Mehr als ein Lichtschwert
"Sun sword" ist ein Codename für Lichtschwerter, zumindest verwendete man diese Bezeichnung bei den damals noch geheimen Vorsprechen zu Star Wars Rebels. Die Vorsprechen waren so geheim, dass selbst die Darsteller nicht wussten wofür sie vorsprachen. Der als Kanan Jarrus gecastete Freddie Prinze Jr. kam jedoch dahinter, dass es sich beim Sun Sword seines Charakters nur um ein Lichtschwert handeln konnte. Und somit ist das Sonnenschwert als Codename für Lichtschwerter in das Star Wars-Fandom eingegangen.

Es ist natürlich nur eine Frage der Zeit bis irgendjemand tatsächlich ein als Sonnenschwert ausgelegtes Lichtschwert verwenden wird. Zumindest vor meinem inneren Auge könnte ein solches eben so aussehen:




Ich bin stolz auf mein Lichtschwert, dass mich an eine Sonneneruption (Sun Flare) erinnert, bei der ein Stück der Sonnen-Ummantelung ähnlich bei meinem auf Plasma basierenden Lichtschwert wegbricht und verheerende Schäden anrichten könnte. Bei einem Lichtschwert sind solche Plasmablitze durchaus problematisch, erwecken sie doch den Eindruck, die Waffe wäre schwer zu beherrschen und wenn sich die Klingen verhaken können die Blitze beiden Seiten schaden. Doch nur weil etwas schwierig und gefährlich ist muss man es nicht einfach aufgeben. Die dunkle Seite ist wie ein solches Lichtschwert. Sie schadet ihrem Nutzer manchmal genauso stark wie jenen gegen die sie eingesetzt wird. Gerade in der Ära der Alten Republik, als Sith und Jedi noch so zahlreich waren, dass Lichtschwerter ein fast alltäglicher Anblick waren, konnte man sich beim Bau seiner Waffen oft nur durch besondere Eigenschaften vom Lichtschwert des nächstbesten Machtnutzer abheben. Selbst in der Prequel-Ära griffen die Sith immer noch gerne auf eher exotische Lichtschwertdesigns zurück.

Jahrtausende vor dem Untergang der Republik existierten auch noch weit mehr Kyber Kristalle und darunter vermutlich auch mehr seltene Farben, sodass es gut möglich war sich schon durch den Besitz eines besonderen Farbkristalls und dessen Eigenschaften voneinander abzuheben. Kylo Rens Lichtschwert nutzte bekanntermaßen einen gesprungenen roten Kyber Kristall, doch könnten handwerklich meisterhafte Sith nicht schon Kyber Kristalle als Edelsteine verarbeitet und verziert haben? Könnte ein solcherart gravierter Kyber Kristall dann nicht auch bestimmte Effekte erzeugen, die dann zu einer scheinbar defekten Klinge führen? Ein Waffen-Tuning könnte genauso wie Kriegsbemalung oder Spikes psychologischen Zwecken dienen. Mit Sith-Symbolen graviert erzeugt ein Kyber Kristall vielleicht einen scheinbar gefährlichen Waffen-Effekt, doch in Wirklichkeit lässt sich die Klinge von ihrem Konstrukteur weiterhin problemlos kontrollieren. So erkläre ich mir mein Waffen-Tuning.

Das generelle Lichtschwertdesign orientiert sich an einem populären Muster aus der Ära der Alten Republik. Auch das gibt es, gewisse Lichtschwertdesigns werden von ganzen Generationen nachgeahmt. Im konkreten Fall orientiert sich das Lichtschwert meines Juggernauts an Darth Marrs. Der Farbkristall selbst ist mit antiken Sith-Symbolen graviert, die einen scheinbar gefährlichen Effekt erzeugen und einen leicht abgewandelten Kampfstil erfordern. Ähnlich wie bei Doppelklingenlichtschwertern oder Jar'kai (zu dem Thema empfehle ich den Darth Bane-Roman Pfad der Zerstörung) geht es dem Konstrukteur einer solchen Waffe um den Abschreckungseffekt. Das Design ist so ungewöhnlich, dass die meisten Gegner gar nicht (mehr) wissen, wie man darauf reagieren soll und jeder Fehler des Gegners ist ein Punkt für meinen Juggernaut. Die Farbe verkörpert wiederum den feurigen Zorn meines Juggernauts, der sich Zorn des Imperiums nennt. Seine Waffe soll wie eine Naturgewalt wirken und wie Sonnenfeuer alles niederbrennen, was ihm im Weg steht. Als etwas unkonventioneller Sith strebt mein Jugger nach einer Kontrolle über jene Naturgewalt, die sich dunkle Seite nennt. Für ihn ist die dunkle Seite, nur die rohe ungeformte Seite der Macht, wie sie Vergere in Matthew Stovers Erbe der Jedi-Ritter-Roman Verräter beschrieben hat.

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