyperraumkrieges einzusetzen. So setzte Marr etwa die Überläuferin General Konya als Kommandeurin auf Corellia ein, zog die dortigen Truppen ab, um Hutts, Schreckensmeistern, Republik und Malgus entgegenzutreten. Konyas Vorgänger Hesker wurde als Vertrauensmann in den Kriegsrat auf Ilum berufen, ebenso Mandalore, der mit dem Verrat einer Reihe eigener Anhänger zu ringen hatte.

Der in Hybris vom Zaun gebrochene Todestoß für die Republik war zur kürzesten Offensive aller Zeiten geraten. Und nun lag es an Marr die Scherben aufzusammeln. Der Krieg war außer Kontrolle geraten und kaum war Malgus bezwungen taten sich neue Probleme auf. Expansionspläne der Hutts ließen bereits bald vermuten, dass diese verlorenes Gebiet wieder gut machen mussten, doch an wen? Die Schreckensmeister waren vom Imperium abgefallen und begannen nun ihr eigenes Imperium aus Territorien aller Fraktionen zu schneiden. Ihr Druck auf die Hutts könnte sogar mentaler Natur gewesen zu sein und den späteren Mogul des Huttkartels Torborro in die Paranoia getrieben haben.

Am Weg zum neuen Questgeber

Malgus ist tot und dennoch ziert er immer noch sehr viel vom SWTOR-Promomaterial. Rechtmäßig würde dieser Platz nun jedoch Darth Marr zustehen, der nun allerdings nicht wie Malgus Satele Shan sondern der obersten Kanzlerin als Antagonist gegenübersteht. Eine neue Dualität ist entstanden. Auf der einen Seite die anpackende und visionäre Kanzlerin (ein Amalgamat aus Kriegsansprachen von Churchill und Roosevelt über Kennedy bis Bush), die sich allerdings die totale Auslöschung des Imperiums auf die Fahnen geschrieben hat, auf der anderen Seite der De-facto-Imperator, der mit allen notwendigen Mitteln die Vernichtung abwenden will und weder bereit ist Zeit mit diplomatischen Geplänkel, noch der Befriedigung von Eitelkeiten zu verschwenden.

Mein Vorschlag wäre demnach man solle beim nächsten Addon oder Startbildschirmhintergrund doch Marr und Saresh als Covermodels verwenden. Immerhin über Marr und Saresh lässt sich nun in Akt IV die Geschichte des Krieges forterzählen, sind beide doch die treibenden Kräfte hinter den Bemühungen ihrer jeweiligen Fraktion. So führen beide Charaktere die Spieler nach Makeb und nun auch in den Untergang der Schreckensmeister, nach Oricon. Marrs Befehle besätitgen zudem, er behält nachwievor den Oberbefehl über die imperialen Truppen. Dass er außerdem selbst Persönlichkeiten wie dem Zorn des Imperators und einem Ratskollegen Befehle erteilen kann lässt zudem vermuten, in der Marr vorschwebenden Neuordnung der Machtverhältnisse dürften Zorn und Ratsmitglied sich schlussendlich in einer subalternen Stellung wiederfinden.

Marrs Ziele?

Marrs "Tod ist unsere Erlösung"-Philosophie erinnert zugegeben etwas an Lord Odions Todeskult, falls man mit den Knight Errant-Comics vertraut ist. Auch Odions Philosophie, dass er die Galaxis vernichten müsste, um endlich Frieden zu haben, speist sich aus einem tiefgreifenden Schmerz. Was bei Odion rasende Kopfschmerzen sind, die ihm die Machtpräsenzen anderer Lebewesen bereiten, dürfte bei Marr dessen körperlicher Zustand sein. Die Legende will es, dass Marr unter seiner Maske derart entstellt ist, dass sich der letzte Moff dem Marr sein Antlitz erblicken ließ, selbst das Leben genommen haben soll. Auch angesichts seines Alters und seiner Dienstzeit im Dunklen Rat dürfte Marr unter der Maske nicht mehr der Jüngste sein und was seine Unversehrtheit betrifft muss man neben unbekannten Kriegsverletzungen auch nur auf die "Nebenwirkungen" der dunklen Seite verweisen.

