Samstag, 29. Juni 2019
Rendilis Rolle in der Alten Republik
Major Aric Jorgans Geburtsort spielte in den Star Wars Legends eine bedeutende Rolle, denn Rendili war die Heimat des Schiffsbauers Rendili StarDrive, welcher über verschiedene joint ventures und Firmenableger für einige der bekanntesten Schiffsdesigns der Alten Republik verantwortlich war. Rendili StarDrive entwickelte nicht nur das ikonische Design der Hammerkopf-Kreuzer der Alten Republik, sondern auch die in den Legends sehr prominenten Dreadnaught-Klasse und man baute dementsprechend auch die gesamte legendäre Katana-Flotte.

In der Alten Republik ist Rendili eine der wohl wichtigsten republikanischen Garnisonen, zumal Rendili trotz des Bau der neueren Generationen von Hammerkopf-Kreuzern durch corellianische Schiffswerften nun für den Bau aller republikanischen Raumjäger verantwortlich ist. Zwar werden Hochgeschwindigkeitsjäger wie die NovaDives oder Flashfires ebenfalls durch Corellian StarDrive produziert, aber die gesamte FT-Serie (FT-6 Pike, FT-7B Clarion und FT-8 Star Guard) stammt aus rendilischer Produktion.

Da Rendili während der Klonkriege über seine eigene Verteidigungsflotte an Dreadnaughts verfügte ist auch davon auszugehen, dass sich der Planet selbst in der Alten Republik bereits eine mächtige Flotte zur Selbstverteidigung aufgebaut hatte, welche sehr wahrscheinlich durch republikanische Truppen verstärkt wurde. Ein imperialer Angriff auf Rendili wäre daher wohl ziemlich aussichtslos.

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren

 


Der beste Raumschifftyp der Alten Republik


Das Design der Hammerkopf-Kreuzer hat sich in den Jahrtausenden der Alten Republik kaum verändert, was womöglich auch daran lag, dass dieses ikonische Design zu einem eindeutigen Erkennungsmerkmal für republikanische Kriegsschiffe geworden war. In einer Galaxis die auch Welten umfasst, wo die Jedi nur Mythen sind und der letzte Kontakt mit republikanischen Truppen Jahrhunderte zurückliegen kann war ein solches zeitloses Design wohl durchaus eine sinnvoll Entscheidung und aufgrund des exklusiven Verkaufs dieser Schiffe an die Republik dürften auch kaum Missverständnisse aufgekommen sein. Gerade in Friedenszeiten rüstete die Republik ihre Flotte und Armee regelmäßig ab, sodass größere Kriegsschiffe und vor allem Flaggschiffe immer wieder verschrottet wurden. Was übrig blieb waren die wahren Lastpferde der republikanischen Flotte und diese waren in der demilitarisierten Republik eben doch verhältnismäßig selten anzutreffen, wiederum ein Grund für ein dauerhaftes Design, das sie von den Streitkräften anderer interplanetarer Organisationen abhob.

Die Hammerkopf-Kreuzer waren in der republikanischen Geschichte auch deshalb so erfolgreich, weil sie den wohl flexibelsten Schiffstyp darstellten. Das Schiff war nicht bloß für den Kampf Schiff gegen Schiff geeignet, sondern umfasste auch eine ganze Raumjägerstaffel, sowie ein Kontingent an Bodentruppen. Das perfekte Schiff für Patrouillen oder friedenssichernde Maßnahmen. Eine Folge der Notwendigkeit auch in Friedenszeiten über Mittel zu verfügen Recht und Ordnung durchzusetzen war zudem, dass die Hammerkopf-Kreuzer und ihre späten Nachfolger (was auch das Design der Acclamator-Sternenzerstörer in den Klonkriegen beeinflusste) dazu in der Lage waren auf Planeten zu landen. Damit konnten Hammerkopf-Kreuzer auch dazu eingesetzt werden Hilfsgüter auszuladen oder eben Bodentruppen zu transportieren. Umgerüstete Varianten der Hammerkopf-Kreuzer waren sogar als reine militärische Transportschiffe bekannt und opferten etwa den Raum für ihre Jägerstaffel, Treibstoffdepots, Barracken und Schiffswaffen zu Gunsten zusätzlicher Lagerräume. In dieser Rolle wurden wohl auch die Hammerkopf-Kreuzer verwendet, die während des Galaktischen Bürgerkriegs durch Prinzessin Leia von Alderaan an die Rebellen des Phoenix-Geschwaders überstellt wurden.

Selbst die Leistungsfähigkeit des Antriebs der Hammerkopf-Kreuzer, sowie ihre enorme strukturelle Integrität (und Rumpfpanzerung), welche dazu führten, dass ein solcher Kreuzer während der Schlacht um Scarif einen Sternenzerstörer rammen und von seinem Kurs abbringen konnte dürfte ein Resultat des Designs dieses Schiffstypus sein. Gerade in Friedenszeiten wurden die Hammerkopf-Kreuzer wohl auch dazu eingesetzt Wracks oder Asteroiden aus dem Weg zu räumen. Zusätzlich zur reinen physischen Einwirkung bei Rammattacken konnten die Hammerkopf-Kreuzer wohl auch Traktorstrahlen als zusätzlich Absicherung einsetzen.

