Montag, 21. August 2017
Die Rückkehr der wiederverwertbaren Biochemie-Items?
https://swtor.jedipedia.net/de/itm/bauplan-fortschrittlicher-polybiotischer-mk-2-effizienz-aufputscher

https://swtor.jedipedia.net/de/itm/fortschrittlicher-polybiotischer-vielseitiger-mk-2-stim

Mit dem wörtlichen Vermerk: Dieses Wunder der Biochemietechnik wird bei Verwendung nicht verbraucht.

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Out of Options: Am Ende des Erreichbaren
100% clear zu haben kann ein fanatisches Ziel sein – bis man es mehr oder weniger erreicht hat. 100% sind vielleicht zu weit hergeholt, aber jeder hat so seine Achievements an denen man arbeitet und die man irgendwann erreichen will, weil man sie erreichen kann. Nur wenn man irgendwann dort ist? Was tut man dann?

Seit geraumer Zeit sind von meinen Langzeiterfolgen nicht mehr sehr viele übrig. Elite Kriegsherr? Ist erledigt. Manhunter? Ist erledigt. CR 300? Ist erledigt. Alle Gefährten auf 50? Ist erledigt. Alle relevanten Gefährten mit dem Hüter auf 50? Ging sich auch aus. Alle Kapitel von KotFE und KotET auf VM und MM? Ist erledigt, auch wenn ich das nie so ernsthaft verfolgt habe wie die PVP-Erfolge.

Was bleibt noch? Big Game Hunter vielleicht? Dafür fehlen mir noch zwei Versionen von Furchtzahn (5 Stack und 10 Stack vermutlich). Wirklich daran arbeiten lässt sich aber auch nicht. Legend in the Making? Netter Titel, den man für die PVP-Erfolge auf Yavin 4 gewinnen würde. Aber auch etwas womit ich nicht dauerhaft herumlaufen würde.

Irgendwie gehen mir die Erfolge aus, an denen ich regelmäßig „arbeiten“ könnte. Grundsätzlich ist das ja ein Zustand, den ich eigentlich lange angestrebt hat. Endlich mal fertig sein und Zeit haben wieder etwas anderes zu tun. Zeit für Crafting, Twinks, Leveln. Einloggen zu können, ohne bereits das nächste Ziel im Auge zu haben. Sommerpause eben. Nur dann kam diese Ankündigung eines Erfolgs für CR 300. Die Verlockung ist stark, denn gerade wenn man stolz ist Erfolge wie Eternal Legend zu besitzen, dann würde man auch gerne den Nachfolger dieses Erfolges abhaken. Also schwanke ich im Moment zwischen den Extremen meinen Hexer auf CR 300 zu peitschen, Charaktere durch die Klassenstory und die Addons zu schicken, andere Charaktere via FPs auf Sozial X zu bringen oder einen weiteren Jugger mittels PVP und GSF in T4 Equip (CR 300 erreichen inklusive) einzudecken. Es ist nicht so, dass ich seit 5.0 besonders viel in Command Ranks investiert habe. Unterm Strich bleiben mir halt ein paar Chars bei denen ich in Unlocks investiert habe, weil man ja schnell auf Maxlevel kommt und so aus Story, PVE und PVP etwas nützliches abfällt.

Die Theorie nutzend, dass nach 6.0 Command Ranks weit einfacher zu erreichen sein werden sollte ich mir eigentlich gar keine Sorge machen. Weitere 300er werden sich langfristig wohl schon irgendwie ergeben, wenn ich die einzelnen Klassen phasenweise mal wieder spiele. Oder BioWare zieht den 8 x 300 Erfolg ohnehin zurück.

Es ist Sommer und die Sommerlochphase ist noch lange nicht vorbei, was bedeutet man hätte jetzt auch weiterhin Zeit zu tun was man will, bis es neue Erfolge, neue Ziele und neue Möglichkeiten zur Vorbereitung auf das nächste Addon gibt. Morgen erscheint zwar Umbara und es gibt einiges zu erfarmen, aber das bedeutet ja nicht, dass man das nicht mit etwas verbinden kann.