Marrs nihilistische Philosophie erklärt mit den Gleichklängen zu Odion vielleicht auch warum er als womöglich Eingeweihter so bedenkenlos loyal zu einem Imperator gestanden hat, dessen Ziel es wäre die gesamte Galaxis zu opfern, um sich zu gottgleicher Macht zu verhelfen. Marr ist sterblich und die Gerüchte sprechen wieder davon, so weit sei er von seiner "Erlösung" auch nicht mehr entfernt, vielleicht ein Grund warum ihn seine Kollegen als Heerführer gewähren lassen. Das Problem Marr beseitigt sich vielleicht selbst, ehe er Ambitionen auf den Thron entwickeln könnte. Mit dem Tod vor Augen könnte auch Marrs Einstellung zu den politischen Spielchen eines Ratskollegen wie Darth Vowrawn zu erklären sein. Alles verschwendete Zeit, wenn man jeden Tag wie den letzten seines Lebens leben soll. Überlegenswert ist auch ob Marrs "Tod" nicht schon geschehen ist, wie im Fall von Darth Sion oder Nihilus. Während der eine die zombiehaften Reste seines Körpers nur noch mit der Kraft eines in ihm brennenden Zorns und Schmerzes durch die dunkle Seite zusammenhalten vermochte, hatte der andere seine körperlose Essenz in seine Rüstung und Maske versiegelt. Das dritte Extrem in Richtung verstümmelter Sith Lord wäre dann Darth Vader selbst, der nur noch Schmerz kannte, nachdem er beinahe auf Mustafar gestorben wäre. Beste Eindrücke davon sind in James Lucenos Darth Vader-Roman zu finden.

Wie auch immer, Marr ist kühl und ärgerlich, seine Persönlichkeit ist ganz auf das Erreichen seiner Lebensaufgabe ausgerichtet, das Überleben des Imperiums sicherzustellen und nun ist er direkt gefordert. Marr lebt (nur noch) für die Verteidigung des Imperiums. Die Befindlichkeiten konservativer an Rassisten grenzender Kommandeure wie Großmoff Regus kümmern ihn nicht, sie sollten das größere Ganze im Auge behalten, den Todeskampf des Imperiums. Marrs Ziele sind dementsprechend ja mehr auf das Hier und Jetzt konzentriert. Wieso einen meisterhaften Strategen wie Lord Cytherat in den Kerkern Korribans verenden lassen, wenn man ihn auf Makeb brauchen kann. Marr kümmert sich wenig um den möglichen Verräter von morgen, solange er heute dafür sorgt, dass die Schlachtreihen geschlossen bleiben. Das kann sich rächen oder auch nicht. Ein ausbleibendes Kriegsgericht für manche von Malgus Anhänger kann die Truppenstärke des Imperiums erhöhen und folgenlos bleiben, immerhin geht es darum einen äußeren Feind abzuwehren, es könnte jedoch genauso gut zu Meutereien und Verrat führen, ein Nährboden den die Schreckensmeister ideal zu nutzen verstehen würden.

Auf eine gewisse Weise ist Marr mit seiner simplen Philosophie, dass dem Überlebenskampf zu gewinnen alles unterordnen zu sei, auch erzählerisch praktisch aufgebaut. Marr ist der ambitionslose Feldherr, der von politischen Ambitionen Abstand nehmen muss, weil er die Früchte dieses Werkes nicht mehr ernten könnte. Was auch immer mit Marr passiert, man könnte ihn immer noch leicht aus der Geschichte schreiben und damit einen Regimewechsel einleiten. Marrs kühler "Eifer" steht auch ein wenig für die durchwachsene Lage des Imperiums. Dass man als großer Triumphator angesprochen wird ist länger her, selbst das Ende des imperialen Makeb-Arcs gab sich mangels Siegesfeier und unter dem Eindruck schmerzlicher Verluste eher verhalten. Zudem fiel Makeb auch in die Kategorie verdeckte Operationen, somit bleibt es bei den Triumph-Szenen bei der Siegesfeier auf Corellia und der an Episode IV erinnerenden Kommandobunker-Szene auf Ilum.