Angesichts der vertrackten Lage des Senats bei der Vergabe von Staatsaufträgen dürfte es für die Republik auch einfacher gewesen sein, immer wieder dasselbe Schiffsdesign vom selben Schiffsbauer zu kaufen, denn alles ändere hätte womöglich das politische Gleichgewicht der Kernwelten gefährdet. Zwar stammten frühere Hammerkopf-Kreuzer von Rendili, spätere Modelle wie die Thranta-Klasse jedoch von Corellia, sodass bei einem Wechsel von Herstellern wohl durchaus darauf geachtet wurde die frühere Bezugsquelle zu entschädigen. Im Gegenzug für den Verlust des Geschäfts mit dem Bau von Hammerkopf-Kreuzern wurde Rendili daher wohl auch als Produzent der meisten Raumjäger der Alten Republik ausgewählt. Corellias Wirtschaft war als Kernwelt von seiner Industrie abhängig und trotzdem war man politisch nicht immer der loyalste Anhänger der Republik bzw. Coruscants. Mit traditionellen Schiffskäufen und Wartungsverträgen mit den Corellianern konnte sich die Republik wohl ihren Frieden erkaufen. Ein Argument dafür wäre in meinen Augen auch das Chaos der corellianischen Unabhängigkeitsbestrebungen in den Star Wars Legends, welche meiner Meinung nach ein Resultat der Politik der Neuen Republik waren, welche einen Großteil ihrer Flotte nun von Kuat Drive Yards, den Mon Calamari und anderen Gruppierungen kaufte, welche am Aufbau der Rebellen-Allianz aktiv mitgewirkt hatten.

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren

 


Mittwoch, 26. Juni 2019
Die militärische Stärke der "Ewigen Allianz" nach Nathema
Böse Zungen behaupten der Rücktritt Admiral Aygos wäre auch ein Resultat der materiellen Verluste der Allianz durch die Zerstörung der Ewigen Flotte, kurzum ohne eine Flotte braucht man auch keinen Flottenadmiral mehr, darum haben Imperiale jetzt Kommodore Pardax. Historisch gesehen wurde der Rang eines Kommodore eingeführt als Kapitänen das Kommando über mehrere Schiffe übertragen wurde und seither hat sich der Rang zu einem etwas altmodischen Titel für die Befehlshaber von Flottillen etabliert. Der Titel eines Kommodore ist sogar kanonisch geworden, während in den Legends noch von einem Captain of the Line oder Senior Captain die Rede war, entsprechend der Tradition, dass der dienstälteste Captain in kleineren Verbänden zugleich das Kommando über diese ausübte.

Geht man von diesen neuen Machtverhältnissen aus, dann verfügt die Allianz wohl bestenfalls noch über die militärische Stärke einiger gut bewaffneten Planeten. Ein Beispiel wäre der Planet Rendili, der ja als Geburtsort der Dreadnaught-Klasse aus den Star Wars-Legends bekannt ist. Rendili baute für die Alte Republik eine Flotte aus 200 Dreadnaughts für die Katana-Flotte und in den Legends war der 600 Meter lange und mit einer Staffel Raumjäger bestückte Dreadnaught der Vorgänger des Imperialen Sternenzerstörers. Für sich selbst beanspruchte Rendili während der Klonkriege jedoch nur eine Flotte aus 6 Dreadnaughts, womit sich durchaus ein Vergleich zur Allianz herstellen lässt, aber dazu später noch mehr. Man könnte die Allianz wohl auch mit Tarkins Heimat Eriadu vergleichen, wobei Eriadu sich jedoch als führende Macht einer Militärkoalition im Seswanna-Sektor positionierte und daher auch mit den Ressourcen anderer Planeten spielen konnte.

Das Rückgrat der Ewigen Allianz

Um die militärische Stärke der Allianz bewerten zu können war es sinnvoll die Darstellungen der Allianz vor und während KotET heranzuziehen. Erreicht man Einfluss 20 mit Admiral Aygo berichtet er während KotFE noch via Mail davon, dass die Allianz nun über eine regelrechte kleine Flotte verfügt.

Am Ende von Kapitel XVI tauchen im Orbit von Odessen jeweils 2 Terminus-Zerstörer und Thranta-Korvetten auf, die sich zwar in ihrer Klassifizierung zu unterscheiden scheinen, de facto jedoch äquivalent zueinander sind. Später könnten noch weitere Schiffe hinzugekommen sein und schon im genannten Kapitel erscheinen kleinere nicht bekannte Begleitschiffe, die womöglich Truppentransporter gewesen sein könnten.

In der Schlacht von Voss tauchen bereits mindestens 3 Thranta-Korvetten und 3 Terminus-Zerstörer, sowie eine Vielzahl kleinerer Begleitschiffe auf. Die Schiffe der Ewigen Flotte waren mit ihren ca. 800 Metern Länge durchaus mit einem Dreadnaught vergleichbar, wobei ihr fragiles Design sie jedoch an Nebulon B-Fregatten erinnerte. Die "Mini-Sternenzerstörer" aka die Terminus-Zerstörer sollen hingegen nur um die 350 Meter lange gewesen sein, ebenso wie die Thranta-Korvetten. Beide Schiffsklassen konnten jeweils eine Raumjägerstaffel und eine handvoll weitere Schiffe transportieren, was sich auch mit der Kapazität der Schiffe der Ewigen Flotte zu decken scheint. Mir persönlich liegt der Vergleich auf der Zunge, dass die Ewige Flotte ein Vorgänger der Katana-Flotte war. Die Katana-Flotte umfasste 200 Dreadnaughts, die durch massive technologische Vereinfachungen von einer stark reduzierten Crew bemannt werden konnten, während wir von der Ewigen Flotte zwar keine genauen Zahlen kennen, dafür aber wissen, dass jedes Schiff von einem einzigen GEMINI-Captain samt Droidencrew gesteuert werden konnte.

