Montag, 19. Jänner 2015
Der Schmuggelware-Automat und die Kartellmarkt Zertifikate

Ideal für Rückkehrer, Neulinge und Sparsame

Bisher waren Kartellmarkt Zertifikate höchst wertvoll, weil ihre einzige Bezugsquelle darin bestand Kartellpakete zu erwerben und zu öffnen. Das hat sich nun grundlegend geändert und bis auf weiteres könnte das auch Einfluss auf das Spiel- und Kaufverhalten haben.

Revans und Nihilus Masken, der Thron und Datacron-Mount, ja sogar diverse Minipets vom Schmuggelware-Rufhändler sind nun auch der breiten Allgemeinheit und nicht bloß den Ich-war-dabei-Veteranen zugänglich. So nebenbei hat man mit der Ausschüttung an Kartellmarkt Zertifikaten jedoch auch begonnen eine Alternative zu den Sammlungen zu schaffen. Anstatt ein Revan-Set oder eine Nihilus Maske für Kartellmünzen freizuschalten kann man nun auch Credits und etwas Zeit dafür verwenden, um Twinks mit ihnen auszustatten. Zugleich stehen diese Items nun eben auch allen zu erschwinglichen Preisen zur Verfügung, die nicht Millionen für sie ausgeben wollten.

Nutzungsmöglichkeiten für F2P-Spieler und Bevorzugte

10.000 Credits, mehr kostet die Gewinnung eines Zertifikats nicht und man braucht höchstens 6 davon um sehr rare Items erstehen zu können. Das wären 150.000 Credits Einsatz, von dem man 90.000 Credits zurück erhält. Und ein paar Material-Token gibt es oben drauf. Plötzlich kann man auch als Bevorzugter oder findiger F2P-Spieler an Kartellmarktitems gelangen, die sonst weit über dem 350.000 Credit Cap liegen würden.

Für Bevorzugte dürfte der Schmuggelware Automat eine ganze Reihe von ungeahnten Möglichkeiten bieten. Am auffälligsten ist sicher: Ruf-Token lassen sich nun als jederzeit einlösbare Geldanlage sammeln (grün 500 Credits, blau 1000 Credits, lila 2500 Credits). Ebenso kann man auch die Rohstoff-Token und Zertifikate einlagern, um sie später einmal zu Geld zu machen.

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Randnotizen zum Schmuggelware Automaten
Für 50.000 Credits Einsatz (100 Chips) erhält man an den Automaten:

30.000 Credits durch den Verkauf von Ruftrophäen an NPC-Händler
2 Kartellmarkt-Zertifikate
13/13/13 Material-Token (grün/blau/lila)

Die Kosten für die 2 Zertis und 39 Mats liegen bei rund 20.000 Credits.

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192er Gefährtengear: HK-51 im Vergleich (Cybertech vs. Yavin 4 Geschenkkorb)
Neu auf Reddit, mit Link zu einem Fotoalbum:
https://www.reddit.com/r/swtor/comments/2sw8dp/comparing_hk51_192_legacy_set_with_cybertech_parts/

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Der helle Sith-Krieger
Manchmal überrascht mich der Pluralismus innerhalb der SWTOR Community so sehr, dass ich gar nicht glauben kann, wie jemand mit etwas nicht einverstanden sein kann oder Kritikpunkte an einem bestmöglichen Zustand zusammenzukratzen vermag. So hat es mich auch besonders überrascht wie die imho sehr aufwendig auch auf die helle Seite zugeschnittene Story des Sith-Kriegers zumindest in einem reddit-Thread in das Kreuzfeuer der Kritiker geraten konnte.

Die Kernaussage der Diskussion ist folgende: Tremel/Baras/Diener 1/die Stimme des Imperators/Darth Vowrawn/Darth Marr würden den hellen Sith-Krieger einfach töten

Als Vorbemerkung möchte ich natürlich auf das Ende von Akt I der Krieger-Story mit einem hellen Sith-Krieger verweisen, denn dieses scheinen so manche Diskutanten, die vorher schon das Handtuch warfen, gar nicht bekannt sein.