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Commanding Insanity
ach.metrics.command.meta_300_all_classes

Quelle (Datamining zu Patch 5.5 bzw. 5.4): https://swtor.jedipedia.net/en/ach/resolute-commander

https://swtor.jedipedia.net/en/ach/commanding-warrior
https://swtor.jedipedia.net/en/ach/commanding-agent
https://swtor.jedipedia.net/en/ach/commanding-hunter
https://swtor.jedipedia.net/en/ach/commanding-trooper
https://swtor.jedipedia.net/en/ach/commanding-inquisitor
https://swtor.jedipedia.net/en/ach/commanding-smuggler
https://swtor.jedipedia.net/en/ach/commanding-knight
https://swtor.jedipedia.net/en/ach/commanding-consular


Ja, es scheint kein Scherz zu sein. Spätestens mit Game Update 5.5 (Teil 3 der Iokath-Operation mit NAHUT) dürfte es eine ganze Reihe von Erfolgen für das Erreichen von Rang 300 geben – nämlich einen pro Klasse und einen für das Erreichen von CR 300 mit allen Klassen!

Hm, wo bleiben die Begeisterungsstürme??



Finger in offene Wunden zu legen ist so etwas wie eine der Stärken von BioWare Austin, auch wenn viel Stress hausgemacht ist. Man muss ja nicht 8 Klassen auf CR 300 pushen, man könnte halt. Und die Belohnung fällt derzeit auch eher mager aus – kein Vermächtnistitel, nur 20 CC und 100 Erfolgspunkte + jene 25 und 20 CC für die 8 Klassen (gesamt zusätzliche 200 Punkte und 160 CC). Im Grunde ist das ganze derzeit völlig unattraktiv.

Trotzdem

Ich habe zwei Charaktere (Hüter und Jugger, als Spiegelklassen, zwecks Geartausch usw.) auf CR 300 gebracht und mir damals geschworen das nie wieder zu tun. Was mir half war schlussendlich die Möglichkeit Kapitel II zu farmen. Diese Option fällt weg, seit Kapitel II hinsichtlich der CXP-Ausbeute generft wurde. Dafür hat man CXP-Boni wie ein 200% CXP-Token oder eine weitere Vermächtnisfreischaltung für Bonus-CXP eingeführt. Tolle Sache, seither habe ich zwei weitere Jugger auf CR 110 und konnte ein paar zusätzliche Gefährtengeschenk, Jawa Schrott und Ruf-Trophäen einsacken. Das ganze Galactic Command reizt mich hauptsächlich weil ich so Jawa Schrott, Gefährtengeschenke und Trophäen der letzten mir fehlenden Ruf-Fraktion gewinnen kann. Allerdings ist die RNG mein größter Feind. Bei meinem Pech kassiere ich nur einmal in der Woche eine grüne Ruf-Trophäe für die Flotten-Fraktion und komme der Hyperraum-Legend einen Babyschritt näher, aber auch nur, wenn ich mich wirklich anstrenge.

CXP zu farmen geht auf viele Wege und daher ist es auch bei weitem nicht so restriktiv wie klassisches Marken farmen. Trotzdem ist es anstrengend, vor allem weil bestimmte Content-Arten effizienter sind als andere und man die nicht so einfach farmen kann. PVE Content hinkt meiner Meinung nach fast immer hinten nach, weil man mit Ausnahme von Stealth Runs durch Red Reaper gut eingespielte Gruppen braucht, um schnell durch zu sein. Toilettenpausen und andere Verzögerungen machen das ganze natürlich weniger effizient, aber genauso gibt es PVP-Matches die sich weit bis in die Verlängerung hinziehen. Alles kein Vergleich zu Content den man solo bezwingen kann. So wundert es mich halt, warum Red Reaper VM oder MM noch nicht generft wurde. Die Verlockung durch RR schnell an CXP zu kommen ist natürlich auch bei mir gegeben. So könnte ich mir den Erfolg für den Inqui so durch einen Attentäter und für den Agenten durch den Saboteur holen. Alles für die Effizienz! Nur dass ich lieber meinen Hexer und Scharfschützen auf CR 300 bringen würde, wenn ich denn schon muss.

Gegenwärtig stellt sich auch die Frage, wohin sich das Galactic Command noch hinentwickeln wird. Wird mit dem nächsten Addon von 300 auf 400 aufgestockt? Oder wird das System danach auf Eis gelegt? In letzterem Fall könnte man ja irgendwo eine Möglichkeit schaffen, dann ganz leicht CXP zu farmen, nur um sich den Erfolg zu sichern. Mich beunruhigt BioWares Umgang mit der Gearing-Frage derzeit mehr als die Frage wohin sich die Story bewegt. Normalerweise sollte das ja umgekehrt sein und ich sollte meine Chars eher danach auswählen, wie es in der Story läuft. Nur scheint sich die Story derzeit eben wieder in Richtung Rückverwurzelung zu bewegen. Zorn des Imperiums wird wieder Zorn des Imperiums und je nachdem wen man gewählt hat, kann man etwa als Commander von Havoc Squad nun Soldaten für Imps oder Reps befehligen. Man bleibt Überheld, man darf einige seiner Truppen behalten und die Klassenstory wird wegen der Möglichkeit zum Überlaufen weiterhin ziemlich irrelevant sein, aber für Imperiale Imps und Republikanische Reps geht es wenigstens auf vertraute Weise weiter. Man ist jetzt so etwas wie ein Jedi-General und hat seine eigene Streitmacht aufgestellt. Revan II. – Herrscher von Odessen, Eroberer von Zakuul!