Auffallend ist jedenfalls, dass die Allianz (im Gegensatz zu den Revanitern) über keinen einzigen Dreadnaught der Harrower-Klasse verfügte oder auch über einen der Valor-Klasse. Imperiale und republikanische Großkampfschiffe fielen also nicht in die Hände der Allianz. Dafür verfügte man wohl über deutlich mehr kleinere Schiffe als die Revaniter, welche über Rakata Prime mit einem einzigen Harrower, einem Terminus-Kreuzer und einer Thranta-Korvette aufmarschierten, um ihre leider zerstörte Cyborg-Armee abzuholen. Die von den Revanitern auf Rishi eingesetzten Schiffe waren zum Teil wohl solche die man von den dortigen Piraten gekauft hatte.


Die Ministernenzerstörer der Terminus-Klasse

Star Wars und auch SWTOR jonglieren gerne mit Bezeichnungen für Schiffsklassen, bis am Ende keine wirkliche Logik mehr erkennbar ist. Bei der Terminus-Klasse würde ich aufgrund ihrer Form und vergleichbarer Schiffe aus den Legends und dem neuen Kanon daher lieber von einem Mini-Sternenzerstörer sprechen.

Mit wahrscheinlich 350 Metern Länge und einer Raumjägerstaffel an Bord kann man die Terminus-Klasse mit mehreren imperialen Schiffen vergleichen, wie dem Carrack-Kreuzer, dem eher aus Rebels bekannten Arquitens-Kreuzer (ebenfalls ein Mini-Sternenzerstörer) oder der Nebulon B-Fregatte. Zugleich sollte man erwähnen, dass auch die Harrower-Klasse kein wirklicher Sternenzerstörer war, sondern mit 800 Metern Länge und fast 100 Raumjägern an Bord eher an die Venator-Sternenzerstörer aus den Klonkriegen erinnerte. Mit der halben Länge und einem Bruchteil der Hangarfläche eines Harrowers könnte ein Terminus für seine Größe sogar besser bewaffnet sein. Angesichts der Rolle der Harrower als Trägerschiffe dürfte die Funktion des Hauptkampfschiffs der Imperialen Flotte wohl der Terminus-Klasse zugefallen sein. In den Klonkriegen fungierten die Venator-Sternenzerstörer ja ebenfalls hauptsächlich als Trägerschiffe, um Klonarmeen und Raumjägergeschwader zu den Kriegsschauplätzen zu transportieren. Das Sith-Imperium benötigte jedoch ein flexibles Schiff, das sich sowohl für Raumschlachten, als auch für Patrouillen-Tätigkeiten eignete. Etwas besser erkennbar wird das Aufgabenprofil der Terminus-Klasse, wenn man ihr die republikanische Thranta-Klasse gegenüberstellt. Die Terminus-Klasse war für das Imperium so wichtig und populär, dass Darth Marr eines dieser Schiffe sogar als Flaggschiff für die Jagd nach dem Imperator auswählte. Eine massive Invasion war von Marrs Seite aus nicht geplant, weshalb er eine Flotte aus flexiblen Schiffen zusammenstellte, mit denen er auch in der Lage gewesen wäre Vitiates Versteck aus dem Orbit zu bombardieren. Sogar die Ascendant Spear basierte auf dem Design der Terminus-Klasse, auch wenn sie wohl das Ausmaß eines Imperialen Sternenzerstörers der Imperial-Klasse erreicht.


Die ikonische Thranta-Klasse

Hammerkopf-Schiffe wie die Thranta-Klasse waren das wohl beliebteste Design in der Ära der Alten Republik und ein später Erbe dieser Schiffsklasse durfte sogar im neuen Kanon schon in Rebels und Rogue One debütieren. Die Thranta-Klasse ist jedoch deutlich größer als jede corellianische Korvette, sollte jemand den Vergleich zur Tantive IV anstrengen. Mit 150 Metern war Prinzessin Leias "Konsularschiff" nur halb so groß wie eine Thranta.

Die Thranta-Klasse diente der Republik treu und das sogar in Friedenszeiten, als man keine Invasionsarmeen transportieren musste und sich damit begnügen konnte einen Schiffstypus zu verwenden, der perfekt dafür geeignet war mit den üblichen Bedrohungen fertig zu werden. Die Terminus-Klasse wurde geschaffen, um diese Funktion auf imperialer Seite zu spiegeln. Ein wirklich krasser Designunterschied liegt jedoch bei den Großkampfschiffen beider Seiten vor, denn während die Harrower-Klasse eine überdimensionierte Variante der Terminus-Klasse repräsentiert sind die Schiffe der Valor-Klasse deutlich anders und scheinen nicht nach strategischen Gesichtspunkten entwickelt worden zu sein. Die Valor-Klasse ist eindeutig nicht für den Kampf Schiff gegen Schiff entwickelt, da sie über ein sehr unpraktisches Profil verfügt, mit dem sie sich leicht zum Ziel macht. Als Träger ist diese Schiffsklasse jedoch bestens geeignet.