Von Tatooine bis Alderaan wandelt man auf den Spuren Jaseas Willsaams und verschont im Prinzip jeden Jedi-Ritter, der einem nicht die gleiche Gnade gewähren würde. Man führt den Jedi ihre eigene Doppelmoral vor und bringt Jaseas alten Meister sogar dazu die eigene Unehrenhaftigkeit zu erkennen. Wer Sith gerne als Samurai sieht, hier lässt die helle Seite einigen Spielraum für ehrenhaftes Verhalten zu. Und die Berichte vom ehrenhaften Verhalten des Kriegers führen dann auch dazu, dass der gefallene Nomen Karr in einem besonders schlechten Licht erscheint. Selbst dunkle Sith können diesen Weg beschreiten und das Ergebnis im Dialog mit Jasea nutzen sie zu bekehren.

Schlussendlich erkennt Jasea hinter den Taten des Kriegers jedoch erst einen reinen Geist, als sie ihre besondere Gabe anwendet. Normalen Sith und Jedi würde das wahre Wesen des Kriegers völlig entgehen. In späteren Gefährtendialogen spricht Jasea den Krieger auf ihr gemeinsames Doppelleben an und entdeckt sogar eine verdeckt operierende Gruppe heller Sith. Erst als der dunkle Rat einen Inquisitor ernennt und Lord Cendence aussendet, wird organisiert Jagd auf die hellen Sith gemacht, jedoch auch nur von einer einzelnen Person. Das Unvermögen der Sith Abtrünnige wie die Revaniter oder Jaseas Verbündete aufzuspüren und auszuschalten ist jedenfalls Fakt. Mit Lord Emmoridg konnte sogar ein insgeheim heller Sith als Aufseher an der Sith-Akademie auf Korriban unterrichten, der wohl konservativsten und prestigeträchtigsten aller Sith-Akademien. Es gelingt Jasea allerdings auch den vermeintlich mächtigen Cendence im Zweikampf zu besiegen und zieht man die Enthüllungen der dunklen Jasea auch in Betracht, so dürfte sich herausgestellt haben, dass Cendence seinen Job jedoch nicht ganz ernst nahm und auch Jagd auf persönliche Rivalen machte.

Tremels Wahl

Aufseher Tremel ist Traditionalist und ein sehr reaktionärer Konservativer, der plötzlich damit konfrontiert wurde, dass nun auch Sklaven und Akolythen mit einem verunreinigten oder gar nicht vorhandenen Anteil an Sith-Blut in ihren Adern zum Training als künftige Sith-Lords zugelassen wurden. Wir schreiben das Jahr 0 und wohl das Ende der Amtszeit von Darth Arctis als Hüter des Alten Wissens, ehe er vom erzkonservativen Darth Thanaton ermordet wurde. Während der Sith Inquisitor gerade sein Training unter Aufseher Harkun beginnt, der gnadenlos dafür sorgt, dass möglichst viele der neuen Rekruten umkommen, hat Tremels Versuch den Akolythen Vemrin zu stoppen diesen zu seinem Feind gemacht.

Vemrin ist der aufstrebende Star der Akademie und hat sich unter den anderen Akolythen bereits eine loyale Gefolgschaft gesichert. Vemrin wird gefürchtet und das hat das Interesse Darth Baras geweckt, der einen neuen Schüler für eine ganz besondere Aufgabe sucht. Genau das behagt Tremel jedoch gar nicht, der zudem fürchten muss, dass Vemrin einen „Unfall“ heraufbeschwören könnte, bei dem Tremel in der zufälligen Gegewart von Vemrins Handlangern ums Leben kommt. Doch weder will Tremel seine eigene starrsinnige Tochter im Kampf mit Vemrin opfern, noch bietet sich sein anderer Akolyth Klemral an, um Vemrin aufzuhalten.

Tremel sucht eine Waffe, einen potentiellen Mörder und das beste Beispiel für die Überlegenheit eines Sith mit reiner Abstimmung. So rekrutiert er den Sith-Krieger, der sich bereits durch überlegene Kampffähigkeiten und seine Beherrschung der Macht ausgezeichnet hat. Tremel wählt ihn als Akolythen weil er eben auch aus einer der alten Familien des Imperiums stand und kein anderer derart vielversprechend ist. Doch das Training des Kriegers ist stark verkürzt und er wird fast heimlich extra nach Korriban ausgeflogen.