Uniformbestellungen

Sollte man in 6.0 von 300 auf 400 CR aufstocken, so gäbe es für die neu entstandenen Command Tiers wohl die alte Oricon und Revaniter-Rüstung. Waffen aus der ersteren gab es laut Datamining schon als Plan für Tier 5. Wie es wirklich weiter geht ist unklar. BioWare zog zumindest zurück, als es darum ging schon innerhalb dieses Content-Zyklus von 300 auf 400 aufzustocken. Mir gefallen die alten goldenen Oricon-Waffen ja, wobei die Mk-2 Version dann vielleicht die silbernen sind. Und die Revaniter-Rüstungen waren einige meiner Favoriten, weil sie sehr antik aussahen.

Bis 6.0 kommt werden sicher noch einige Monate vergehen und solange hoffe ich, dass ich genügend Command Token finde möglichst viele Gefährten oder auch Charaktere mit 230er Rüstungen einzudecken. Es gibt da 1-2 Sets (Kopfgeldjäger + Gürtel des Inquisitors) die mir sehr gut gefallen und sich für Ausgehuniformen oder reichlich verzierte Allianz-Uniformen eignen.

Eine weitere offene Frage zur Zukunft ist auch was aus den Command Tokens wird. Bei den Unassambled Components kann man ja vermuten, dass sie wie in früheren Addons entweder als Credits oder in Form einer minderwertigen Komponenten-Währung ausbezahlt werden. Könnte man mit den Tokens genauso machen. Oder man entwertet sie nur und belässt sie als eine Währung für kosmetische Items im Spiel.

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Freitag, 18. August 2017
Wessen Gilde?
„Die Gilde“ oder „meine Gilde“? Was führt dazu, dass man in seiner Gilde mehr sieht als nur eine Textzeile unter dem Vermächtnistitel?

In 6 Jahren SWTOR durfte ich einiges erleben und die meisten Gilden unterscheiden sich wohl kaum von Gruppierungen in anderen Spielen. Da gibt es genauso Massenorganisationen, in denen man vielleicht gerade einmal 1-2 Usernamen kennt und völlig untergeht. Aber es gibt auch diese sehr eng verbundenen Grüppchen, die quasi nie alleine anzutreffen sind. Wenn die Rede von familiären Verhältnissen ist bin ich oft geneigt die Frage zu stellen, wer denn der Patriarch oder die Matriarchin ist. Was mich an einigen Gilden in denen ich Mitglied war oft gestört hat war der Umstand, dass einzelne Personen, in den meisten Fällen einer der Gründer, wenn nicht der GM höchstpersönlich, oft nicht nur die Ausrichtung der Gilde bestimmten, sondern auch nicht mit Vorschriften geizten. Gildensteuern? Damit sah ich mich einmal in einer Gilde konfrontiert, die nach einer Woche relativen Wachstums wohl mit einen größenwahnsinnigen GM an ihrer Spitze vorfand. Das war allerdings noch Jahre vor Housing und Gildenflaggschiffen. Wer eine Gilde gründet kann in die selbe Falle tappen wie mancher Selbstständiger. Man will sein Ding durchziehen und etwas aufbauen, doch irgendwo kann man ganz leicht die Grenzen überschreiten. Spätestens wenn man völlig Fremde in die Gilde holt stellt sich die Frage wie man mit diesen umgehen will. In der realen Welt würde man sich erst mal kennen lernen, in einer Gilde, wie auch in einem Unternehmen, fällt die Probezeit oft so aus, dass man ins kalte Wasser geworfen wird. Gilden die gegründet werden und dann jedes Mitglied gleich für eine Ops einsetzen wollen – gibt es natürlich auch.

