Samstag, 31. August 2019
Die Zerstörung von Ossus war eine Katastrophe für jede folgende Generation des Jedi-Ordens
Als Exar Kun Ossus zerstörte und Jedi-Meister Odan-Urr ermordete, beendete er das goldene Zeitalter des Jedi-Ordens. Mit Ossus Verlust verloren die Jedi nicht nur einen Großteil ihres über Jahrtausende angesammelten Wissens, sondern auch den letzten Meister der als Mauer des Lichts bekannten Machttrennungs-Technik. Odan-Urr lehrte zwar die spätere Großmeisterin Nomi Sunrider die Grundzüge dieser Technik, aber mangels Anwendungsmöglichkeiten konnte sie nie zu einer Meisterin werden, wie Odan-Urr einer war. Solange Odan-Urr lebte hatten die Jedi stets die Möglichkeit die dunkle Seite zu neutralisieren, indem abtrünnige Jedi oder Möchtegern-Sith-Lords durch Odan-Urr von der Macht getrennt wurden. Odan-Urr hatte diese Technik einst im Großen Hyperraumkrieg und anschließend in der Säuberung des ehemaligen Sith-Imperiums erlernt und verfeinert. Man kann wohl davon ausgehen, dass die Mauer des Lichts entwickelt wurde, nachdem man mit Gruppierungen wie Xendors Legionen von Lettow oder Ajunta Palls dunklen Jedi jahrelange Kriege ausgefochten hatte und immer wieder feststellte, dass diese aggressive Austragung von Konflikten nur die Stärkung der dunklen Seite förderte. Spätestens die Verbannung der dunklen Jedi unter Ajunta Pall regte wohl die Entwicklung einer Technik an, mit der man künftig einen humaneren Umgang mit seinen Kriegsgefangenen kultivieren konnte. Solange dunkle Jedi ihre Machtfähigkeiten besaßen war eine Inhaftierung unvorstellbar und selbst das Exil in den Unbekannten Regionen erwies sich im Fall Ajunta Palls ja als kontraproduktiv. Während die Republik Kriegsverbrecher wie Ajunta Pall hinrichten wollte, plädierten die Jedi für humanere Lösungen, konnten damals jedoch noch keine solchen anbieten.

Mit dem Verlust von Ossus begann der langsame Abstieg des Jedi-Ordens. Das Wissen um den effektivsten Einsatz der Mauer des Lichts ging schon innerhalb weniger Jahrzehnte verloren, als Nomi Sunrider verstarb und ihre Tochter Vima von der Bildfläche verschwand. Noch wusste es niemand, aber künftigen Herausforderungen wie Revans Aufstieg zum dunklen Lord der Sith war man zunehmend schutzlos ausgeliefert, denn um derartige dunkle Bedrohungen auszulöschen, war es nicht mehr möglich die dunklen Lords gefangen zu nehmen und von der Macht zu trennen, ehe man sie an republikanische Gerichte übergab. Das beste Beispiel dafür ist auch Revan, den man notgedrungen zwar seines Gedächtnisses beraubte, aber eben nicht von der Macht trennen konnte. Stattdessen versuchte man den "deprogrammierten" Revan als republikanischen Soldaten unter Beobachtung zu halten. Notfalls wäre man wohl gezwungen gewesen ihn zu eliminieren.

Als Jedi-Archivarin beschäftigte sich Revans Mentorin Kreia als eine der wenigen Jedi mit verlorenen Techniken wie der Mauer des Lichts und es war wohl diese Faszination mit der Möglichkeit Individuen von der Macht zu trennen, die sie zu ihrer einzigartigen Philosophie und schlussendlich auch der Jagd nach der verbannten Meetra Surik führten.

