Samstag, 30. Jšnner 2016
Kampf um den Ewigen Thron: Ein leicht verdienter Sieg
Wenn man es genau nimmt wurde ein wahrscheinliches Endszenario für Season 1 bereits bei der ersten Besprechung an Bord der Gravestone skizziert. Damals, in Kapitel IV, erklärten Lana und Koth, dass die gesamte Ewige Flotte vollautomatisiert ist und nur vom Ewigen Thron aus gesteuert werden kann. Daraufhin wandten sich die Gespräche jedoch dem Schicksal Arcanns und Vaylins zu, die als zentrale Bedrohung angesehen wurden.

Um das Ewige Imperium als Bedrohung auszuschalten braucht man meiner Meinung nach keinen Sieg nach Punkten, sondern es reicht ein technologisches K.o. - die Zerstörung des Ewigen Throns. Diese Situation ähnelt der des Ewigen Tempels, jedenfalls in meinen Augen, und daher könnte der Thron auch zerstört werden, ehe die Dynastie ausgelöscht ist.

Ohne Valkorion stehen die Chancen zudem höchst gering, dass Vaylin oder Arcann in der Lage wären eine alternative Möglichkeit zur Kontrolle der Ewigen Flotte zu finden. Ohne die Flotte sind Zakuuls Sternenfestungen geliefert und die Friedensverträge mit Republik und Sith-Imperium nichtig. Ein Gegenschlag würde stattfinden und Zakuul wäre einem Orbitalbombardement schutzlos ausgeliefert. Zakuul ist kein Bastion, der Planet wurde nie als Festung oder Bunker geplant. Zakuuls Schutz war zu jeder Zeit die Ewige Flotte, die eine undurchdringbare Abwehrformation bilden konnte. Arcann und Vaylin könnten wie Revan die Zerstörung ihrer Wunderwaffe überleben und vielleicht zu Ops-Bossen werden, ähnlich wie Revan die Ops überlebte, um als Solo-Boss zu enden. Oder die Ops hätte mit der Erstürmung des berühmt-berüchtigten Turms zu tun, an dessen Spitze sich der Thronsaal samt Ewigen Thron befindet.

Die Ewige Flotte ist bisher der alleinige Grund für Zakuuls militärische Überlegenheit. Mit ihr unterbrach man die gesamte Logistik der beiden Supermächte, durch sie wurde jeder Planet isoliert und schlussendlich auch Coruscant und Dromund Kaas monatelang belagert. Jeder Planet ist ja wie eine Insel und wer die Meere der Galaxis kontrolliert ist Herr aller Inseln. Fällt der Ewige Thron, fällt die Ewige Flotte aus und damit ist Zakuuls Anspruch auf eine galaktische Hegemonialstellung null und nichtig. Arcann blieben immer noch Legionen von Skytroopern und die Ritter von Zakuul, doch er wäre auf Zakuul gefangen. Möglicherweise wäre Arcann sogar gezwungen seine Exarchen aus den Sternenfestungen abzuziehen, um sich auf Zakuul einzuigeln. Die Sternenfestungen wären zwar in der Lage durchzuhalten, doch ohne den Schutz der Flotte wäre es nur eine Frage der Zeit bis diese Außenposten von Republik oder Sith-Imperium angegriffen und einer nach dem anderen vernichtet würden. Ohne die Ewige Flotte wäre der Krieg für Zakuul verloren, auch wenn er noch eine Weile weiterginge.

Koth Vortena war einst Kapitän eines der wenigen noch menschlich besetzten Kriegsschiffe Zakuuls. Diese Kriegsschiffe wurden unter Imperator Arcann zwar weitgehend abgerüstet, doch sie könnten Zakuuls letzte Hoffnung auf Widerstand bilden. Politisch wäre der Verlust seiner Droiden-Armada Arcanns Untergang. Veteranen wie Koth haben die Grausamkeit ihres Herrschers mit eigenen Augen erlebt, weshalb Arcann lieber auf Droiden und seine absolut loyalen Exarchen setzte. Selbst die Ritter von Zakuul stünden im Angesicht einer drohenden Niederlage nicht mehr geschlossen hinter Arcann. Warum? Weil Arcann eben nicht Valkorion ist. Und weil es dem normalen Bürger lieber ist die Heimat zu schützen, anstatt die Galaxis zu regieren. Die führenden Kreise würden Arcann verraten, um Zakuul zu retten. Wie Koth glauben sicher viele, dass Zakuul in der guten alten Zeit besser dran war. Man folgt Arcann aus Loyalität gegenüber seinem Vater und weil er die Ritter auf seiner Seite hat.

Ins Exil

Season 2 wie ich sie mir vorstelle würde davon handeln, dass Arcann und Vaylin oder nur einer der beiden fliehen konnte und vielleicht irgendwo eine Gruppe Loyalisten um sich scharrt, um Rache zu üben oder sein Erbrecht zu verteidigen. Während sich die Supermächte wieder ihrem endlosen Krieg widmen würde die zweifellos angeschlagene Allianz gefordert sein Valkorions Kindern nachzujagen oder den wieder-wiederauferstandenen Imperator einzudämmen.

Angenommen Valkorion gelinge sein größter Trick und er würde erneut wiederauferstehen, er könnte die versprengten Reste des Ewigen Imperiums revitalisieren. Selbst bei einer Niederlage wären die Sternenfestungen ja noch nicht vernichtet und Valkorion vereint alle Fraktionen Zakuuls hinter sich, während Arcann nur eine Splittergruppe kommandieren könnte. Der Krieg wäre in diesem Fall nicht vorbei und würde noch intensiver. Selbst ohne Imperium musste man Valkorion nach der Zerstörung Ziosts ja bereits fürchten, man stelle sich nun seine Rache vor, wenn man ihm im Gegenzug sein geliebtes Ewiges Imperium ruiniert hat. Und weil man sich eine Zeit lang den Kopf mit Valkorion geteilt hat wüsste dieser alles was man auch selbst weiß. Möglich, dass man die Rückkehr gewisser Charaktere deshalb aufgespart hat, weil sie durch Valkorion in Season 2 als Geiseln oder Druckmittel missbraucht werden könnten. Ein solches Szenario passt vielleicht mehr zur Ausrichtung von Season 1.

Eine Trendwende wäre hingegen mein Wunschszenario einer Jagd nach Osama bin Laden. Valkorion, Arcann oder Vaylin entkommen und nehmen ihre Anhänger mit. Sie haben verloren, aber sie sind noch nicht besiegt und schlagen nun zurück, mit sehr unfairen Mitteln. Wild Space und Afghanistan haben eines gemeinsam, sie sind eigentlich als rückständige und raue Weltgegenden bekannt. Wenn Star Wars selbst schon von Vietnam inspiriert war, dann könnte Fallen Empire Anleihen bei den US-geführten Interventionen im Irak und in Afghanistan nehmen. Man jagt den Imperator bis an die Grenzen der Welt (nach der Vorstellung der alten Griechen) und vielleicht sogar darüber hinaus. Dafür bräuchte man aber Spezialisten und keine Armeen, womit die Allianz von Odessen in gegenwärtigen kleinformatigen Form durchaus noch geeignet wäre. Camp Marr auf Odessen würde zur Ausgangsbasis für Vorstöße in Winkel, an denen jeder Fremdling sofort als Bedrohung wahrgenommen und angegriffen würde. Das hätte auch etwas Wildwest-Nostalgie an sich und wenn man am Ende (Season 3) in die Zivilisation zurückkehrt lauert dort vielleicht bereits die nächste Krise.

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