Gilden haben wie alle Organisationen das Problem mit Wachstum klar kommen zu müssen. Mitglieder gehen und kommen hinzu. Von den Neuen kann sich zunächst kaum einer so integrieren, dass er von vornherein mit der alten Garde mithalten kann, als wäre er schon immer dagewesen. Umgekehrt kann der Zuwachs auch dazu führen, dass sich Gründungsmitglieder vernachlässigt fühlen. Dort wo persönliche Gefühle ins Spiel kommen wird es immer sehr subjektiv. So kann eine PVE-Gilde nach einigem Zuwachs ja auf die Idee verfallen eine PVP-Sektion ins Leben zu rufen und dafür einen eigenen Offizier zu benennen. Nur wen nimmt man? Den engagiertesten PVPler oder ein Mitglied der alten Garde, das den Offiziersrang gerne hätte, um zu anderen Gründungsmitgliedern aufzuschließen? Ein Buch das ich in vielerlei Hinsicht nur empfehlen kann (nachdem es mir von einer befreundeten Gastronomin als sehr ihren Erfahrungen entsprechend empfohlen worden ist) wäre Laurence J. Peters und Raymond Hulls PETER-PRINZIP, das für solche Fälle die so genannte „seitliche Sublimierung“ ins Spiel bringt. Man befördert jemanden, nur damit er seine Beförderung hat, wobei man ihn ja auf eine bedeutungslose Nebenstelle befördern kann. Während die einen Offiziere die Arbeit machen, tragen die anderen halt einen tollen Titel und sind zufrieden mit dem Sicherheitsabstand zwischen ihnen und den Neulingen.

Generell sind Beförderungen meiner Ansicht nach ein heikles Thema. Sie wecken oft genug Neidgefühle, vor allem bei jenen die in den Rängen vorwiegend so etwas wie eine Belohnung sehen. Man könnte jetzt zur Tirade ansetzen, dass manche MMO-Spieler eben ingame nach Erfolgserlebnissen und Zuspruch suchen und deshalb chronisch anspruchsvoller sind als „normale Leute“, doch genauso wird man im Job auf sehr ähnliche Persönlichkeiten treffen, die ihren Selbstwert eben auch über beruflichen Status und Anerkennung durch Vorgesetzte oder Kollegen beziehen. Genauso lässt sich auch der Vergleich herstellen, wie manche ihren Arbeitgeber als „ihre Firma“ betrachten und sich zu hundert Prozent hinter dessen Unternehmensziele stellen. Da wird eingespart, betrogen und gelogen, ohne dass der Funktionsträger persönlich etwas davon hat. Man kann genauso eng mit den Zielen einer Gilde verwachsen sein, dass man seine eigene Meinung aufgegeben hat. Womit wir bei einem großen Problem wären, das die Welt seit dem Aufkommen von Massenbewegungen fasziniert – wer gibt diese Ziele vor und wieviel entsteht vielleicht nur durch vorauseilenden Gehorsam?

In den kleinen familiären Gilden ist es oft noch der GM der den Kurs vorgibt und manchmal so wirkt, als wären seine Mitglieder für ihn nur etwas kompetentere Gefährten. Der Patriarch oder die Matriarchin nimmt für sich in Anspruch die Ziele seiner Gilde oder seiner Raidgruppe festzulegen. Was gelaufen wird bestimmt immer noch der Chef, der dann auch gerne mal darauf drängt bestimmte Charaktere mitzunehmen, weil ihm dieses Setup erfolgsversprechend erscheint. Vielleicht hat er sogar recht und manchmal muss eben jemand klar die Führung übernehmen. Wenn solche Gilden wachsen ergibt sich jedoch gerne das Problem, das die Neuhinzugestoßenen und der eine oder andere frischgebackene Offizier feststellen, dass sie mit diesem Führungsstil nicht ganz einverstanden sind. Ist die Gilde einmal zu groß, kann sie doch kein Privatbesitz mehr sein? Sollte nicht jeder der etwas für die Gilde leistet ein Mitspracherecht haben? Der demokratische Führungsstil ist reizvoll, aber eben auch sehr unpraktisch. Wenn man es schon schwer hat Leute pünktlich für Ops aufkreuzen zu lassen, dann stimmen diese vermutlich auch nicht innerhalb des Zeitrahmens ab, den man für eine Abstimmung über das nächste Opsziel oder sonstige Gildenaktivitäten ansetzt. Man merkt es ja schon dabei, dass manchmal auch jene zu vereinbarten Terminen aufkreuzen, die sich vielleicht gar nicht angemeldet haben. Aber es wäre auch nicht okay, wenn jene über die nächste Ops bestimmen, die überhaupt nicht teilnehmen werden.

