Mittwoch, 27. September 2017
#UnpopularOpinion: Warum sich ein DS Sith auf Iokath der Republik anschließen könnte
Gerade die Wandlung Kanzlerin Sareshs von der republikanischen Hoffnungsträgerin zu einer Schurkin sorgte reichlich Analysen die eine Verschiebung im Gleichgewicht der Macht orteten. Die Republik wurde dunkler, während das Sith-Imperium unter Marr und schließlich Acina wieder heller wurde. Verkehrte Welt. Gerade als heller Sith oder dunkler Jedi sah man seine Fraktion so doch wieder als etwas sympathisches an.

Gerade was Sith betrifft ist man eigentlich überzeugt diese könnten doch nur ihrer Fraktion loyal sein, es sei denn sie sind halbe Jedi, die daher mit der Republik sympathisieren. Aber gerade das Verhalten der Republik über den Verlauf der letzten Jahre verstört eigentlich jeden loyalen Anhänger der hellen Seite.

Ich will mich dem Problem der Republik daher einmal auf unkonventionelle Weise nähern. Kanzlerin Saresh hat bewiesen, dass sie die geborene Sith-Kaiserin gewesen wäre. Sie war in den während der Klonkriege oft beschworenen Worten bereit zu tun was notwendig ist. Saresh erkannte, dass die Sith nur dann besiegt sein würden, wenn sie bis auf den letzten dunklen Lord ausgelöscht sind. Die Geschichte gab er ihr Recht, denn das Überleben Darth Banes einige Jahrtausende später sorgte Jahrhunderte später trotzdem für den Untergang der Republik. Saresh hat also verstanden was sie tun muss und sie schreckt nicht vor dieser Aufgabe zurück. Ihre frühen Erfolge auf Corellia und Makeb gaben Saresh recht. Sie verstaatlichte außerdem sogar noch Czerka und trieb das Sith-Imperium in die Defensive. Wobei sie mitunter von persönlichen Rachemotiven getrieben wurde, immerhin lebte sie einst als imperiale Sklavin. Als Sith musste man Saresh durchaus Respekt zollen, denn ihre Leidenschaft verlieh ihr Stärke, ihre Stärke verlieh ihr Macht und durch diese Macht errang sie den Sieg, sie wurde Kanzlerin und sprengte ihre Ketten.

Sareshs Angriff auf Ziost war ein meisterhaftes Manöver und womöglich hätte sie zu diesem Zeitpunkt die Offensive eröffnet, mit der man das Sith-Imperium vernichtet hätte. Wäre ihr nicht Vitiate in die Quere gekommen. Die Invasion Ziosts endete als globale Katastrophe und Saresh musste sich zurückziehen, denn nun wirkte es als ob jeder Kriegsschauplatz Opfer der Rache Vitiates werden könnte.

Jahre später unterstützte die Republik die Allianz zwar nur oberflächlich, aber man war in der Lage herausragende Persönlichkeiten wie Admiral Aygo (womöglich der ehemals ranghöchste Flottenoffizier der Republik, also quasi Großadmiral), den Tech-Spezialisten Lieutenant Yuun, Hutt-Botschafter Dr. Juvard Illip Oggurobb, Major Aric Jorgan und Militärpolizeidirektor Rusk, sowie die Kriegsheldin Hylo Visz zu rekrutieren. Ich verweise zwar gerne auf Lana Beniko und die Allianz mit Kaiserin Acina als wichtigste Stützen der Allianz, aber im großen und ganzen überwiegen die republikstämmigen Mitglieder der Allianz.

Zur Zeit des Krieges mit Kaiserin Vaylin gelang Saresh ein wahrhaft einer Sith würdigen Coup, als sie sich selbst als neue Kommandantin der Allianz zu installieren versuchte. Der Rep-Überschuss der Allianz führte dazu, dass sie sogar öffentlich auf Odessen auftreten durfte. Derweil wären Kaiserin Acina und der Allianzkommandant auf Dromund Kaas gefallen. Saresh beabsichtigte ernsthaft drei Fraktionen in ihre Gewalt zu bringen, auch wenn es unter den Imperialen viele Widerstände gegeben hätte. Doch Saresh verstand durchaus das Machtvakuum und die Mithilfe imperialer Kollaborateure für sich zu nutzen. Mit Lorman als Marionetten-Kaiser hätte sie durchaus auch die Sith-Imperialen in eine Drei-Mächte-Front zwingen können. Das Scheitern von Sareshs Putsch ruinierte diese Pläne und die Republik wurde zunächst nicht zu einem aktiven Unterstützer der Allianz, während auch das Sith-Imperium bestenfalls nur als Verbündeter und nicht als ferngesteuerter Teil der Allianz in den Krieg eintrat. Ich wage die Spekulation, ob eine von Saresh geführte Drei-Mächte-Koalition vielleicht in der Lage gewesen wäre Vaylin durchaus die Stirn zu bieten. Allerdings wurde der Krieg ja durch den übernatürlich beeinflussten Sieg über Vaylin und die Vernichtung Valkorions entschieden. Saresh hatte einen brillanten Plan, aber es wäre der falsche Weg gewesen und Vaylin hätte sie vermutlich doch vernichtet. Rückblickend finde ich es irgendwie schade, dass Saresh auf diese Weise weichen musste.

Interessant wird es schließlich wieder auf Iokath, denn Jace Malcom ist vollkommen ehrlich. Die Republik will die Superwaffe und sie traut den Sith nicht. Malcom ist ein abgebrühter Veteran, der vor Arcann auf die Knie fiel, um im Auftrag Sareshs den Krieg gegen die Sith weiterzuführen. Selbst unter Arcann hätte man es ja vielleicht geschafft diese ewige Bedrohung der Republik zu bezwingen, wären da nicht die Abrüstungsverträge mit Zakuul gewesen. Malcom ist ehrlich, zielstrebig und ein wirklicher Krieger. Jemand der Respekt einflößt, anstatt sich hinter einem falschen Lächeln oder Plattitüden zu verstecken.

Sith respektieren Stärke, zumindest die aufgeklärteren, wie Darth Malgus oder Darth Marr. Aber Sith respektieren auch Charakterstärke und sithartige Qualitäten, wie sie sowohl Malcom als auch Saresh zur Genüge bewiesen haben. Währenddessen wirkt Kaiserin Acina eher wie eine doppelzüngige Zash oder sogar wie Darth Baras. Malcom ist geradliniger und mehr wie General Garza oder Jaric Kaedan, der ursprüngliche Bezwinger der Schreckensmeister. So gesehen halte ich es durchaus für gerechtfertigt sich der Republik zuzuwenden, die einen Kriegsherrn mit offenen Armen anstatt einem Dolch in der Hinterhand erwarten könnte.

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