Auch wenn Tremel erkennt, dass man Gnade walten lässt und Sympathien für Gefangene entwickelt, braucht man sich nicht um sein Leben zu sorgen. Tremel kritisiert diese Fehltritte zwar und würde sicher auch zu Bestrafungsmaßnahmen greifen, um dem Krieger den Kopf zu waschen, doch als Sith-Schüler mit den richtigen Eltern steht man aus Tremels Perspektive eben auch haushoch über dem Balmorraner Vemrin. Und Tremel braucht den Krieger noch, er ist seine letzte und beste Chance Vemrins Aufstieg zu verhindern, nachdem eine unbekannte Zahl früherer Akolythen entweder bereits klein beigegeben und das Lager gewechselt hat oder eben umkam. Egal was Vemrin einem auch entgegensetzt, man bezwingt jeden seiner Handlanger.

Baras Handlanger

Darth Baras ist ein Meister der Manipulation und schert sich wenig um die üblichen Konventionen. Er hat Agenten innerhalb der Republik und sogar innerhalb des Imperiums. Er traut niemandem und bevorzugt es gegen seine Handlanger immer etwas in der Hand zu haben. Baras benutzt seine Untergebenen nur und bei der Wahl nach einem geeigneten Schüler setzt er wenig auf Konventionen, er sucht ebenfalls eine Waffe, allerdings gegen die noch namenlose Bedrohung durch Nomen Karr. Mit seinen Taten hat Vemrin Baras bisher positiv beeindruckt, vor allem weil er sich durch seine kämpferischen Fähigkeiten eben den Respekt seiner Kollegen verdient hat. Wäre Vemrin nicht mächtiger als Dolgis & Co. gewesen, er hätte sie nie dazu bewegen können sich ihm zu unterwerfen. Doch dann tritt eben der Krieger in Erscheinung.

Baras ist bestens darüber informiert, was Tremel mit der Ausbildung des Krieges bezweckte und er erfährt auch davon wie einfach man Vemrins Stellvertreter Dolgis bezwungen hat. Das regt natürlich das Interesse eines Mannes, der in Vemrins Einfluss eine störende Eigenschaft sehen könnte, während ein eher isolierter Underdog die nötigen Qualitäten für einen Job als benutzbares Wegwerfwerkzeug mitbringen würde. Dennoch zeigt einem Baras zunächst einmal die kalte Schulter, kritisiert die mangelnde Kenntnis des Sith-Kodex und befiehlt einem Tremel zu töten. Baras missfällt die Unkenntnis des Sith-Kodex auch nur oberflächlich, je ungebildeter und daher wohl auch leichter manipulierbar desto besser, so wohl seine Devise. Tremel zu töten ist aus Baras Sicht auch nicht unbedingt ausschlaggebend, er will vorwiegend wissen, ob man dazu fähig wäre, denn das könnte den Krieger bereits als besseren Kandidaten als Vemrin auszeichnen. So wie sich Baras gegen Vemrin und für den Krieger entschied wird man später zu Gunsten von Lord Draahg ersetzt, der Baras wohl sogar noch mehr auf den Leim gegangen ist. Baras hätte Draahg sogar die Gefährten des Kriegers übertragen.

Baras verzichtete auf Vemrin, weil ihm dieser zu verschlagen und ambitioniert erschien. Der Krieger musste allerdings weichen, weil Baras von Korriban an wusste, dass ihm dessen Kampffähigkeiten überlegen wären. Auf Korriban hätte Baras den Krieger noch am ehesten zu töten vermocht, auf Quesh war er sich jedoch gar nicht mehr so sicher und der Krieger auf Quesh ist im Prinzip derselbe wie am Ende im Duell mit Baras. Auf Korriban ist man noch unerfahren und verfügt über kein Lichtschwert, weshalb man noch keine Gefahr für Baras darstellte, der sich später aber auch bewusst mit einem mächtigeren Untertan einlässt, um Nomen Karr & Co. auszuschalten. Nur dann muss er eben endgültig weichen und zusammen mit Draahg wäre Baras vielleicht in der Lage gewesen den Krieger zu besiegen.

Baras beobachtet helle Tendenzen sicher mit Argwohn, wendet aber prinzipiell nichts dagegen ein. Man ist nur ein Werkzeug und zu glauben man hätte freien Willen lenkt einen davon ab, dass man doch nur Baras Sklave ist. Außerdem wäre man als heller Sith potentiell durch Baras erpressbar, was diesem mehr Macht verleiht als überlegene Fähigkeiten im Umgang mit der Macht.