Ist Marrs Ende absehbar?

Malgus ist tot, seine Bestellung zum Reichsverweser oder Imperator ist demnach unwahrscheinlich. Bis jetzt schlägt sich das Imperium auch ohne Thronbesetzer ganz gut. Sollte der Imperator zurückkehren wäre Marrs Ende nicht zwangsweise garantiert. Obschon wenig schmeichelhaft in der Ansicht man bräuchte den Imperator nicht, ist Lord Vitiate ebenso wenig von menschlichen Emotionen getrieben wie Marr. Im Grunde hat sein ihm Unsterblichkeit verleihendes Ritual den Imperator sogar emotionslos werden lassen, wie es auch sein abtrünniger Handlangers Lord Scourge zu beschreiben neigt und Scourge hat immerhin eine abgeschwächte Form des Rituals über sich ergehen lassen.

Kehrt der Imperator also zurück dominiert in seinem Kalkül nüchterne Betrachtung. Verräter werden beseitigt, Loyalisten rücken nach. Marr beschreitet mit seinen offen Worten gegenüber dem Zorn des Imperator zumindest einen gefährlichen Pfad, eine Gratwanderung zwischen Hochverrat und Patriotismus. Marr ist Patriot, aber seine Loyalität zum Imperator lässt zu wünschen übrig. Einen dunklen Lord zu beseitigen ist allerdings etwas womit der Zorn bestens vertraut ist, man einen anderen Rat durchaus betrauen würde, eine kräftige Selbstbestätigung für einen Kopfgeldjäger und ein Loyalitätsbeweis eines möglicherweise abtrünnigen Agenten. Ob nun aus Loyalität, für Prestige, das Kopfgeld oder um sich zu rehabilitieren, für alle vier Klassen ließen sich ausreichend Gründe finden, warum sie Marr bei einer Abrechnung mit dem Imperator sein Ende bereiten müssten.

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SWTOR: Community Cantina, bewegte Bilder zu Oricon und viel zu spekulieren
Der folgende Beitrag baut auf dem entsprechenden Beitrag/auf swtorstrategies.com geposteten Videos, der "Mitschrift" zur Community Cantina auf dulfy.com und den auf starwars-planet.de (ehemals swtor.gamona.de) geposteten Bildern vom exklusiven Cantina-USB-Stick auf:

Die Community Cantina in Deutschland, hurra

Die Gamescom ist für neue Spiele da, da darf sich SWTOR nicht mehr blicken lassen - so denkt man wohl bei EAs Marketing. Dennoch durfte Biowares "Messeteam" wohl mit dem großen EA Tross nach Europa reisen und dafür eine wohl weit weniger zeit- und geldaufwendige Community Cantina in good old Germany veranstalten.

Natürlich hat man auch aus dieser einiges gelernt und der Inhalt des obligatorischen Teaser-USB-Sticks war schon relativ rasch auf den diversen News-Portalen einzusehen. Entsprechend folgt nun meine persönliche Auswahl an Highlights kommender Inhalte:

Der Aufstieg der Berittenen - neue Tier-Mounts kommen

Dewbacks/Taurücken sind wohl das erste was dem interessierten Beobachter bei der Konzeptzeichnung zu den Tier-Mounts ins Auge springt. Von den Varactylen in fruchtig-frischen Farben wusste man ja bereits, aber anscheinend wird auch die Farbauswahl bei den Tauntauns mehr als verdoppelt. Wie immer gilt die Frage, ob das ganze nun als Teil eines Kartellpakets, Direkt-Angebot im Kartellmarkt, neues Item für den CE-, Sicherheitsschlüssel- oder den auf Hoth stationierten ersten Abonnenten-Händler. Möglich wäre auch ein neuer Händler im Bereich des mittlerweile in den Kartell Basar verlegten Schmuggelware-Rufhändlers. Dort im Handwerksviertel der Flotte steht ja derzeit eines der Abteile leer bzw. ist mehr oder weniger verriegelt und lässt wild herumstehende Transportcontainer beobachten.