Den Sith-Imperator zu einem Duell herauszufordern wirkt wie eine ziemlich riskante und sehr wahrscheinlich zum Scheitern verurteilte Idee. Aber es wäre möglich gewesen Vitiate mit Hilfe einer Mauer des Lichts zu bezwingen, was jedoch nicht einmal ansatzweise zu den Erwägungen der Jedi unter Großmeisterin Satele Shan gehörte. 300 Jahre waren seit Ossus vergangen und die Jedi hatten scheinbar keine Ahnung mehr wie sich die Mauer des Lichts als Waffe gegen dunkle Lords der Sith nutzen ließ. Jahrtausende später gelang es übrigens Luke Skywalker und seinen Jedi-Schülern den unsterblichen Machtgeist Exar Kuns zu besiegen, indem sie dank Vodo Siosk-Baas Machtgeist und Jacen Solos Verbindung zur lebendigen Macht eine Mauer des Lichts erschufen, die Exar Kun endgültig in die Unterwelt verbannte. Hätten die Jedi nach Ossus nicht auch noch Coruscant und über Jahrzehnte den Großteil ihrer Meister verloren, man wäre wohl nicht völlig machtlos dagestanden, als es darum ging den Sith-Imperator seiner Macht zu berauben.

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Freitag, 16. August 2019
Das imperiale Überlegensgefühl ist wohl nicht völlig unbegründet
Nachdem ich Darth Malgus Potential als Krieger wiederholt aufgrund seines Alters und Gesundheitszustandes in Frage gestellt habe muss ich mich nun wohl der Geheimzutat in dieser tödlichen Mischung zuwenden, die Malgus ausmacht. Die Untertanen des Sith-Imperiums betonen gerne ihre genetische Abstammung von der Sith-Spezies und auch wenn das meistens eher im Rahmen eines gewöhnlichen Rassismus betont wird, es ist doch womöglich ein sehr bedeutendes Unterscheidungsmerkmal. Sith-Imperiale verachten ja nicht bloß Aliens, sondern auch nicht-imperiale Menschen, da diese ebenfalls über keine Sith-DNA verfügen. Natürlich werden Menschen aufgrund ihres Aussehens und ihrer anpassungsfähigen Kultur weniger stark dem imperialen Rassismus ausgesetzt, aber man braucht nur das Beispiel des Sith-Inquisitors heranzuziehen, um festzustellen, dass Mensch zu sein, noch lange nicht ausreicht, um mit geborenen Imperialen gleichzuziehen.

Die Sith-Spezies hatte eine durchschnittlich höhere Lebenserwartung als jeder Mensch und die einst nach Korriban geflohenen verbannten Jedi waren Experten in alchemistischer Genetik, womit sie eine Reihe von Mitteln zur Hand hatten sich selbst und ihren Nachkommen eine noch höhere Lebenserwartung zu verschaffen. Gerade die zeitweilige Rivalität zwischen reinblütigen Sith und den von dunklen Jedi abstammenden Hybriden wurde zu Gunsten der Hybriden entschieden, welche zur dominanten Herrscherschicht aufstiegen. Die Hybriden haben ihre Rivalen kurzerhand überlebt und die Sith-Spezies zudem in ein Kastensystem aufgespalten, bei welchem sie sich wohl eindeutig von den Rakata inspirieren ließen. Die Kaste der Massassi-Krieger oder auch der Priester konnte trotz ihrer direkten Sith-Abstammung daher wohl kaum so lange leben, wie die durch Sith-Alchemie gestärkte Adelsschicht. Dunkle Lords wie Marka Ragnos konnten mehrere Jahrhunderte leben und besaßen eine einmalige Qualität, denn sie konnten damit spekulieren, ihre weniger blaublütigen Konkurrenten zu überdauern. Menschen sind im Vergleich mit einigen Spezies der Star Wars Galaxis ja fast Eintagsfliegen, zumal die großen Imperien der Vergangenheit von Spezies wie den Hutten geschaffen wurden, welche sogar über 1000 Jahre alt werden können. Die bereits zuvor lange Lebensdauer der Sith-Spezies trug wohl auch dazu bei, dass die Sith eine sehr kriegerische Spezies waren, die ihre Lebenserwartung wohl mutwillig durch interne Konflikte begrenzte. Als die Rakata nach Korriban kamen und beabsichtigten das Reich der Sith zu annektieren dauerte die Regentschaft des Rakata-Bezwingers König Adas wohl auch mehr als ein Jahrhundert an, nachdem dieser bereits alle Sith-Clans unterworfen und seine Spezies vereint hatte. Die radikale Rivalität unter den Sith könnte neben einem kulturellen Grund, daher wohl auch ein genetisches Fundament haben. Auf Adas Triumph über die Rakata folgte daher auch ein neuerlicher Bürgerkrieg, der die Bevölkerung der Sith-Welten neuerlich reduzierte.