Bei der Begnung mit Jasea Willsaam wird auch klar, dass nur sehr wenige Jedi oder Sith dieser Ära Zugang zur Fähigkeit besitzen, die wirkliche Ausrichtung eines Charakters zu erkennen. Jasea erkennt den hellen Krieger auch erst als hell, nachdem sie ihre Fähigkeiten gegen ihn richtete und sein innerstes ergründete. So wie Baras Agenten brave Jedi mimen können, kann der Krieger den typischen Sith vorgeben und damit durchkommen. Und Darth Baras fiel bereits einmal auf einen als Sith getarnten Jedi herein, seine Fähigkeit andere zu durchschauen lässt also doch ein wenig zu wünschen übrig.

Der Diener, die Stimme und der Imperator

Der Imperator spielt nach eigenen Regeln und Yavin 4 sollte eigentlich nur bestätigen, dass ihm simple Einordnungen wie hell oder dunkel, Jedi oder Sith völlig egal sind. Der Imperator hat sich seine eigene Dienerschaft geschaffen, doch in Akt 3 braucht auch er eine Waffe. Wie auf Rishi mittlerweile feststellbar ist das Bündnis zwischen Hand und Zorn des Imperators gar nicht so in Stein gemeißelt wie man vielleicht annahm, wer immer schon aussprechen wollte, dass man der Hand nur Gefolgschaft leistete, weil man sich so an Baras rächen konnte - Rishi bietet die Chance dazu.

Aus erzählerischer Notwendigkeit heraus wird man zum Bund mit dem Imperator gezwungen, egal wie man sich auch windet. Es macht jedoch auch Sinn sich mit der höchsten Autorität des Imperiums einzulassen, denn zum Zeitpunkt von Baras Verrat ist dieser ein Mitglied des Dunklen Rats und hat wohl auch eine Art Haft/Mordbefehl gegen den Krieger ausgesprochen, der praktisch nur vom Rat, Baras oder der nächsten Instanz aufgehoben werden kann. Da man weder den Dunklen Rat, noch Baras umstimmen kann ist man als heller Sith auf den Imperator angewiesen. Dunkle Krieger würden an dieser Stelle einfach auf Rache sinnen und im Erreichen dieser das Ziel der Zusammenarbeit sehen.

Dem Imperator ist die Orientierung seines neuen Zorns egal, weil er auf Voss etwas gelernt hat, dass den Zorn, die Sith und das gesamte Imperium schon bald obsolet machen dürfte. Zuerst muss jedoch der Verräter Baras weichen, der Vitiates Pläne blockieren kann. Ein einsamer Wolf/vom gesamten Imperium gejagter Sith-Krieger besitzt jedoch auch den Vorteil sich gar keine andere Alternative vorstellen zu können, man könnte maximal noch die Seiten wechseln, aber Baras Hände reichen sogar bis in die Reihen des Jedi-Ordens und als Verräter würde man noch schneller im Visier einer Todesschwadron landen.

Darth Vowrawn

Selbst wenn Darth Vowrawns auf Corellia Vorbehalte gegen eine Zusammenarbeit mit hellen Sith hätte, er ist wohl kaum in der Lage einen zu durchschauen. Selbst wenn Vowrawn einen Verdacht besitzt, so wird er sich scheuen diesen zu äußern, denn Eigenschaften wie Gnade und Mitgefühl sind dem intriganten Politiker nicht fremd, da sie auch ihren Nutzen haben können.

Vowrawn ist auf Corellia ohnehin in einer Notlage und auf den Schutz des Kriegers angewiesen. Auf Korriban entpuppt sich Vowrawn dann weiterhin als besonders gut informiert und lässt Aufseher Tremel am Showdown mit Darth Baras teilhaben. Eine kleine Erinnerung, dass Vowrawn nichts entgeht und er von der Einstellung des Kriegers weiß? Es könnte auch ein Schuss ins Blaue sein oder Vowrawns Versuch Baras weiter zu provozieren, selbst Vermuten wäre ja nicht wissen und es bestünde sogar die entfernte Möglichkeit, dass Vowrawn selbst der hellen Seite nahe steht.