Beispiele für die Größe oder Bedeutung der Thranta-Klasse sind Schiffe wie die Brenntal Star (Black Talon), Dorin's Sky (Enterkommando) oder auch die Aurora (Klassenstory des Kopfgeldjägers).


Das Kleinvieh

Die unbenannten kleineren Schiffe der Ewigen Allianz lassen sich wohl mit korellianischen Korvetten, Kanonenbooten, GR-75 Transportern (in Episode V prominent vertreten) oder auch Raider II-Korvetten (wie der Corvus aus Battlefront II) vergleichen. Alles in allem ein guter Mix, zu dem eben auch noch dutzende, wenn nicht sogar hunderte Raumjäger und Bomber hinzukommen.

Die Mischung machts

In der Story-Quest zu 5.10.3 erhält man die Möglichkeit Koth Vortena gleich drei Thranta-Korvetten anzuvertrauen, um Schiffe des Exchange-Syndikats anzugreifen. Im Vergleich mit der Rebellion wäre das so als ob man jemandem drei Nebulon B-Fregatten zur Verfügung stellen würde. Nicht schlecht, wenn die Allianz derart viele Schiffe herumliegen hat.

Fakt ist allerdings, dass der Allianz durch den Verlust der Ewigen Flotte die Großkampfschiffe fehlen, wobei diese wie erwähnt wohl ohnehin nur Trägerschiffe waren und im Raumkampf bis auf ihre Jäger- und Bomberstaffeln keinen Trumpf im Ärmel hatten. Der Allianz fehlt also wohl vorwiegend offensives Potential, um Planeten einzunehmen, zu verteidigen oder zurückzuerobern. Raumschlachten könnte man hingegen wohl durchaus schlagen.

Es mag ein unfairer Vergleich sein, aber von der Truppenstärke der Allianz ausgehend könnte man einen Vergleich zur Rebellen-Allianz in Star Wars Rebels wagen. Vor allem während der Schlacht von Atollon konnten die Rebellen mehrere corellianische Korvetten, Kanonenboote und sogar 3 Nebulon B-Fregatten aufbieten. Die Allianz stünde mit ihren 6+ mit Nebulon Bs vergleichbaren Schiffen sogar deutlich besser da. So gesehen könnte man vielleicht sogar das Aufgebot der Rebellen über Scarif schlagen, das über ein einziges nicht allzu stark bewaffneten Mon Cal-Großkampfschiff verfügte. Bei genauerer Betrachtung wird klar, warum Darth Vader mit einem 1600 Meter langen und auf den Kampf Schiff gegen Schiff ausgelegten Sternenzerstörer (sowie einem vollen unverbrauchten Geschwader TIE Jäger) keine Schwierigkeiten damit hatte die Rebellen-Flotte aufzureiben. Ein Imperial I-Sternenzerstörer wie Vaders Devastator verfügte zwar über weniger Raumjäger als ein Harrower, aber das Schiff war wohl doppelt so groß, sowie stärker bewaffnet.

Wenn in der Alten Republik alles noch kleiner war, dann könnte man sogar überlegen, ob Schiffe wie die Thranta- und Terminus-Klassen eventuell mit einem Dreadnaught vergleichbar wären. Somit wäre die Allianz sogar einem General Garm Bel Iblis überlegen, der in den Legends eine unabhängige Rebellen-Gruppe anführte, obwohl er einst die Rebellen-Allianz gegründet hatte. Garm Bel Iblis und seine drei Dreadnaughts halfen der neuen Republik dabei die Kampagnen Großadmiral Thrawns zu überleben, der sehr schonend mit seinen militärischen Ressourcen umging.

Unterm Strich setzt die Ewige Allianz also auf Schiffe die dazu gedacht sind andere Schiffe zu zerstören und somit ist Odessen durchaus gut gesichert, denn während die Allianz ihre Raumjäger auf Odessen parken kann müsste jede Invasionsstreitmacht mindestens einen Träger mit bringen und diesen auch noch schützen, sodass man wiederum nicht das volle Potential seiner Streitmacht gegen die Verteidiger richten könnte. Selbst ohne die Ewige Flotte verfügt die Allianz mindestens über die Feuerkraft der Rebellen-Allianz in Rogue One. Man könnte wohl keine Welten belagern oder Populationszentren wie Coruscant erstürmen, aber umgekehrt wäre es genauso schwierig die Allianz auf Odessen vernichtend zu schlagen. Was bleibt ist eine "Rebellen-Flotte", die den meisten planetaren Streitkräften weit überlegen ist und im Gegensatz zu diesen über kampferprobte Veteranen und nach zwei Invasionen durch das Ewige Imperium verbesserte Verteidigungsanlagen verfügt. Odessen liegt wohl irgendwo zwischen Atollon und Bastion.

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren

 


Kommodore Tessa Pardax: Im Exil auf Odessen
Die Nominierung von Kommodore Pardax als Nachfolgerin Admiral Aygos auf imperialer Seite ist eine interessante Entscheidung. Als republikanischer Loyalist war Aygo trotz allem jemand der Talente und Fähigkeiten erkannte, weshalb er mit Tessa Pardax eine fachlich durchaus geeignete Nachfolgerin ausgewählt hat und das trotz Pardax imperialer Neigungen.