Natürlich sind die Sith des modernen Sith-Imperiums genetisch deutlich menschlicher geworden als ihre Vorfahren, was allerdings kein Nachteil gewesen sein muss. Hybridisierung kann auch dazu führen, dass die Hybriden eine längere Lebensdauer besitzen als ihre Vorgängerspezies. Ein Beispiel wäre meiner Meinung nach das Maultier, das mit 40-50 Jahren länger leben kann als Esel und Pferd (25 bis 30 Jahre). Die Langlebigkeit der alten Sith dürfte auch noch in ihren modernen Nachfahren vorhanden sein, sodass eine Aussage über den Anteil von Sith-DNA auch einen Rückschluss auf die Lebenserwartung eines Imperialen erlauben kann. Und diese Vorzüge einer Sith-Herkunft würden nun nicht nur Sith-Lords betreffen, sondern könnten auch garantieren, dass gewöhnliche Imperiale eine höhere Lebenserwartung genießen, als durchschnittliche menschliche Bürger der Republik. Besonders interessant für einen Vergleich des imperialen mit dem republikanischen Militär wäre in diesem Sinne auch die zu erwartende Leistungsfähigkeit langlebigerer imperialer Soldaten. Ein imperialer Soldat oder Sportler könnte wohl deutlich länger seine Top-Performance beibehalten als ein menschlicher. Ein 40jähriger oder 50jähriger imperialer Offizier muss daher gar nicht so weit von einem 30jährigen und dessen körperlicher Leistungsfähigkeit entfernt sein. Gute Voraussetzungen für die Fans von Malavai Quinn oder Lieutenant Pierce, denn dass die beiden in 5 Jahren (und in Quinns Fall sogar trotz Haft) kaum gealtert sind könnte an den guten Genen der beiden liegen. Nicht unbedeutend wäre dieser Umstand auch für Charaktere wie Darth Vowrawn oder eben auch Malgus. Vowrawn hat mittlerweile wohl mindestens 70 Jahre auf dem Buckel, wenn nicht sogar mehr. Aber für einen Sith des alten Reichs wäre er damit wohl gerade einmal in seinen 30ern. Selbst wenn man annimmt, dass sich die Lebenserwartung der reinblütigen Sith-Lords über 1300 Jahre verringert hat, Vowrawn könnte immer noch mindestens mit 150-200 Jahren rechnen dürfen. Somit wäre er wohl noch nicht einmal in seiner Midlife Crisis. Für die Sith hatte diese Langlebigkeit in der Vergangenheit den unschätzbar wertvollen Vorteil, dass sich dunkle Lords für mehrere Jahrzehnte oder Jahrhunderte als Anführer durchsetzen konnten. Die Stabilität des Sith-Reichs war von der Vitalität und Lebenserwartung seiner Herrscher abhängig, da ansonsten eine endlose Reihe von Bürgerkriegen drohte. Da die Sith für die höchsten politischen und militärischen Ämter keine Erbfolge vorsahen musste um die Nachfolge stets gekämpft werden, was auch zur Institutionalisierung von Bürgerkriegen in Form des Kaggath führte. Das Kaggath als Duell zweier Sith-Lords war dazu gedacht Bürgerkriege innerhalb des Sith-Imperiums einzudämmen und zu einem Duell zwischen zwei Blaublütlern zu machen.