Wachsende Gilden haben mit dem Problem zu kämpfen, dass sie die Anpassungsfähigkeit ihrer Mitglieder und Führungsstruktur auf die Probe stellen. „Meine Gilde“ ist nun auch die Gilde anderer und diese haben auch Ziele, die vielleicht weiter oder weniger weit als die eigenen reichen. Da nimmt man neue Spieler auf und diese drängen gleich mal auf VM oder sogar MM Ops, während man bisher ganz gut mit SM leben konnte. Oder die Neuzugänge sind überhaupt nicht opstauglich, man würde aber gerne. Früher oder später treten Spannungen auf, denn Interessen sind ja wandelbar und meistens sehr verschieden. Üblicherweise befördert man als GM gerne mal ein paar nützliche Mitspieler zu Offizieren und wenn die Gilde wächst, dann auch diesen oder jenen der sympathisch wirkt. Putschen kann das Offizierskorps glücklicherweise nicht, aber es kann schon mal unangenehm werden, wenn es meint die Gilde sollte etwa einen 16er probieren, man könne ja Randoms mitnehmen und der GM sträubt sich, weil ihm das nach zuviel Chaos wirkt. Besonders pikant wird es, wenn sich das alles live im Discord- oder TS-Channel abspielt.

Offizier zu sein kann vieles bedeuten. Es gibt Gilden die Offiziersränge bereits nach Dauer der Mitgliedschaft vergeben. Besondere Ränge werden dort meistens auf anderem Wege kenntlich gemacht (etwa der Rekrutierungsoffizier). Manche Gilden setzen wie die meisten Unternehmen auf ein streng limitiertes Offizierskorps. Es gibt nur bestimmte Abteilungen oder Funktionen und damit auch nur eine begrenzte Anzahl von Offizieren. Grundsätzlich kann man sich beim Erstellen seiner Gildenhierarchie richtig austoben und alles ausprobieren, was bei einem Organigramm so möglich ist, inklusive Stabstellen für den Gildencrafter, PR-Offizier oder eben den allseits beliebten Rekrutierungsoffizier. Zwischen den beiden Extremen (zweckmäßiges Offizierskorps vs. Rangaufstieg nach Mitgliedsdauer) gibt es auch sehr viele Mischformen, die in meinen Augen oft genug falsche Erwartungen wecken können. Ich persönlich bevorzuge die Einteilung in Abteilungen mit jeweiligen Abteilungsleitern, selbst wenn das bedeuten kann, dass man Stabstellen für besondere Funktionen schafft, etwa für den Rekrutierungsoffizier oder ein sonstwie benanntes Amt, das für Videos, Rekrutierungsnachrichten und sonstiges PR-Material der Gilde zuständig ist. Zumindest ist dann klar, warum jemand Offizier ist und welche Aufgaben er erfüllt.

Was mich vor einigen Jahre sehr fasziniert hat war eine Gilde die pro Raidteam neben einem Leiter auch zwei Stellvertreter benannt hat und eine ziemlich umfassende Gilden-Ordnung online hatte, inklusive Vertretungsordnung für die Raidgruppen. Gilden-Verfassungen sind für den interessierten Leser eine spannende Lektüre. Und oft genug hatte ich das Gefühl, dass man sich in der Praxis dann aber doch nicht daran hält. Nur, wer war der Typ, der sich die Mühe gemacht hat, da zig Seiten zu Papier zu bringen? Ich bin kein großer Fan von derartigen Gesetzeswerken, aber wer sich die Mühe machen will, es wäre schon witzig mal einen Wettbewerb daraus zu machen, wer die beste Gildenordnung hat. Mit Fachjury und Video auf Youtube.

Ein anderes Problem, das ich aus meiner beruflichen Vergangenheit sehr gut kenne ist die Machtkonzentration an der Spitze. Offiziere sollten dazu da sein Aufgaben zu übernehmen, sonst bedeutet ihr Rang selten mehr, als dass sie neue Mitglieder aufnehmen dürfen. Trifft jedoch die Gildenführung alle Entscheidungen, so nimmt man den Offizieren jede Illusion, dass sie etwas mitbestimmen könnten. Aber gut, „Offiziere“ sollten ja auch Befehlsempfänger sein, wie die Soldaten unter ihnen. Ginge man nach dieser militaristischen Vorstellung, so sollte es keine Probleme geben, wenn irgendwo sehr zentralistische Verhältnisse herrschen und der General bestimmt wie und was getan wird. Vielleicht hat man einen Generalsstab, bei dem noch 2-3 weitere Stimmen mitreden, was zumindest demokratischer wirkt, als eine Alleinherrschaft. Wie gesagt, als jemand der noch nie eine Gilde gegründet, aber oft genug in wachsende Gilden eingestiegen ist, habe ich es oft so erlebt, dass der Führungszirkel für gewöhnlich noch immer aus einigen Veteranen der ersten Stunde besteht. Wenn sich die Gilde verändert, verändert sich der Führungskreis dann jedoch noch nicht mit ihr. Man behält weiterhin einen Kurs bei, der vielleicht nicht mehr ganz dem entspricht, was sich die Neu-Mitglieder wünschen oder erwarten. Hat die alte Garde etwa schon bestimmte Erfolge oder Missionen eingesackt wird sie nur in den seltensten Fällen auf die Idee kommen den Neulingen bei diesen Dingen zu helfen, selbst wenn sie es selbst damals Gruppe und innerhalb der Gilde erreicht haben. Die heikle Frage ist hier natürlich auch, wie beständig die neuen Mitglieder sind. Rentiert es sich für die Gildenführung überhaupt auf die Wünsche dieser Leute einzugehen oder sind es Mitläufer, die nach ein paar Wochen wieder weg sind? Auch das ist ein Problem aus Wachstumsphasen, man kann all diese Neuen noch nicht richtig einschätzen und es sind immer auch ein paar faule Äpfel dabei.