Der "Kodex-Eintrag" zu Kommodore Pardax verrät uns bereits einiges über ihren Charakter und wie sie zu ihrer gegenwärtigen Position gelangte. Zunächst einmal wird bereits explizit erwähnt, dass Pardax ein enormes strategisches Talent besaß, aber neben Zwangsversetzungen an die Front auch immer wieder in Trainingslager versetzt wurde. Ich fühle mich da etwa an den bothanischen Flottenadmiral Nek Bwua'tu aus den Star Wars Legends erinnert, der lange Zeit ebenfalls als strategisches Genie gehandelt wurde, seinen Ruf praktisch aber allein darauf begründete als einziger Offizier den Thrawn-Simulator (wahrscheinlich ein Kobayashi Maru-Test in der späten Legends-Phase der Star Wars Galaxis) besiegt zu haben. Eine Thrawneske Militärberaterin ist ja durchaus etwas, womit man mich begeistern kann und obwohl Kommodore Pardax bisher noch keine Sprechrolle hatte würde ich argumentieren, dass die Story-Sequenz zu 5.10.3 durchaus Freude bei mir ausgelöst hat. Man kann Story ja wirklich auch zwischen größeren Updates einsprenkeln und 5.10.3 hatte alles, Updates zum Status der diplomatischen Beziehungen, zu Zakuul und zu den Entwicklungen in der Allianz.

Dass Tessa Pardax keine Admirälin oder sogar die Großadmiralin des Sith-Imperiums geworden ist sollte jedoch niemanden überraschen. Thrawn hatte zwar kein besonderes politisches Talent, aber er erwarb sich den Respekt von Titanen wie Tarkin, Yularen und nicht zuletzt auch Vader. Was Thrawn jedoch nie riskierte war die Einnahme von radikalen politischen Positionen und diese haben Kommodore Pardax eben in ihrer Karriere zurückgehalten. Nicht soweit, um Pardax wirklich wie Malavai Quinn in einem Außenposten versauern zu lassen, denn dafür war sie dann doch zu erfolgreich. Aber Pardax zumindest soweit zurück, dass sie nicht an den wichtigen Besprechungen teilnehmen konnte. Eine Geheimwaffe ohne Mitspracherecht. Dabei ist Pardax eigentlich eine eingefleischte Imperiale und sie lebt für die meritokratischen Prinzipien, die in der imperialen Ideologie verankert sind. So ganz unbotsmäßig ist Pardax also nicht, viel eher ist sie also eine radikale Idealistin, die vermutlich etwas zu lautstark das Establishment kritisiert. Die Imperialen lieben es, sich in ihr meritokratisches Mäntelchen zu hüllen, aber der Aufstieg der Stärkeren und Fähigeren ist nicht immer mit echten Hard Skills verbunden. Oftmals ist es derjenige, der die besseren soft skills aka bessere Verbindungen, sichtbarere Erfolge und die nötige Stromlinienförmigkeit, der bis ins Oberkommando befördert wird. Auch unter den Sith ist es nicht Kompetenz die dazu führt, dass jemand in den Dunklen Rat nachrückt, sondern lediglich die Kompetenz seine Rivalen auszuschalten. Sith zu kritisieren war im Imperium noch nie eine gute Idee und damit könnte sich Pardax so einige Feinde gemacht haben, denn Sith sind in der Regel nicht kompetenter als republikanische Politiker. Darth Baras wurde Ratsherr mit einer Zuständigkeit für Militärische Offensiven und hatte weder große Erfolge als General, noch eine militärische Ausbildung vorzuweisen, sodass das Sith-Imperium in der Regel auch von Amateuren geführt wird, die den wirklichen Experten vorgesetzt sind. Dass Pardax mit ihrer Haltung überlebt hat und sogar noch Kommodore wurde (der niedrigste Admiralsrang) ist da schon erstaunlich und wäre undenkbar, wenn sie nicht einige Förderer und Zusprache besitzen würde.

Im Gegensatz zum von mir erwähnten Nek Bwua'tu hat Pardax konkrete Erfahrungen als Flottenkommandeurin und ihr Wechsel zwischen der Front und einer Lehrtätigkeit dürfte auch signalisieren, dass man sie gerne als Problemlöserin an die Front geholt hat. Sith hätten Pardax wohl nur widerwillig Respekt gezollt, da sie sehr wahrscheinlich oftmals missratene Kampagnen retten musste und bei ihren Erfolgen nicht im Rampenlicht stehen durfte. Pardax offene Worte hinsichtlich typischer Sith-Strategien oder Ego-Trips dürften eben nicht gut angekommen sein. Es wird spannend wie viel von dieser aus einigen Zeilen Lore extrapolierten Persönlichkeit tatsächlich Eingang in Pardax künftige Charakterisierung finden wird. Aygo wurde ja von Kapitel X an fast aus allen Sequenzen auf Odessen ausgeklammert, obwohl er als Militär-Experte sicher genügend zu sagen gehabt hätte.