Neue Waffenskins

Interessant zu beobachten wird in kommenden Wochen auch, welche Ziele Bioware mit den veröffentlichten Waffenskins verfolgt. Das ganze wirkt zunächst wie eine übersteigerte Erinnerung an die Aurek, Besh und Grek-Varianten der in den Schmuggelware-Paketen verwenden Waffenskins. Gerade die Aurek-Varianten - wie im aktuellen Schmuggelware-Paket - wurden bis jetzt immer ohne Animationen eingeführt und sind damit gewissermaßen Basic Varianten. Nur in der abgelaufenen Season blieb bei der Evolution von Aurek, über Besh zu Grek-Blastern allerdings das Grunddesign immer gleich, nur die Waffeneffekte änderten sich.

Mit den Teasern der Community Cantina Germany scheint es so, als würden die Besh- und Grek-Varianten der letzte Woche eingeführten Waffenskins nun nicht bloß neue Waffeneffekte sondern neue Aufsätze und schlussendlich Farbvarianten erhalten. Bei den Scharfschützengewehren und Blastern soll der neue Aufsatz der Besh-Variante schließlich auch einen Lichteffekt (in diesem Fall etwas kugelblitziges in Richtung whirling Energy) erhalten.

Damit wären die Basic/Aurek- (Aurek - im Star Wars-eigenen Aurebesh-Alphabet der Buchstabe A) Varianten allerdings wieder etwas, das sich nicht unbedingt der hohen Begehrtheit späterer Modelle erfreuen könnte. Es könnte allerdings diesmal anders laufen

Dazu mehr bei den Spekulationen unter Verschmelzen.

Erkenntnisse wie: PVE Spieler brauchen mehr zu kauen

PVE Spieler brauchen öfter Updates, weil sie ihren Content schneller satt sind, während PVP-Spieler mehr darauf konzentriert sind Runde um Runde ihre Mitspieler aus dem Weg zu schaffen. Biowares Repräsentanten haben also ausgesprochen, woran ihr Spiel anfangs krankte und beinahe zu scheitern drohte. Man hat also eine Lehre daraus gezogen, dass der PVE Content des Spiels in wirklich rasanten Tempo durchgekaut wird bzw. werden kann und welche Folgen genau das auf die Langzeitmotivation hat.

Um das Sinnbild vom Beginn weiter auszubauen, während der PVE Spieler von neuem Content oft schon ohne zu schlucken abzubeissen pflegt, kaut der PVP Spieler noch monatelang scheinbar unberührt am selben Kriegsgebiet. Man probiert verschiedene Strategien aus und ist auch immer wieder von der Teamzusammensetzung und den Gegnern abhängig. Da geht es für gewöhnlich weniger um das Kriegsgebiet in dem man sich bewegt, sondern mehr oder weniger wie es läuft. Hier wirken sich Balancing und eventuelle Flavour of the Month-Klassen 1:1 auf das Spielvergnügen und den Score aus, während man sich im PVE deutlich schneller an einem neuen Flashpoint oder Daily Gebiet satt sehen kann.

Selbst wenn man etwa täglich für einige Stunden PVP betreibt, die Chancen dann genau das aktuell neueste Kriegsgebiet zu erwischen werden natürlich mit jedem BG das hinzugefügt wird geringer. Auch wenn man es satt wird Huttball zu spielen, es geht mehr um das Spiel, als die Umgebung. Im PVP verhält es sich oft so wie das Verhältnis Fußballspieler zu Rasen. Sicher es gibt guten und schlechten Untergrund, aber im Endeffekt zählt die Mannschaft und man bereut nur vielleicht dass sich auf dem gerade zugeteilten Asphalt nicht so gut spielen lässt wie auf der Novare Küste. Umgekehrt stellt sich das Verhältnis PVE Spieler zu PVE Content mehr so dar wie Rätselenthusiast zu Sudoku oder Fan zu Fernsehserie, irgendwann ist man alles durch und wenn man gezwungen ist das ganze Programm über Tage oder Wochen zu wiederholen weiß man nicht nur allmählich alle Antworten und Dialogzeilen, man wird es auch satt.

Erkenntnisse wie: Neue Erweitere Klassen nein - neue Specs ja

Mit neuen erweiterten Klassen müsste man das ohnehin fraglie Balancing regelrecht sprengen und so ganz einfach zu implementieren (Klassenwechsel von schwerer zu mittlerer Rüstung etwa) ist es auch nicht. Zudem müsste man für jede Klasse eine eigene erweiterte Klasse samt zweier Specs erfinden.

Also lieber nur neue Specs für die bekannten Klassen einführen.

Oricon Intro

Wer es noch nicht gesehen hat sollte einen Besuch auf swtorstrategies.com wagen, wo das scheinbar von einer russischen Fan-Site auf Youtube gestellte Intro-Video zu Oricon zu sehen ist. Die Intro-Quest zu Oricon wird auf der Flotte angenommen und der dort herumstehenede Oricon Mission Droid erinnert beinahe an einen der vielen Operation Couriers die sonst etwa zu Denova, Asation oder Darvannis geführt haben. Diese Deklarierung lässt jedenfalls hoffen, dass Oricon mehr als nur ein "Hangardeck" für die beiden Operationen zu bieten hat.

Zur Erinnerung, auch die Quests zum Schwarzen Loch oder Ilum lassen sich über einen ganz ähnlichen Questdroiden annehmen, das Intro zu Sektion X wird einem sogar von einem imperialen Offizier und rekrutierten Belsavis-Häftlingen angekündigt. Nur die Belsavis Bonusreihe erhält man ausschließlich über ein Questterminal.

Die Oricon-Questintro lässt jedenfalls bereits aufhorchen. Republik wie Imperium sind erst kürzlich auf die Operationsbasis der Schreckensmeister gestoßen und haben vor wenigen Stunden jeweils einen Task Force mobilisiert, um dort zuzuschlagen. Aus den orbitalen Bombardements wurde jedoch nichts, wie Oberste Kanzlerin bzw. Darth Marr verraten. Die Schreckensmeister haben ihre Macht spielen lassen und wie in guten alten Zeiten die Invasoren durch Machtillusionen und Schrecken in ihren Köpfen und Herzen abgewehrt. Nur dass diese Abwehr hieß, ihre schlimmsten und persönlichsten Albträume für geraume Zeit wahr werden zu lassen. Man höre und staune, denn dieser Absatz über die persönlichen Ängste fand sich auch 2012 in einem Torhead-Leak. Es gibt also ob nun im Planeten-Arc oder der Introsequenz auf Oricon eine weitere Anspielung auf die jeweilige Klasse bzw. Klassenstory.

Wer allerdings gehofft hätte auf repbulikanischer Seite Theron Shan zu begegnen darrf enttäuscht sein, von diesem ist trotz Datamining, dass er sich im Spiel befinden sollte und irgendwann auch als NPC das Tageslicht erblicken wird, erstmal keine Spur zu finden. Stattdessen wird der mysteriöse imperiale Hüter der Geheimnisse Darth Rictus als Initiator der imperialen Expedition nach Oricon genannt. Das Ratsmitglied Rictus, dem man bis jetzt weder in Comics, noch der Kampagne gegenübertreten konnte, soll ja wie Marr selbst allerdings seit dem Ausbruch des letzten Krieges im Dunklen Rat sitzen und das mysteriöseste der 12 Sith-Ministerien verwalten. Es wäre nach der Lore wohl auch Rictus dem man am ehesten zutrauen sollte über Rituale des Imperators und dergleichen Bescheid zu wissen. Passend wenn also der große Geheimnisbewahrer den Erstschlag gegen die Schreckensmeister verursacht hat, immerhin waren es diese die dem Imperator einst als Propheten, Generäle und Berater dienten. Hatte Rictus Task Force womöglich eine vom Imperator für sie bestimmte Botschaft an Bord? Rictus Involvierung lässt angesichts des drohenden Endes für die Schreckensmeister jedoch darauf schließen, dass etwas im Busch ist.