Problematisch finde ich es, wenn manche Führungsmitglieder Neuaufnahmen generell kritisch gegenüberstehen. Die Ablehnung eines Expansionskurses lässt sich kaum überwinden. Zwangsläufig bedeutet das längere Unzufriedenheit, bis die Mitgliederzahlen wieder einbrechen oder bis man selbst die Gilde verlässt, weil einem die Gilde fremd geworden ist, man niemanden mehr kennt und alle irgendwie etwas anderes tun. Wenn sich die sozialen Bindungen neu zusammensetzen besteht halt die Gefahr auf der Strecke zu bleiben.

Meiner Meinung nach liegt der Unterschied zwischen einem Gründer und einem Rekrutierten darin wie sie die Gilde sehen. Für die Gründer ist es immer ihre Gilde und wird es auch bleiben, immerhin haben sie diese Gruppe Menschen zusammengebracht, angeführt und durch alles begleitet. Man ist stolz auf all das was man erreicht hat. Dafür nehmen sie auch das Recht für sich in Anspruch über andere hinweg entscheiden zu können. Als Gründer weiß man ja am ehesten wofür eine Gilde steht und was die Gilde will. Vergleichen lässt sich das eben mit Firmengründern, die irgendwann an die Börse gehen oder Anteile ihres Unternehmens verkaufen, bis sie sich über Sperrminoritäten Gedanken machen müssen, weil ihnen irgendwann vielleicht die Mehrheit fehlt. Mitglieder sind eben Kapital, wer frisches aufnimmt verwässert damit die bestehenden Besitz- und Machtverhältnisse. Andererseits sieht man die neuen Mitglieder als Gründer lieber als bloße Mitarbeiter, als Angestellte, die ihre Aufgabe erfüllen sollen und vielleicht mal in eine Führungsposition befördert werden, wo sie einem zuarbeiten dürfen. Damit beginnt die Krise, denn diese neuen Mitglieder sehen sich mit Zeit und Einsatz allmählich als Investoren, die selbst etwas zum Erfolg der Gilde beigetragen haben und daher auch mal einen Wunsch erfüllt haben möchten. Bei der Gildengründung sind die Machtverhältnisse noch sehr klar. Vier Mitglieder bedeuten eine Vierteilung der Macht, wobei sich diese immer noch anders konzentrieren kann. So könnte es zunächst ja so aussehen: A 66%, B 24%, C 5%, D 5%. Nun entwickelt sich die Gilde und man erreicht 16 aktive Mitglieder, wobei einige bereits aktiver erscheinen als einige Gründer.