Pardax nach Odessen zu bringen ist eine große Chance, zumal ich mir ja etwas vergleichbares lange gewünscht habe. Da Admiral Zasha Ranken jedoch gestorben sein könnte ist sie wohl die nächstbeste Wahl und angesichts von Rankens Status als Ex-Protege des Großmoffs Rycus Kilran vielleicht sogar die bessere Kandidatin. Pardax schaffte es in ihrer Karriere ohne Protektion bis zur Kommodore und vermutlich sogar gegen den Widerstand ihrer Sith-Vorgesetzten. Wir wissen nichts über Pardax Haltung gegenüber Aliens oder ehemaligen repbulikanischen Truppen. Als begeisterte Anhängerin des meritokratischen Prinzips würde jedenfalls die Frage vorliegen, ob Pardax trotzdem Rassistin genug war um ihre meritokratischen Prinzipien zu verwässern oder zu verraten. Pardax karrieretechnische Probleme könnten jedoch andeuten, dass sie tatsächlich auch für kompetente Aliens in den imperialen Reihen eingetreten ist, womit sie sich nicht nur mit einigen Sith-Lords, sondern eben auch dem imperialen Establishment und vor allem Großmoff Ilyan Regus angelegt hätte. Regus war Malgus bitterster Gegner und zweifellos ein größerer Verhinderer in der imperialen Hierarchie. Pardax lieferte die gewünschten Resultate, aber sie musste wohl auch von einer Position fern gehalten werden, in der sie politisch unerwünschten Personen Aufstiegsmöglichkeiten verschafft hätte. Sith-Politik oder imperiale Politik wären nichts gewesen, womit eine radikale Meritokratin zufrieden gewesen wäre.

Auf Odessen tritt Kommodore Pardax in die Fußstapfen eines ehemaligen republikanischen Flottenadmirals, der im Imperium wohl vergleichsweise Großadmiral gewesen wäre. Zumindest vom Prestige her steigt Pardax nun deutlich auf und erhält das militärische Kommando über die gesamten Allianz-Streitkräfte, wobei sie nun von sich behaupten kann in einer Reihe mit Admiral Ranken und Darth Krovos zu stehen, die sich beide an Admiral Aygos Verteidigung Kuats einst die Zähne ausgebissen haben. Pardax hat nun nur noch einen Vorgesetzten und dieser kämpft in den meisten Fällen weiterhin für das Sith-Imperium, womit ihr Patriotismus befriedigt sein sollte. Pardax verkörpert jedoch auch eine Gefahr, denn sollte sich der Commander als Doppelagent outen würde sie ihn wie eine heiße Kartoffel fallen lassen und sehr wahrscheinlich einen Großteil des imperialen Kontingents auf Odessen zu einem Putsch aufrufen.

Hat man Pardax jedoch freiwillig gehen gelassen oder wurde sie von kurzsichtigen Vorgesetzten ins Exil geschickt? Fakt ist, Großmoff Regus wäre wohl am glücklichsen, wenn Pardax nicht in den imperialen Reihen zu finden ist. Gleichzeitig sollte man aber auch Pardax Talente beachten und auf Odessen kann sie weiterhin der imperialen Sache dienen, ohne ihr das Kommando über imperiale Truppen anvertrauen zu müssen. Zugleich war Pardax Wechsel nach Odessen wohl ein Versuch sie von ihrer Lehrtätigkeit zu entfernen, denn Pardax Einfluss als Mentorin für die kommende Generation imperialer Offiziere wäre Konservativen wie Regus ebenfalls ein Dorn im Auge. Fallen lassen konnte man sie nicht, Befördern wollte man sie nicht und mehr Einfluss innerhalb des Imperiums wollte man ihr auf keinen Fall zukommen lassen, also schickte man sie nach Odessen. Pardax ist zweifellos eine geeignete Verbindungsoffizierin, aber die Hoffnung der Moffs durch ihre Versetzung wieder eine konservative Wende einleiten zu können dürfte an den entsprechenden Neigungen ihrer Vorgesetzten Darth Krovos scheitern. Und zwischen der jungen Generation, samt der Alien-Jungoffiziere, sowie einer Reformerin an der Spitze sind die alten Konservativen nun eingekeilt, auch wenn sie vielleicht auf die Unterstützung einiger radikaler Jungoffiziere zählen könnten, die sich nun durch Aliens in ihrem Anspruch als Führungsschicht bedrängt sehen. Plötzlich kann eine Twi'lek-Sklavin die Vorgesetzte eines imperialen Leutnants sein, der Twi'leks vorher nur als leistbare Lustobjekte kannte. Möchte BioWare eine politische Agenda in SWTOR thematisieren, dann könnte man ja die Angst der Konservativen aufgreifen von Aliens unterwandert und verdrängt zu werden. Gerade die imperiale Mentalität mit ihrer ständigen Angst vor einem Genozid wäre ja ein starker Antrieb sich vor einer Auslöschung durch die Vertreter dieses neuen Imperiums zu fürchten. An der Sith-Akademie wurde der imperiale Ethnonationalismus ja schon durch Lord Abaron, Aufseher Tremel und Harkun ausreichend thematisiert. Die Sith sind aber auch die adelige Führungsschicht des Imperiums und daher deutlich radikaler und konservativer, immerhin könnten Sith an der Akademie durch Aliens tatsächlich getötet werden und sie müssten fürchten, dass das auch ihren Sith-Kindern und vor allem ihren Nicht-Sith-Nachkommen passieren kann. Die Paranoia der Sith vor einem ständigen Verrat durch ihresgleichen ließe sich nun in eine Angst vor den in ihre Reihen vorrückenden Aliens kanalisieren lassen.