Von der Ernennung eines offiziellen Reichsverwesers, der Rückkehr des Imperators, bis zur Ernennung eines Triumvirats an Stelle des Dunklen Rates als Folge der finalen Schreckensmeister-Op ist alles drin. Es ist auch möglich, dass die Hand des Imperators in die Ereignisses des Epilogs eingreifen wird. Die Spannung steigt, jedenfalls bis Bioware endlich auch die Tore nach Oricon am PTS öffnen wird und damit den Blick auf das Finale eines seit Frühjahr 2012 laufenden Handlungsbogens gibt.

Spekulationen

Dailies auf Oricon

Die Aussage PVE-Spieler bräuchten mehr um sie beschäftigt und motiviert zu halten, die Deklarierung des Oricon-Questgebers als etwas anderes als einen Operations Courier und schlussendlich die Möglichkeit Oricon selbst als Planeten ansteuern zu können... immer mehr lässt es möglich erscheinen, dass Oricon mehr ist als ein Hub für Operationen, den man ansonsten auch problemlos auf der Flotte hätte unterbringen können.

Zudem ist Oricon auch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit einer eigenen Ruf-Fraktion ausgestattet. Die Vermächtnistitel für diese wurden von fleißigen Dataminern ja bereits gesichtet. Dread Wars Veteran hallo. Dazu gesellt sich die Platzierung zum Einjahresjubiläum von Sektion X und die Möglichkeit dass dort in Spiegelung von rot-schwarz sogar schwarz-rote Rüstungsfarbe als Rezept zu haben sein könnte.

Ist der angepriesene Story-arc also gar ein eigener Planeten-Arc? Nachdem mir beim ersten Blick auf CZ-198 damals Schwarzes Loch durch den Kopf geschossen ist und ich meine farmerischen Ausflüge dorthin zu Gunsten CZ-198s gänzlich eingestellt habe, schwebt mit bei Oricon der Name Ilum vor. Auch Ilum bildet den Abschluss eines Story-arcs (mit 2 Flashpoints allerdings in viel bescheidenerem Rahmen), leidet jedoch unter dem Mangel einer Ruf-Fraktion. Nachdem Bioware mit 198 bereits demonstriert hat, dass sie immer besser darin werden Umgebungen zu schaffen, die sich vom bisherigen abheben und Spielerwünsche erfüllen... wäre Oricon der eindrucksvolle und wichtige Beweis, dass man auch Ilum nun besser machen könnte.

Sehr treffend beschrieben wurde die Situation mit CZ-198 etwa von Silverstrikte auf Forcejunkies. CZ-198 verbindet vieles, wenn nicht alles, was man sich von einer Questzone wünschen würde. Eine Ruf-Fraktion mit interessanten Angeboten, schnell und einfach zu absolvierende Quests und eine frische Umgebung. Allerdings hat CZ-198 die Latte damit extrem hoch gelegt, denn an dieses Niveau kommt keine der bis jetzt vorliegenden anderen Questzonen in vollem Umfang mehr ran. Selbst Makeb kann im Bereich interessante Angebote für Ruf nicht mithalten. Am ehesten konkurrenzfähig ist zum Czerka-Rufhändler wenn überhaupt, dann nur noch der Rufhändler der Kopfgeldvermittlungsgesellschaft. Aber das Phänomen, das alle neuen Rufhändler mehr zu bieten haben ist nicht auf CZ-198 beschränkt. Sogar der neueste Kartellmarkt-Ruf bietet nicht länger nur Rüstungen und einen Mount.

Eines war jedenfalls schon mit der Ankündigung von Makeb klar, in der Folge von Gearchange und Währungswechsel (Klassische Marken werden als Nachfolger der Täglichen Marken von Basic Marken für den 55er Bereich beerbt) entsteht ein erheblicher Druck auch die alten Questgebiete (Ilum, Schwarzes Loch) durch neue zu ersetzen. Man kann nun argumentieren Belsavis wäre von Makeb direkt beerbt worden, weil die Makeb Bonusreihe als Weekly ja dem Umfang der Belsavis Bonusreihe ähnelt, während Sektion X sich als 52er Gebiet mit lediglich 50er Trash und einer kombinierten Entlohnung mit Klassischen und Basic Marken bewähren kann, allerdings gab es in der früheren Daily-Farm-Ordnung dann immer noch Ilum und das Schwarze Loch. Mit CZ-198 wurde zumindest eines dieser kurzen Farmgebiete ersetzt, das zweite bleibt allerdings noch unersetzt.

Wie wichtig Basic Marken als Währung im 55er Bereich schon sind und noch werden bezeugt bereits, dass praktisch der gesamte 53er nur gegen Basic Marken erhältlich ist, genauso wie die Arkanischen Relikte oder 55er Rezepte. Sogar ein Teil der Czerka-Rufbelohnungen verlangt eine gewisse Menge Basic Marken. Entsprechend wurde auch Isotop-5 als Crafting-Material aufgewertet und ist nur gegen Basic Marken zu haben. Erhöht man allerdings wie zu vermuten steht, die Möglichkeiten Basic Marken auszugeben, steht auch eine Erweiterung der Verdienstmöglichkeiten an.

In Marken lassen sich ohne Makeb und GSI mit Czerka und Sektion X derzeit 16 Marken pro Tag erfarmen. Dazu kommen nun entweder sehr zeitaufwendige GSI Dailies die über 4 Planeten verteilt sind und angesichts des Zeitaufwands auch wenig abwerfen und/oder Makeb Dailies, von denen praktisch jede auf einem anderen Teil von Makeb liegen würde. Gesamt ließen sich so zwar wohl auch die an die 50 Marken pro Tag sammeln, wie es mit den alten Dailies möglich ist, dennoch wärne der Zeitaufwand dramatisch höher und die Einnahmen wenn schon nicht absolut so doch in Relation schmerzlich geringer.

Verschmelzen von Waffen mit Waffenupgrades

Möglicherweise kündigt der Teaser der verbesserten Waffenskinsin kommenden Kopfgeld-Paketen allerdings eine ganz neue Mechanik an. Etwas mehr kosmetisches wie es zuletzt bei den Farbmodulen in Patch 2.1 der Fall war und in Patch 2.4 nebenbei integrierbar wäre oder mit 2.5 das Jahr locker ausklingen lassen könnte. Der Grund ist, der Kartellmarkt braucht Innovation, sonst wird der Markt noch übersättigt.

Angeregt werden meine Spekulationen zu einem Schwenk in Richtung Waffendesign Marke Eigenbau durch eine Fehlermeldung a la "These items cannot be melded" die in etwa vor Patch 2.3 im Spiel auftauchte und vermutlich von swtor_miner auch aufgegriffen wurde. Was nach einer Fehlermeldung aussah, die womöglich Bestandteil einer Quest sein könnte, entpuppt sich nun vielleicht als Hinweis auf Waffenindividualisierung.

Customize your lightsaber & Co gehört ja zu den Ideen, die von der Community nach der Einführung der Farbmodule noch vorgelegt wurden und vielleicht liegt die begrenzte Anzahl neuer Lichtschwertskins auch daran, dass die Entwickler die Menge der nun individualisierbaren Designs überschaubar halten wollten. Das ganze wäre natürlich ein großer Wurf und die Einführung wäre rein spekulativ, aber eben auch ein großer Community-Wunsch.

Selbst wenn ein solches Konzept eingeführt werden würde, die Fehlermeldung lässt bereits darauf schließen, dass nicht jede Waffe individualisierbar sein könnte bzw. im Falle meines Missverstehens, dass eben nicht jedes Upgrade mit jeder Waffe kombinierbar ist.

Die Einführung einer solchen Mechanik würde im Hintergrund allerdings auch den Weg für einen Stat-Boost der Farbkristalle bereiten. Immerhin könnte dann jeder jeden beliebigen Farbkristall mit dem nötigen Upgrade aufwerten.

Neue Specs

Siehe auch (wenig bescheiden), meine ursprüngliche Überlegung zu dem Thema: http://pfannenstiel.blogger.de/stories/2307793/

Form II Makashi (Krieger)
Form VI Niman (Inquisitor)
Cryo-Tech (Kopfgeldjäger)
Black Ops (Agenten)

Zumindest zwei Lichtschwertformen hat SWTOR ja bis jetzt nicht verwendet und beide würden sehr gut zu ihren jeweiligen Klassen passen.

Die Frage ist natürlich ob Bioware uns mit neuen Specs EK-übergreifende Specs wie den Wut-Baum von Jugger und Maros oder ob man stattdessen Jugger und Maros jeweils einen eigenen Extra-Baum gönnt.

Makashi etwa wäre als Kampfstil Count Dookus etabliert, der am ehesten einem Jugger entspricht. Zugleich war auch seine Schülerin Asajj Ventress als Marodeurin mit Makashi vertraut und verwendete die Form in ihrer Jar'Kai-Variante (mit zwei Schwertern). Allerdings wäre der Makashi-Anwender Dooku zunächst als jemand geplant gewesen, der selbst als Jar'Kai-Meister gilt, nur später wurde Dooku in der finalen Drehbuchversion von Episode II zum "Fechter". Es blieb dann Autor James Luceno überlassen, Dooku in Labyrinth des Bösen als Verächter der Jar'Kai-Methode hinzustellen.

Niman wiederum wäre eine Lichtschwertform die technisch zwar für Attentäter/Schatten zu realisieren wäre, bei Hexern und Gelehrten, die ohne wählbare Formen auskommen, allerdings schon an ihre Grenzen stößt. Allerdings wäre es auch denkbar die Form als wählbare Option für Hexer einzuführen. Dafür müsste mit Niman nur wie mit anderen Formen wie Ataru beim Marodeur verfahren werden. Ohne die nötigen Skillpunkte zu investieren, kann man Niman nicht freischalten und daher auch nicht aktivieren. Zudem ist Niman als Mischform aller vorigen 5 Formen auch die Form die darauf basiert Machangriffe in die Rotation einzuflächten. Der praktische Nutzen wäre etwa auch Hexer damit und durch Nimans Form-basierten Rüstungsbuff (ähnlich wie bei den Schild-Buffs der Tankformen) nahkampftauglicher zu machen. Zugleich könnte Niman dann die in Ansätzen auch beim Hexer noch vorhandenen Schwertangriffe des Inquisitors, die sich beide EKs ja teilen, zu buffen. Damit würde der Niman-Hexer überhaupt einmal nahkampffähig, der Niman-Attentäter sogar noch nahkampffähiger.

Das Problem mit allen neuen Specs bleibt natürlich dasselbe, will man es möglichst vielen recht machen werden die Specs DD-Specs, könnten allerdings beim DPS-Check wieder einmal durchfallen. Tank-Specs wären zwar interessant, allerdings bei einigen Klassen schwer zu etablieren, Agenten etwa müssen wegen der Überschneidung eines gemeinsamen Specs zwischen Scharfschützen und Saboteuren natürlich auf die DPS-Schiene setzen. Ebenso würde ein Tank-Spec es ansonsten Söldnern, Marodeuren und Hexern erlauben zu tanken, umgekehrt mit einem Healspec hätten wir allerdings heilen Halb-Tanks wie Attentäter und Powertechs, bei denen das nicht zur Klassenphilosophie oder Lore gehören würde.

Die Mögliche Lösung für die Orientierung des "Bonus-Specs" wäre noch am ehesten etwas hybrides, womit allerdings Top-DPS-Erlebnisse schon einmal ausscheiden würden. Immerhin auch wenn der neue Spec für Content wie die klassenneutralen Czerka-Flashpoints entwickelt wird, er müsste sich dennoch auch in einer PVP- und Operations-Umgebung bewähren und einordnen lassen können. Entsprechend wären hybride Gedanken zu abwegig.

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