Auch das ist ein Problem, Gildenmitglieder, aber sogar Gründer und Offiziere können die Lust am Spiel verlieren oder sich aus anderen Gründen langfristig verabschieden. Sehr häufig durfte ich das bei Ops-Gruppen beobachten. An irgendeinem Punkte begann es immer zu kriseln, wenn es im Progress nicht mehr weiterging, jemand das beste für ihn erreichbare Equip in der Tasche hatte oder die nächste Ops in weiter Ferne schien. So sehr ich auch zustimme, dass Ops-Gruppen in vielen Fällen das sind was Gilden zusammenschweißt (hier lernen sich Leute kennen und schätzen), sie sind auch keine Garantie dafür, dass einem jemand langfristig erhalten bleibt und ich meine nicht bloß Wechselkandidaten, die dann in einer anderen Gilde weitermachen, weil sie sich dort eine bessere Performance oder angenehmere Raidzeiten erwarten. Es kommt leider auch vor, dass man einfach Leute verliert, die irgendwann überhaupt nicht mehr einloggen und bestenfalls nach dem nächsten Addon wieder auftauchen. Zuverlässigkeit ist für mich mehr als am ausgemachten Raidabend online zu sein. Und trotzdem habe ich schon erlebt wie Heiler oder Tanks befördert wurden, weil sie brav mitspielten und sich daher aus der Gildenbank bedienen durften, ehe sie die Gilde wechselten oder quitteten. Der Spieler der die Gildenbank plündert, ehe er zum gquit greift gilt zwar fast als urban legend, aber ich habe ähnliches durchaus einmal erlebt. Frischer Heiler lässt sich von der Gilde umschwärmen, befördern und durch den ganzen Content ziehen. GQUIT! Danke für die Erfolge, den Gear und was ihr mir gecraftet habt! Mit den Erfolgen kann ich mich jetzt bei einer besseren Gilde bewerben, cya! Profis eben, die wechseln ja auch ihre Klubs. Blöd halt, wenn man dem Ex-Kollegen dann in einem Kriegsgebiet gegenübersteht und von dessen neuen Freunden niedergemäht wird. Ah, deshalb bekommen wir keine Heilung mehr... unser Heiler spielt jetzt für eine echte Premade.

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Montag, 14. August 2017
Von Sommerlöchern, Fettnäpfchen und Hitzeschlägen

Das Ende naht!

Wieder einmal? So sieht es zumindest aus. Und warum? Weil das Datamining über Game Update 5.4 verrät wer der Verräter von Umbara sein wird. Und das schockiert nun doch einige.

2017 ist für mich persönlich ein verdammt bewegtes Jahr und nachdem ich meinen Arbeitgeber gewechselt und mich auf TRE erstmals wieder einer Gilde angeschlossen habe hätte man diesen Blog auch für toterklären können. Mir fehlt bisher einfach die Zeit so weiterzumachen wie früher und mein neuer Job ist dieses Jahr wahlbedingt besonders stressvoll, insofern verbringe ich meine freien Abende entweder damit meinen Haushalt wieder auf Vordermann zu bringen oder ingame zu versumpfen. Wie auch immer, es ändert nichts daran, dass ich ein Querulant bin.

Der Twists in 5.4 haut mich nicht aus den Socken, aber ich bin auch nicht emotional vorbelastet. Im Gegenteil, ich verfolge die Diskussionen quasi mit Popcorn in der Hand. Drama, Baby, Drama! Der Verräter war immerhin auch keines meiner Love interests. Nun wird die Allianz betrogen und der Verräter ist quasi Quinn 6.0, nur dass ihm nun eben viel mehr Damen und sogar Herren die Stange halten. Vielleicht haben diese sogar recht, dernn die finale Dialogzeile deutet darauf hin, dass der Verräter nun einem nicht näher definierten "Orden" beitreten konnte, für den der ganze Verrat wohl eine Art Initiationsritual war.

Aus meiner Sicht ist es auch völlig egal, wer da die Allianz verraten hat. Die Frage ist für mich, welche Konsequenzen sich daraus ergeben? Seit Iokath herrscht ein neue entflammter Krieg und ich habe mich für eine Seite entschieden. Wie können ich und meine Verbündeten unsere Machtstellung in der Galaxis behaupten und auf welche Art und Weise wird man uns den nächsten schweren Schlag versetzen? Ich tippe mal auf Superwaffen. Die Mission nach Umbara gilt ja dem Ziel Kristalle zu beschaffen aus denen man solche bauen kann, was btw auch der Plot aus Rogue One ist. Der Todesstern nutzt Kyber-Kristalle, die schon in der Alten Republik gerne mal als Energiequellen für Superwaffen genutzt wurden. Also da hätten wir ja mal eine nette Querverbindung zwischen Rogue One, The Old Republic und The Clone Wars (denn in einer der "Legacy-Folgen" kam das Thema Kyber-Kristalle ausführlich zur Sprache).

Wenn jetzt jemand noch weiter denken will, Ilum ist eine bekannte Quelle für Kyber-Kristalle und wurde von Palpatines Imperialen geplündert, um Kristalle für die beiden Todessterne zu beschaffen. Die Erste Ordnung aus den Sequels nutzt Kyber-Kristalle sogar standardmäßig für fast alle ihre Laserkanonen. Gewehre mit sichtbaren Energie- und Kristallkammern sind jetzt ganz plötzlich sehr im Einklang mit der Lore. Superlaser können auch mal eine ganze Flotte auseinandernehmen, wie die Silencer-Kriegsschiffe des Sith-Inquisitors bewiesen haben. Die Ewige Flotte könnte also durch eine weit kleinere Flotte von sündhaft teuren Superwaffen-Kreuzern geschlagen werden. Wie Inquis schon in 4.0 erfahren haben ging ihre Armada vor 5 Jahren irgendwo im Outer Rim verloren. Es gab keine Trümmer und keiner weiß wohin sie verschwunden ist. Auf Rishi selbst gab es einen Mini-Teaser zu kommenden Storylines und zwar für Jedi Botschafter. Diese erlebten in ihren Visionen die Wiedergeburt des Imperators... und Moff Pyron beim Einsatz des Silencer-Superlasers. Mal sehen, ob BioWare da etwas draus machen wird.

Die Spekulationen zum neuen Orden sind weitreichend und erinnern an das Rätseln nach Korriban/Tython über den kommenden Plot. Die Uprisings, Iokath und Umbara sind also ein Tie-in zu 6.0, so wie es die Flashpoints zu Shadow of Revan waren.

Das sind die Dinge, die mir nach dem 5.4 Spoiler so durch den Kopf gehen. Andere haben inzwischen ihr Abo gekündigt, sind andersartig Amok gelaufen oder haben alles und jeden mit einem Ragequit bedroht - weil sich Codename Herzblatt von der Allianz abgewandt haben könnte. Oder er ist auf Doppelagenten-Mission unterwegs und durfte dem Kommandanten nichts davon sagen, um es glaubwürdig zu machen.

Worum ich mir im Moment mehr Sorgen mache, als um Herzblatts Schicksal, ist die Frage, ob ich im Moment auf der richtigen Seite stehe. Nicht in Hinsicht auf die Story, sondern bezüglich meiner Gilde. Was ich immer schon gehasst habe ist Gildendrama. Aber was ich noch mehr hasse sind Zickenkriege. Nun beides vorzufinden (weibliche Gildenmitglieder die sich regelmäßig in die Haare bekommen) geht mir unglaublich auf die Nerven. Mit meiner Begeisterung für PVP oder GSF stehe ich zudem recht alleine da, denn dort wird man ja so übel geflamed, dass es unspielbar sein soll. Geknickte Stimmung im Pfannenstiel Vermächtnis, denn manchmal scheint es so, als dürfte man gar nichts gemeinsam unternehmen, weil sich irgendjemand sofort umgangen oder ungefragt betrachtet. So schwankt meine Stimmung dann manchmal zwischen /gquit, offener Rebellion und einem herzhaften "Scheißdrauf, weiter so". Eigentlich wollte ich mich einer Gilde anschließen, um auch mal etwas tun zu können, wofür man sonst monatelang im Flottenchat ausharren muss und auch noch keine Erfolgsgarantie hat. Mein Fehler ist halt auch, ich bin meistens zu faul selbst etwas auf die Beine zu stellen, vor allem wenn die Aussicht besteht sabotiert oder ignoriert zu werden (kein Offizier, kein Support von oben). Ich unterstütze gerne, aber ähnlich wie Großadmiral Thrawn hab ich es nicht so mit "Politik".

Zudem kommt dann noch die Frage wo oder mit wem ich weitermachen soll. Seit ich einen Rep und einen Imp auf CR 300 getrieben habe wollte ich nie wieder CXP farmen. Und seit ich Valor 100 habe bin ich auch eher uninteressiert einen neuen dritten CR 300 Char aufzubauen. Im Moment hätte ich zwei über CR 100 und beide sind Jugger, was mir die Qual der Wahl besonders schwer macht. Heller Jugger oder die eher dunkle Juggernautin?
Oder anders formuliert: Eternal Warrior vs. Warrior Empress

Letztere kommt mir am günstigsten, weil sie sich selbst und all ihre Gefährten bevorzugt rot einkleidet und dank eines bestimmten Händlers auf der Flotte gibt es rote Primär- oder Sekundärfarbe in endlosen Mengen zu kaufen. Zur Not lässt sich auch mit schwarz-roten oder rot-schwarzen Farbmodulen nachhelfen. Nur ist die Dame trotz CR 100+, Level 70 und Tapferkeit 60 noch nicht mal mit der Klassenstory auf Dromund Kaas durch aka sie hat noch nicht einmal ein Raumschiff. Anders als mein langgedienter LS Jugger (2012 erstellt, sogar Träger des Titels "Imperialer Loyalist"). Nur ohne Thron steht die Warrior Empress halt auch etwas blöd da, sollte es in 6.0 zu einer Art Rollback der Macht der Ewigen Allianz kommen.

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