Wenn das imperiale Militär davon gesprochen hat qualitiativ die besseren Truppen zu besitzen, dann hatte es womöglich recht. Imperiale Soldaten können sich deutlich länger in der Gewissheit wiegen ihre besten Jahre noch nicht hinter sich zu haben, sodass sie auch mehr Erfahrung sammeln können. Unklar wäre allerdings, ob sich eine Sith-Herkunft vielleicht auch physisch auswirken könnte. Langlebigkeit könnte auch auf ein stärkeres Immunsystem hinweisen, was Sith ja auch haben müssten, um den schädlicheren Auswirkungen des Gebrauchs der dunklen Seite entgegenzuwirken. Ich würde den Imperialen daher auch eine latente Immunität gegenüber der dunklen Seite zuschreiben, da sie durch sie wohl weniger Schaden nehmen dürften. Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass Imperiale eine erhöhte Neigung zu Wunderheilungen hätten. Darth Plagueis hätte sicher Midichlorianer als Grund dafür genannt, aber Fakt könnte sein, dass Imperiale machtsensitiver sind als die meisten anderen Spezies, genauso wie die Sith vor ihnen. Und das könnte erklären, warum und wie manche Imperiale Verwundungen überleben können, welche die meisten anderen Humanoiden zur Strecke gebracht hätten. In den Reihen der Lords kommt das am besten zur Geltung, wenn man sich Malgus, Marr, Lord Draahg oder sogar Lord Grathan vor Augen führt, die allesamt potentiell tödliche Verwundungen überlebt haben. Natürlich ist das beeindruckend, aber sie überlebten wohl doch weniger durch arkane Sith-Alchemie, als durch imperiale Technologie und ihre innere Kraft, die auch so manchem Imperialen zur Verfügung stehen würde. Das Gegenbeispiel wäre deshalb Lord Simus, der 1300 Jahre zuvor anscheinend mehrere Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte als abgeschlagener Kopf überlebte. Simus nutzte Sith-Alchemie, genauso wie Darth Sion und Nihilus die Macht nutzten, um ihre physische Form beibehalten zu können. Sion und Nihilus stammten jedoch nicht von den alten Sith ab.

Revans ursprünglicher Plan jedes Lebewesen mit Sith-DNA zu vernichten war wohl nicht, bloß eine mörderische Wahnvorstellung, denn immerhin war Revan zu diesem Zeitpunkt zwar schwer traumatisiert, aber noch lange keine Abspaltung in seine dunkle Seite. Ironischerweise hatte Revan seine wertvollsten strategischen Erfahrungen im Krieg gegen eine genetisch völlig heterogene Nomadenkultur gemacht, bei der die Möglichkeit des Einsatzes einer völkermordenden Biowaffe aussichtslos gewesen wäre. Ausgerechnet bei den Sith, die in den Jahren vor Revans Aufstieg bereits einmal als Organisation wiederbelebt worden waren, sah Revan die ultimative Lösung jedoch darin einen Völkermord zu veranstalten, als ob dieser alle Sith tatsächlich eliminiert hätte. Einen Exar Kun oder Freedon Nadd hätte Revan so jedenfalls nicht aus dem Verkehr gezogen, denn ist nicht bloß das Blut der alten Sith, welches die Galaxis immer wieder aufs Neue vergiftet hat. Trotzdem sah Revan in der biologischen Vernichtung der Sith den aussichtsreichsten Weg auf einen galaktischen Frieden, weil damit schlagartig die imperiale Kriegsmaschinerie zum Stillstand gekommen wäre. Revan hatte die Mandalorianer ja auch nicht restlos ausgelöscht, sondern ihnen nur eine derart massive Niederlage beigebracht, damit sie für Generationen ziellos und niedergeschlagen sind. Revans Ziel war nie ein Ewiger Frieden, sondern ein möglichst langfristiger. In diesem Sinne sah Revan die Sith-DNA unter den Imperialen als praktischen Angriffspunkt, mit dem man eine ganze Großmacht eliminieren konnte. Doch Revan sah die Sith-Imperialen wohl auch als das was sie wirklich waren, das moderne menschliche Gesicht eines dämonischen Feindes, der gelernt hat sich zu verkleiden. Für Revans Blick hinter die Fassade der physischen Welt lag wohl kein Unterschied zwischen den barbarischen Horden Naga Sadows und der effizienten Militärmaschinerie Vitiates. In anderen Worten, Revan entlarvte die Imperialen als die dämonische Brut, die sie in Wirklichkeit sind, auch wenn sie nicht mehr wie Sadows monströse Horden aussehen.

Dr. Lokins Experimente mit Rakghul-DNA waren wohl auch deshalb möglich, weil er über Sith-DNA verfügt. Rakghule waren einst eine Kreation der ersten dunklen Lords, die mit ihnen hofften eine Armee für ihren Rachefeldzug gegen die Jedi und die Republik zu schaffen. Doch Machtsensitive konnten nicht mit dem Rakghul-Virus infiziert werden, was ein eingebauter Schutzmechanismus des Virus war, um die dunklen Lords und ihresgleichen vor ihren Soldaten zu schützen. Auf Taris konnte der Virus jedoch ungestört für 300 Jahre mutieren, ehe Dr. Lokin den Versuch wagte sich mit ihm zu infizieren. Lokin ist in der Lage seine Rakghul-Form zu kontrollieren, weil er womöglich über eine latente Machtsensitivität verfügt. Das würde dann auch erklären, wieso Lokins Experiment sich nicht von jedermann wiederholen ließe, da nur er über das notwendige Verhältnis von Sith-DNA und Rakghul-DNA verfügt. Aus diesem Grund wäre es schlichtweg unpraktisch Imperiale für "Waffentests" heranzuziehen, da diese nicht den eigentlichen republikanischen Zielen entsprechen.

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Freitag, 9. August 2019
Die Galar-Formen sind auch für Pokémon GO interessant


Die Galar-Formen halten in Pokémon Schwert und Schild Einzug, womit sich ein altbewährtes Gerücht zur 8. Generation bewahrheiten dürfte und siehe da, jetzt weiß man auch wie die Pokémon Company versuchen dürfte das Überschreiten der 1000er-Marke weiter hinauszuzögern. Vor dem Launch der 8. Generation steht man derzeit bei 809 Pokémon, von denen es in Pokémon GO nur etwas mehr als die Hälfte zu fangen gibt. Doch genauso wie die Alola-Formen zu Pokémon GO hinzugefügt wurden, ohne die 7. Generation freizuschalten vermute ich, dass es auch die Galar-Pokémon zu fangen, raiden oder brüten geben wird, sobald Schwert und Schild veröffentlicht sind. Und vielleicht lässt sich so auch der Release der 5. Generation in Pokémon GO noch etwas weiter hinauszögern, was im Interesse der Entwickler liegen könnte, die damit womöglich die Lebensdauer des Mobile Games zu verlängern hoffen. Immerhin würde man in ein paar Jahren sonst ohne neue Pokémon für Pokémon GO dastehen und diesen Punkt will man sicherlich möglichst weit hinauszögern.

Dank Pokémon Sonne und Mond gibt es in Pokémon GO 18 Alola-Formen, wobei man diese auch in richtige Alola-Formen einer ganzen Entwicklungsreihe oder in regionale Entwicklungen (Alola-Entwicklungen) trennen könnte. 18 Kanto-Pokémon erhielten in Alola neue Typen und ein neues Aussehen, was 12% des Kanto-Pokédex entspricht.

Nun da Galar Smogmog angekündigt wurde und man bereits spekulieren darf, ob sich James in der nächsten Staffel des Pokémon Anime eine Galar-Variante seines guten alten Freundes fangen wird, könnte man auch gleich die Theorie aufstellen, dass Jessie wohl ein Galar Arbok fangen wird. Galar Arbok wurde allerdings noch nicht bestätigt und ist bisher rein spekulativ, aber bei einem Franchise, in welchem das Merchandising Hand in Hand gehen soll wäre es ja gut vorstellbar.

Galar Smogmog könnte zwar auch als Gegenstück zu Alola Sleimok gedacht gewesen sein, aber Pokémon ist ja mehr als nur eine Reihe von Nintendo-Spielen, sondern dürfte bei der Konzeption jeder neuen Generation auch ein Augenmerk auf andere Zugpferde legen, wie den Anime oder nun auch Pokémon GO.