2012 gab es ein Leak zu einem Flashpoint in welchem Großmoff Regus tatsächlich eine Gruppe Erzkonservativer um sich geschart hätte und mit Rakata-Waffen eine Gegenrevolution starten wollte, nachdem das Imperium zu viele von Malgus Reformideen umgesetzt hatte. Dieser Flashpoint wurde damals keine Realität, aber nun... Malgus ist zurück und es wäre doch eine Ironie der Geschichte, wenn der Mann der Malgus als "Malgus der Verräter" betitelte nun ebenfalls zum Verräter würde. Regus vs. Malgus sind dank Ossus nun wieder eine Möglichkeit. Und als Zorn des Imperiums wäre es wohl Malgus Job eine Gruppe von Putschisten auszulöschen.

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren

 


Dienstag, 25. Juni 2019
Das neue Zakuul sollte zumindest ein regionales Problem sein
Ein verlorener Krieg, der Untergang einer Dynastie, der Verlust des nationalen Stolzes, sowie einst stolz annektierter Gebiete - Zakuul findet sich nach Vaylin in einer Rolle wieder, die vielen Staaten Europas nach dem Ersten Weltkrieg sehr vertraut war. Fehlt nur noch der Aufstieg ehemaliger Offiziere in politische Funktionen, ein radikaler Nationalismus und natürlich Expansionsgelüste, was nach 1918 nicht bloß ein rein deutsches Problem war. Italien stürzte sich ebenso in kriegerische Abenteuer wie Polen, das Binnenland Ungarn wurde von einem ehemalige Admiral regiert, der theoretisch die Monarchie aufrecht erhielt und als Reichsverweser regierte, wobei der einstige Kaiser und König jedoch nicht zurück ins Amt gelassen wurde, Österreich erhielt eine autokratische Regierung aus Weltkriegsveteranen, die sich auf paramilitärische Gruppen stützten. Verbliebene Weltkriegsarsenale waren gerade für die Paramilitärs das um und auf, denn mit Weltkriegsveteranen und Rekruten aus den jüngeren Generationen konnte man rechtsstaatliche Prinzipien schnell außer Kraft setzen und die legitimen Amtsinhaber zum Rücktritt nötigen. Alles im Namen der Wiederherstellung von Recht und Ordnung. Es gab aber auch revolutionäre Bewegungen, die gerade nach Kriegsende ebenso stark zum bewaffneten Sturz der ungeliebten Republiken drängten.

Arcann und Senya wären auf Zakuul wohl genauso wenig sicher wie die Zarenfamilie im frühsowjetischen Russland. Die Gefahr, dass Arcann oder Senya aufgrund ihrer Aura der Legitimität eine Konterrevolution anführen könnten wäre ein Risiko, das so mancher am liebsten gleich aus der Welt schaffen möchte. Sollte sich ein Diktator auf Zakuul durchsetzen, so wäre es auch gut möglich, dass dieser in der russischen Tradition der Zaren eine Terrorherrschaft aufrecht erhält und schlussendlich sogar ins Exil geflüchtete Gegner zu eliminieren beginnt. Und Zakuul hätte durchaus russische Verhältnisse anzubieten, beginnend mit einer beträchtlichen Akzeptanz für die Grausamkeit seiner Herrscher oder den scheinbaren Mangel einer tragfähigen Mittelschicht.

Dass es auf Zakuul unter einem linken, rechten oder sogar überparteilichen Regime zu massiven politischen Säuberungen kommen könnte halte ich für einen sehr glaubwürdigen Schritt. Wer lässt sich denn für das Ende des Goldenen Zeitalters verantwortlich machen? Sicher nicht jene die treu und ergeben für das Kaiserhaus gekämpft hatten, womit die Frontveteranen wohl gleich mal die ersten wären die ihre Selbstschutzverbände politisieren könnten. Konservativer Militärputsch oder faschistische Machtergreifung? Da Zakuul kein aktives Militär mehr haben sollte würde ich rein aus Benennungsgründen schon zum zweiten Punkt tendieren. Zakuul fehlte ohnehin ein Stauffenberg, wobei es Zakuul so nebenbei auch an Generälen und abseits der Exarchen auch an einem klar definierten Offizierskorps fehlte. Die Horizontwache war nur ein Garderegiment, das wohl im Schnitt über höhere Ränge verfügte als einfache Ritter von Zakuul, weshalb die Horizontwachen unter Vaylin manchmal als Anführer fungierten.

Als Ewiges Imperium hatte Zakuul zunächst die vollständige Kontrolle über alle Wild Space Territorien, ehe man die gesamte restliche Galaxis als Vasall unterwarf. Annektiert wurden nur bestimmte Welten, doch genau dieser territoriale Verlust in der bekannten Galaxis und den weniger bekannten Regionen sollte Zakuul deutlich geschmerzt haben. Selbst als reine Regionalmacht hatte man kein Problem damit seinen ökonomischen Standard aufrecht zu erhalten und genau das könnte man sich wieder wünschen, zumal die Allianz als direkter Gegner in der Region nun deutlich geschwächt ist und interne Spannungen erlebt. Die Allianz von Odessen zu vertreiben wäre seit ihrer Annäherung an die Großmächte ja nicht mehr auszuschließen.