Und wie passt Rishi zu dem allen? Der Krieger besitzt aufgrund seiner Erfolge einen hervorragenden Ruf und Vowrawn ist ihm entweder sehr denkbar oder möchte die Macht des Kriegers teilen. Ein derart mächtiger Kämpfer, auf den würde Vowrawn sicher gerne Einfluss besitzen.

Darth Marr

Marr lehnt den Imperator grundsätzlich ab und so hat es auch dessen Zorn zunächst schwer Marrs Respekt zu gewinnen. Man hat sich jedoch schon auf Korriban bewiesen und mit Baras Tod auch Marr als ranghöchsten Ratsmitglied zugespielt. Für Marr ist man vorwiegend jedoch ein Aktivposten in den Kriegsanstrengungen. Der Krieger hat dort Erfolg wo Armeen scheitern könnten oder zu unhandlich wären, daher ist man für Marr wertvoll.

Die weltoffene und zurückhaltende Einstellung eines hellen Sith trifft bei Marr jedoch wohl auf Zustimmung. Das Imperium braucht weniger Machtkämpfe und von hellen Sith sind solche Intrigen nicht zu erwarten, der Pragmatiker sieht in ihnen also nützliche Werkzeuge für einen "unpolitischen" Sith-Orden. Putschversuche durch die hellen Sith sind aufgrund deren geringer Zahl auch kaum zu erwarten und da Reformen deren größtes Anliegen sind ist ihre Unterstützung für Marrs eigenes Regime wahrscheinlicher als offene Rebellion.

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Das innere Kind ist auch nicht netter
„Stell sie dir einfach als Kinder vor.“

Lektionen vom Sport- und Spielplatz

Das Geflame und Gegriefe mancher Mitspieler kommt einem vielleicht bekannt vor. Schon in unserer Kindheit und Jugend gab es diese gerade ausreichend in etwas talentierten Zeitgenossen, die ihre relative Überlegenheit in Fußball, Hockey, Rugby, Beachvolleyball oder Tennis als Ansporn ansahen sich zum Richter aufzuschwingen, der entscheidet wer mitspielen darf und wer nicht. An Konsequenzen hat man als Kind damals gar nicht gedacht.

Zuerst traf es immer die Jüngsten, die kleinen Brüder mussten abziehen und sollten auch gefälligst keinem Elternteil davon berichten. Weil Noobs ja nichts können und die Mannschaft nur runterziehen. Sich brauchbare Mitspieler auszubilden liegt nicht im Interesse des auf dem Platz mal endlich älteren Bruders und so gaben die „Kleinen“ diese Lektion ihrerseits einige Jahre später auch weiter.

Als nächstes ging man auf die weniger erfahrenen oder talentierten los, selektierte zwar manchmal noch seine Freunde aus. Aber auch Sympathie oder Freundschaft sind für manchen Hecht im Karpfenteich kein Grund Klassenkameraden von ihren Rundumschlägen auszulassen. Es gibt halt diese spröden Persönlichkeiten, die immer gewinnen und sich auch nur dann auf ein Match einlassen wollen, wenn die besten Voraussetzungen erfüllt sind. Klasse = Gilde, der spröde Charakter = der PVP Champ. Als Alphatier wird man von dieser Kritik meistens noch ausgenommen, solange man seine Stellung zumindest behaupten kann oder andere Druckmittel besitzt. Gegenüber dem Gildenmeister geben auch die tollen Hechte nach, denn hier geht es ja um Anerkennung, Selbstdarstellung und als Respekt verkleidete „Liebe“, nach der sich manch einer sehnt.

Es ist wohl Angst davor zu verlieren und irgendein damit verbundenes Trauma wieder zu erleben, dass den tollen Hecht zum Vorschein bringt. Man will auf Gedeih und Verderb gewinnen, weiß aber, dass man selbst nicht gut genug ist, die gesamte Gruppe zu tragen. Also greift man zur Flame-Keule. Am Ende ist zwar die Spreu vom Weizen getrennt, aber von 10 Leuten sind vielleicht 4 geblieben und ein 2 gegen 2 wollte eigentlich keiner. Woher würdige Mitspieler nehmen, wenn keine da sind? Natürlich liegt die Schuld jetzt bei den anderen, die einfach abgehauen sind.

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