In meinen Augen waren die Alola-Formen bereits sehr interessant, wenn sie auch wenig an den Stats der meisten Pokémon änderten und um das Beispiel Rattikarl zu nehmen, es wurde nun nicht wirklich um Längen besser. Aber je nach Vorliebe und Tier können die Alola-Formen eine ziemliche Bereicherung darstellen. Trotz seines psychedelischen Aussehens bin ich etwa sehr schnell zu einem Fan von Alola Sleimok geworden. Sehr ambitioniert fand ich sogar die Einführung der Alola Kleinstein, welche mich nun eben auch spekulieren lassen, wie es in Galar mit diesem Trend weitergehen könnte. Machomei war bereits in Galar zu sehen, ebenso wie ein normales Gengar, also bliebe nur noch die Frage offen, ob vielleicht Simsala in Galar fehlen könnte. Aber es könnte trotzdem eine Galar-Form für Nebulak, Alpollo und Gengar geben, die entweder noch böser (Geist/Unlicht) oder viel netter (Geist/Fee) ist. Geisterschlösser sollte Galar ja zu bieten haben und einen Geister-Arena-Leiter gibt es zumindest in einer der beiden Editionen ja auch. Die Geist/Fee-Spekulation stammt auch daher, weil manche Pokémon-Theorie besagt Gengar sei der Schatten eines Pixie.

Galar lässt sich wirklich viele Türen offen und ich möchte auch noch eine andere Spekulation in den Raum stellen, denn genauso wie Smogmog zu Sleimok passt, würde ja Arkani zu Vulnona passen. Arkani und Vulnona waren wegen ihres Feuertyps, der Stein-Entwicklung und (zumindest meiner Erinnerung nach) der Versionsabhängigkeit einst auch Gegenstücke zueinander, so wie Smogmog und Sleimok. Allerdings wäre Arkani erheblich stärker, soweit es die Stats betrifft. Das hat damals aber auch niemanden gestört und Alola Vulnona scheint mir eine massive Verbesserung Vulnonas gewesen zu sein. Als Officer Rockys treue Begleiter waren Fukanos und Arkanis ein gängiger Anblick in vergangenen Anime-Episoden, doch Fukano und Arkani könnten in Galar wegen Arkanis "Legenden-Status" auch Unlicht-Pokemon sein. Höllenhunde wie der Hund von Baskersville wären ja auch eine Möglichkeit, vor allem in einer Region die auf dem Heimatland passionierter Hundezüchter basiert. Galar Arkani könnte aber meiner Meinung nach genauso gut ein Elektro-Pokemon sein, das aufgrund seiner Mähne und hohen Laufgeschwindigkeit ständig Elektrizität generiert.

Mal abgesehen von Arkani, es gibt zumindest Gerüchte über eine regionale Variante von Porenta oder sogar einer regionalen Porenta-Weiterentwicklung. Porentas Lieblingszwiebel ließe sich meiner Meinung nach ja auch sehr passend durch einen Gehstock (für einen echten englischen Sir), Cricketschläger oder Poloschläger ersetzen. Und weil wir schon bei Polo sind, Ponita und Gallopa würden sich wohl auch gut für eine Galar-Form eignen, wobei Gallopa sogar für eine PR-Kampagne als Einhorn taugen würde, sofern man es in seiner Galar-Form etwas überarbeitet. Ein Galar Gallopa müsste meiner Meinung nach in seinem Haupt- oder Zweittyp Fee sein.

Die Möglichkeit regionaler Entwicklungen eröffnet auch neue Horizonte für das gute alte Evoli. Man könnte nun ganz einfach neue Typen für Evolis nächste Weiterentwicklung verwenden oder diese sogar rekombinieren. Ein Feuer/Fee-Evoli gefällig? Dank der regionalen Varianten müsste nicht jedes Evoli auch in jedem künftigen Spiel entwickelbar sein und die Möglichkeiten mehr aus Evoli herauszuholen sind noch längst nicht erschöpft. So denke ich etwa auch an Porygon, das sich zweimal durch eine Tausch+Item-Entwicklung weiterentwickeln kann. Bisher gibt es noch keine einzige dritte Entwicklungsstufe für Evoli. Eine weit verbreitete Evoli-Theorie besagt zwar, dass es wohl keine weiteren Evolutionen geben wird, weil Evolis Entwicklungen immer typische Spezialangreifer sein müssen (wie Feuer, Elektro, Psycho usw.), aber selbst das wäre kein Hindernis, dass man diese untereinander neu kombiniert oder noch eine Entwicklung oben drauf setzt.

Dass man den regionalen Varianten auch noch eine bisher unbekannte regionale Weiterentwicklung verpasst wie bei Garadaks, das zu Barrikadax werden kann ist eine weitere augenöffnende Entwicklung. Nichts gegen Zigzachs und Geradaks, aber seine Entwicklung sollte Barrikadax weit über Geradaks aktuellen Gesamtwert von 420 hinaus bringen. Man könnte also ein Zweistufenpokémon nehmen, es in eine Galar-Form verpacken und dann noch eine Weiterentwicklung drauf setzen. Bereut da etwa jemand bei GameFreak, dass man Alola Kokowei zu keiner regionalen Weiterentwicklung von Kokowei gemacht hat? So würde ich das nämlich sehen. Aber die zweibeinige Form von Geradaks lässt mich jetzt auch auf eine Minotaurus-Form von Tauros oder Bisofank (wobei ich da an einen Minotaurus im Stil von Disco Stu denken würde) hoffen. Vielleicht könnte eine Galar-Form und Galar-Entwicklung aber auch helfen Sonnkern eine zweite Chance zu geben, vielleicht mit dem Typ Pflanze/Feuer und einer ähnlich kämpferischen dritten Entwicklungsstufe, die aber kein Kampf-Pokémon ist. Chancen würden sich so vielleicht auch für ein anderes Leichtgewicht ergeben, nämlich Parasek. Während der zum Typ Pflanze zu rechnende Pilz beim klassischen Parasek die Kontrolle übernahm könnte eine Galar-Form ja den anderen Weg eingeschlagen haben oder einem anderen Typ entsprechen. Paras sieht ja ein wenig wie ein Krebstier aus, warum also nicht Wasser/Käfer oder Pflanze/Wasser, mit Seeanemonen am Rücken.
Ich würde sogar soweit gehen und überlegen eine Galar-Variante von Dratini und Dragonir zu etwas anderem als einem Dragoran werden zu lassen. Galar bräuchte ja unbedingt etwas wie Nessie und Nessie erinnert ja durchaus an eine Seeschlange oder eine regionale Weiterentwicklung von Lapras, die sich vielleicht nur in einem bestimmten See erreichen lässt.

Nachdem Galar auch schon mit dem Thema Sport in Verbindung gebracht wurde, vor allem weil manch einer Hopplo als Fußball-Hase betrachtet, könnte man sich aber auch für eine Galar-Variante von Voltoball und Lektroball entschieden haben. Alola Geowaz schießt gerne Alola Kleinstein durch die Luft? Dann könnten einige Galar-Pokémon ja Galar Voltoball herumkicken. Voltoball ist bisher wegen seines Initiativ-Werts bekannt, aber als Opfer der Sportbegeisterung seiner Umwelt könnte es vielleicht seinen physischen Verteidigungswert oder seine KP erhöht haben. Und aus dem Elektro-Typ wurde dabei vielleicht Boden. Als größerer Lektroball wird es dann vielleicht sogar zu einem Gesteins- oder Stahlpokémon, vorausgesetzt Voltoball ist nicht bereits zu Beginn ein Gestein oder Stahl-Pokémon, das sich nur durch diesen Typenwechsel zu schützen glaubte. Sowohl Gestein als auch Stahl-Pokémon sind jedoch schwach gegenüber Kampf-Attacken, wozu eine ganze Menge Hiebe und vor allem Kicks und Tritte gehören würden. Hopplo kann sogar Doppelkick erlernen und es wäre als Feuer-Pokémon stark gegenüber Stahl-Pokémon, weshalb ich einen Zweit-Typ Gestein für Voltoball am wahrscheinlichsten halten würde. Damit wäre es immer noch ein Spielball für so manchen Seelöwen (aber Achtung wegen der Elektoattacken) und Kicker. Würde die Galar-Region auf ein Ball-Pokémon verzichten wäre das in meinen Augen eine verlorene Chance und angesichts der Popularität von Fußball als Sport könnte ein solches Ball-Pokémon dem Franchise noch gute Dienste erweisen.

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