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren

 


Zakuuls Krieg der Hochhäuser
Andere mögen bei Koths Bericht über den Stand der Dinge auf Zakuul vielleicht an Szenarien wie in Judge Dredd gedacht haben, ich für meinen Teil dachte an den Vorfilm zu Monthy Pythons Sinn des Lebens:



Das hatte doch alles, Piraten, einen Krieg unter Wolkenkratzern...

Postapokalypse incoming: Wird eine Rückkehr nach Zakuul nun vielleicht attraktiver?

Nachdem es auf Zakuul nun wohl Hungersnöte, einen florierenden Schwarzmarkt und Massenarbeitslosigkeit (der Großteil von Zakuuls Bevölkerung lebte von einem bedingungslosen Grundeinkommen, dass spätestens mit Vaylins Sturz jedoch wegfiel) gibt war es ja kein Wunder, dass die ersten Berichte über das unabhängige Zakuul so klangen, als hätte die Exchange den Planeten fest im Griff. Zakuuls Verfall wird über die Jahrtausende sicher dafür sorgen, dass seine Bevölkerung wieder in den Sümpfen verschwindet, aus denen sie durch Valkorion gerettet wurden, doch bis dahin kann man noch etwas Spaß mit der Postapokalypse haben.

Nachdem ich Judge Dredd ja schon erwähnt habe, ein ähnliches Hardcore-Justizsystem wäre für Zakuul ja durchaus denkbar. Vaylin diente auf Zakuul lange Zeit als Hohe Richterin und selbst die Ritter von Zakuul waren wohl nicht scheu, wenn es um Gewaltanwendung ging - wie Senya auf Zakuul ja anschaulich demonstrierte. Es gab keinen Kodex der die Ritter zurückgehalten hätte und schlussendlich waren das Zakuuls goldene Zeiten. Versuche Zakuul zu retten könnten also auch eine Restoration des alten Justizsystems zur Folge haben, in welchem es wohl keine Gerichte, sondern nur eine Vorsprache beim Imperator gab.

Eine Idee die man sich aus dem Dredd-Franchise ausborgen kann wäre ich die Kontrolle der gewalttätigsten Elemente über die größten Gebäude. Dass es dazu kommt wäre nur natürlich und die Ordnung wiederherzustellen oder ein feindliches Haus zu vernichten wäre so gut wie unmöglich, da der Häuserkampf einfach ewig dauern würde und bei gleich großen Bevölkerungszahlen eine totale Niederlage zur Nebenwirkung eines totalen Sieges macht. Mir scheint als ob der Orden von Zildrog ganz klar sein Ziel verfolgt hätte, denn ein postapokalyptisches Zakuul hätte sich durchaus "retten" lassen, vor allem wenn man dank seiner Verbindungen Zugang zu Massenvernichtungswaffen, Soldaten, Proviant und entsprechender Ausrüstung hatte. Vinn Atrius hatte zwar erlebt, wie Kinder auf Zakuul sich um Proviantrationen prügelten, aber er war ein ehemaliger Ritter von Zakuul, ein loyaler Ordnungshüter und er hat seine Karriere verfehlt, als er zum Kopf einer galaktischen Terrororganisation wurde, anstatt sich viel schlüssiger zum Vorsitzenden eines brutalen neuen Regimes auf Zakuul aufzuschwingen. Atrius war ein Mitglied der Horizontwache und damit ein skrupelloser Loyalist, der sogar Vaylin die Treue geschworen hatte. So jemand hätte es durchaus zum Exarchen bringen können und mit Vaylins Sturz wäre der Titel eines Kaisers ja wieder verfügbar gewesen. Ob er sich nun aus Treue zu einem toten Kaiser lieber nur Exarch oder Regent genannt hätte, Vinn Atrius hatte die besten Voraussetzungen der neue Herrscher des unabhängigen Zakuul zu werden. Aber er war eben zu loyal und zu skrupellos (oder brutal-stupide) für den Griff nach der Macht.

Ich halte es nicht für wahrscheinlich, dass Zakuul noch einmal eine planetare Rolle spielen wird, aber ich würde doch hoffen, dass es nicht völlig aus der Story geschrieben wird. Man mag Koth Vortena zwar drei Thranta-Korvetten anbieten können, um einen Konvoi der Exchange zu stoppen, aber damit sollte der Kampf um Zakuuls Zukunft noch lange nicht entschieden sein. Vielleicht sollte Koth ja nach Zakuul gehen und mit seinen Veteranen-Kollegen ein Militärregime (und wehe jemand nennt es eine Militärdiktatur) errichten. Koth mag zwar idealistisch wirken, aber es waren ja auch Idealisten welche die meisten revolutionären Diktaturen unserer Welt erschufen.

Und womit könnte Zakuul künftig seinen Staatshaushalt erwirtschaften? Vor allem, weil niemand mit Zakuul handeln will. Ganz einfach: PIRATERIE! Handelskonvois überfallen wäre das nächstliegende Ziel und dafür hätte man ja immer noch einige Veteranen und sogar brandgefährliche Machtnutzer aus den Reihen der Ritter, Erben und Horizontwachen. Wieder ein Argument für den Ewigen Vorsitzenden Koth Vortena - der ja ein erfahrener Guerillakämpfer, Deserteur, Pirat und nicht zuletzt ein Kapitän eines Schiffs der Ewigen Flotte war. Revolutionär angehauchte postapokalyptische Weltraum-Piraten!

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren